Band: Withering Soul
Titel: Adverse Portrait
Label: Mortal Music
VÖ: 09.06.15
Genre: Melodic Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Gut Ding braucht Weile und so darf man diese Aussage bei Withering Soul durchaus anbringen, welche sich mit „Adverse Portrait“ zum dritten mal, nach drei Jahren Pause zurück melden. Was zu Beginn der Karriere der Amis noch reinrassiger Black Metal war, wurde nun so verändert, sodass man deutlich melodischer ins Geschehen geht. Bei den meisten Vertretern hat dies immer in einem Geplänkel gemündet, dass der Blackie eher gedisst hat. Bei den Amis dürfte dies aber durchaus anders aussehen. Denn die angestrebte Linie wirkt zu keinem Zeitpunkt zu überheblich und die harschen Black Metal Trademarks wurden gut mit den symphonisch-epischen Parts, wie auch einer satten Anzahlt an Melodic Einflüssen gepaart. Einziges Manko auf dem Album ist der Gesang, dieser klingt etwas schwachbrüstig, kann auch an der Produktion liegen, dieser wird aber von der Rhythmusfraktion komplett an gewissen Stellen unterbuttert, was irgendwie Schade ist, denn das Organ passt wie die Faust aufs Auge zu den Stücken. Weiters hätte der Sänger ein variables Organ und genau deshalb denke ich, dass er wohl genügend Kraft hätte, man es aber nicht so richtig auf den Rundling packen konnte. Die Jungs sind durch die Bank gute Techniker, welche ihre Soundideen bestens umsetzen konnten. Viele Wechsel und auch einiges an polnischen Black-Death Würzungen wurde in den brodelnden Topf geworfen. Die immer wieder kehrenden Breaks der diabolischen Art und Weise, sowie kleinere progressive Einwürfe lassen das Material sehr facettenreich klingen. Gute Überleitungen unterstreichen einen sehr guten Melodic Black Metal, welcher sich sehr gut anhört. Kurze atmosphärische Parts und schon wird die Peitsche wieder ausgepackt und mit einem sadistischen Lächeln auf uns hernieder gelassen. Somit bietet man zwar viel Unterhaltung und auch ein variables Spiel das zu unterhalten weiß, nur halt auch schon tausendmal von anderen Kollegen geboten wurde.

Fazit: Guter Melodic Black Metal, bei dem sicherlich aber noch viel Luft nach oben hin offen ist. Zum Gesang sei noch gesagt, ob es hier doch nicht möglich gewesen wäre den Fronter deutlich dominanter in den Vordergrund zu stellen, sodass das Ganze handübergreifender klingen würde.

Tracklist:

01. Vestige 01:51
02. No Longer Within 06:01
03. The Dreadful Echo 04:17
04. Awakening 04:24
05. Hour of Obstinacy 04:54
06. Hex Illusion 06:43
07. Shadow Path 06:32
08. In Abscence 05:49

Besetzung:

Mykil (voc)
Krystofer (guit & synth)
Rick (drums)
Scott (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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