Band: Within The Ruins
Titel: Halfway Human
Label: Long Branch Records
VÖ: 03.03.17
Genre: Deathcore, Djent
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Within The Ruins - Halfway Human Album Artwork, Within The Ruins - Halfway Human Cover Artwork, Within The Ruins - Halfway Human CD Cover, Long Branch RecordsDie Djent/Deathcore-Helden um Gitarrenwizzard Joe Cocchi gelten seit 2003 als die Speerspitze des Genres. Aufgrund der doch langen Existenz im Genrebereich, darf man ruhig, zumindest meines Erachtens als Wegbereiter sprechen bzw. sie als Mitbereiter betiteln. Obwohl die aus Massachusetts stammenden Jungs seit geraumer Zeit im Geschehen mitwirken, sollte man sie nicht als abgehalftert bezeichnen. Bis dato haben die Amis beharrlich den Zahn der Zeit erkannt und man dreht sich nicht im Stand. Technisch verblüffend ausgiebig bietet man einen erheblich progressiven Reigen. Was Anderen leider nicht geling, geht diesen Herrschaften deutlich leichter von der Hand, nämlich das Konzept der Harmonisierung innerhalb der progressiven Deathcoreschübe. Die steten Wechsel sind Hand-übergreifend und von einer ausnehmend fusionierten Technik geprägt.

Der Start bzw. der leidenschaftlich dominanten Stakkato-Effekte sind quer über den Output verteilt und diese Grundlinie gilt als Startposition, bevor man das Konzept weitaus reichhaltiger ausbaut. Die Burschen verstehen es das Konzept der Progressivität und vieler Technikgelage zu vereinen, ohne dabei den Hörer mit zusehends veranschlagten Prügeleien zu exzessive in den Wahnsinn zu treiben. Keine zu argen Komplexitäten, vielmehr baut der Trupp auf eine unsagbar farbenprächtige Melange die sauer und unvermindert ins Gehör geht.

Bodenschwere, Groove orientierte Riffs mit flüssigen, melodischen Leads wohin das Auge blickt, dazu etliche Technikeinfädelungen und fertig ist das Mischkonzept der Formation. Die Amerikaner legen außergewöhnliche Riffs vor, reißen das Ruder herum und fortan gelten vermehrt Djent Ansätze der harschen Art zum dominanten Anteil der Songs. Mag wirr klingen, ist es allerdings nicht, weil die Burschen den Zahn der Zeit erkannt haben und nicht zu komplex aus den Boxen dröhnen. Massig Breakdowns aufgepeppt mit einer guten Portion an Double-Bass-Salven treiben ordentlich voran und bieten genau den Aufstachelanteil den Hörer gekonnt zu beüben und niemals ruhig sitzen zu lassen.

Der unbändig schweißtreibende Marschtakt geht in die letzten Winkel des Körpers vor und weiß zu beeindrucken. Obwohl man schon so lange im Geschehen ist, bewundere ich den Verstand dieser Truppe nicht abgelutscht zu klingen. Das Konzept ist eben gut angepasst, alte, wie ebenfalls neuere Fans des Mischgenres für sich zu begeistern. Dabei wird eine Potentiell hochwertige Soundwand aufgefahren, dass einem die Spucke wegbleibt. Das Gros der Tracks ist eine geballte Ladung Dynamit und hauptsächlich von einer drückenden Thematik, wie auch Rhythmik behaftet. Obschon man etliches an Wechsel hervorzaubert und desgleichen einige ruhende Pole eingebaut hat, ist der Großteil der Songs eine energetische Angelegenheit, mit der man eins ums andere mal deutlich stärker die Nackenmuskulatur des Hörers strapaziert.

Die staubtrockenen Drums und brutzelnden Gitarrensounds sind zudem der dominante Anteil und werden stets von anderen Soundarrangements bzw. Erweiterungen abgelöst. Somit hält man die Spannung ausgesprochen gut am Laufen und dies zeugt von einem sehr spitzfindigen Händchen fürs Songwriting.

Fazit: Ein gekonnter Schlag von Within The Ruins. Die Burschen sind nach wie vor die Speerspitze des energetisch mitreißenden Djent/Deathcore Styles!

Tracklist:

01. Shape-Shifter
02. Death Of The Rockstar
03. Beautiful Agony
04. Incomplete Harmony
05. Bittersweet
06. Objective Reality
07. Absolution
08. Ivory Tower
09. Sky Splitter
10. Ataxia IV
11. Treadstone

Besetzung:

Tim Goergen (voc)
Joe Cocchi (guit)
Paolo Galang (bass & voc)
Kevin McGuill (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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