Interview – Go! Go! Gorillo Pt.2

The Who, AC/DC, Led Zeppelin, CCR, Queen, Johnny Cash, Muddy Waters, James Brown, The Jancee Pornick Casino,…turnen die beiden Masterminds Rocco und Martin ebenso an wie Clint Eastwood, Quentin Tarantino, Mia Khalifa oder „Finding Nemo“. Im zweiten Teil unseres großen Interviews mit Go! Go! Gorillo könnt ihr herausfinden, wer einen musikalischen Schweinemagen und sogar One-Hit-Wonder im Regal zu Hause hat, wer keinesfalls den Tourbus lenken darf, und wem man gerne mal eine aufs Maul hauen würde.

Vertiefen wir unser Gespräch zum Abschluss noch ein wenig und lasst uns Go! Go! Gorillo etwas privater kennen lernen. Welche Musik hört ihr so privat?

Martin: Ich hab‘ den sogenannten musikalischen Schweinemagen – ich verwurste so ziemlich jedes Genre das es gibt. Bei mir stehen auch durchaus One-Hit-Wonder Todsünden wie Sydney Youngblood im Regal, größtenteils sind’s dann aber doch eher rockige Sounds. Als Kind hab’ ich mit Freunden zu Guns N’ Roses-Kassettensound große Tennisschläger-Putzkübel-Kleiderständer Touren von einem Eck des Kellers zum anderen gemacht. Mein Vater schenkte mir LP’s von The Who und CCR, die vergöttere ich immer noch. Meine Lieblinge im Regal sind heute zwar eher Sounds wie Vintage Trouble, Black Keys, Rival Sons, Jake Bugg, Jet, Wolfmother und auch Größen wie Queen, Led Zeppelin oder AC/DC.
Trotzdem verwehre ich mich keiner Musikrichtung und kann auch mal Pop-Hits von Elton John bis Adele gut finden – und ich bin großer Austropop-Fan. Wie gesagt: Schweinemagen. Nur Schlager oder Gangsta Hip Hop verdaue nicht mal ich.

Rocco: Bei mir landet in erster Linie Rock’n’Roll auf dem Plattenteller. Meine Alltime-Lieblingsband ist AC/DC. Von den sonstigen „Klassikern“ hör ich ziemlich regelmäßig Johnny Cash, CCR, Elvis, Howlin’ Wolf, Muddy Waters, James Brown, Link Wray – das sind jetzt so die ersten die mir spontan einfallen. Von den neueren Sachen sind es vor allem Jack White mit all seinen unterschiedlichen Bands (White Stripes, The Raconteurs, The Dead Weather), die Black Keys, die Rival Sons, Vintage Trouble, und The Hives. Und dann noch eine ganze Menge obskure Sachen wie Reverend Beatman, The Kings Of Nuthin’, die Black Diamond Heavies, The Jancee Pornick Casino, Peter Pan Speedrock, Zen Guerilla, Nikki Hill oder The Lords Of Altamont.

Auf dem Weg zu einer Show, wird da eigene Musik gehört, oder lenkt ihr euch mit anderen, evtl. bestimmten Künstlern oder gar dem Radio ab?

Rocco: Das hängt davon ab, wer am Steuer sitzt. Wenn King Kong fährt, dann bleibt das Radio meistens aus oder wir hören echt abgefahrene Sachen. Bei mir ist’s entweder eine von den vorhin genannten Bands oder eine von den zahllosen CD’s, die wir von Bands, mit denen wir gespielt haben, abgestaubt haben.

Martin: Ich darf ja nie fahren weil dann immer allen schlecht wird.

Geht ihr, abgesehen von euren eigenen Shows, noch auf Konzerte, oder bleibt dafür keine Zeit mehr?

Rocco: Ich schau schon, so oft möglich auf Konzerte zu gehen. Was ich meide sind die großen Locations wie Stadthalle, Gasometer oder Happel Stadion – außer es spielt jemand, den ich wirklich unbedingt sehen will, wie Jack White heuer im Gasometer.

Auf welchem Konzert wart ihr zuletzt?

Rocco: Ich war kürzlich im Fluc bei Electric Ray & The Shockers.

Martin: Ich schau mir sehr gerne lokale Bands an mein letztes Konzert war auch im Fluc, die Band eines Freundes namens Amalea.

Gibt es Künstler, tod oder lebendig, mit denen ihr gerne die Bühne teilen würdet, bzw. geteilt hättet?

Rocco: So zum angeben wären AC/DC oder die Rolling Stones ganz gut, aber eigentlich hab ich da keine wirklichen Wünsche oder Vorstellungen (grinst).

Martin: Ich würd irrsinnig gern mal mit Rocco Carletto auf der Bühne stehen, ohne sie jedes Mal dem Erdboden gleichzumachen.

Welche Filme finden Go! Go! Gorillo gut?

Rocco: Ich mag so ziemlich alles von Clint Eastwood, Quentin Tarantino, den Coen-Brüdern, Sergio Leone und Wes Anderson. Spaghetti Western sind sowieso immer willkommen. Filme mit Will Ferrell, Bill Murray, Chevy Chase, George Clooney, Scarlett Johansson und Mia Khalifa sind auch meist eine sichere Bank. Ich bin ein bisschen ein TV-Junkie und deswegen hab ich schon so manchen Blödsinn gesehen (lacht). Ich steh auch voll auf Komödien wie „Nackte Kanone“, „Dumm und Dümmer“ oder „Tropic Thunder“.

Martin: Ich sehe eigentlich nie fern, daher komme ich zu Filmen nur im Kino oder auf DVD. Meine Leidenschaft für Tarantino und alte Western teile ich mit Rocco. Ich bin aber auch ein echter Star Wars Nerd. Mein All-Time-Hero: „Blade Runner“. Meine geheime Schwäche: Pixar Kracher wie „Finding Nemo“ oder „Over The Hedge“. Jack Black hat auch geile Filme gedreht, besonders „Be Kind Rewind“ hat’s mir angetan.

Was wird im Hause der Kings Of Rock’N’Roll gelesen? Fachzeitschriften der Musikszene und Biografien anderer Musiker, oder Schundromane und Science-Fiction-Kracher?

Rocco: Leider komm ich nicht so oft zum Bücher lesen, aber ich hab eine Schwäche für die Sachen von Chuck Palahniuk. Musikerbiografien les ich tatsächlich sehr gern und ab und zu kauf ich mir auch ein Gitarrenmagazin. Ansonsten stehen berufsbedingt vor allem tagesaktuelle Sachen – von Politik über Sport, Gossip, Wirtschaft bis hin zu Musik – und zahllose E-Mails auf dem Leseplan.

Martin: Ich lese Blogs aller Art und insgesamt fast ausschließlich online. Bücher lese ich extrem selten. Spontan würde mir als Lieblingsbuch „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago einfallen.

Gibt es etwas kurioses bzw. etwas überaus lustiges aus eurer Karriere, das ihr mit uns teilen wollt?

Martin: Wir würden Wanda gerne mal eine aufs Maul hauen (grinst). Wir haben mit denen Ende 2012 mal einen Gig im Shelter gespielt und diese rücksichtlosen Wichser haben ihre Spielzeit dermaßen überzogen, dass wir eine dreiviertel Stunde zu spät beginnen mussten, weswegen uns nach vier Nummern der Strom abgedreht wurde.

Rocco: Zudem haben ihre minderjährigen Groupies das ganze Bier im Backstagebereich weggesoffen, was mich noch viel mehr ärgert. Als die plötzlich so erfolgreich waren, war ich schon etwas perplex. Aber überraschend ist es andererseits nicht: Wanda sind der Andreas Gabalier für Hipster (grinst).

Wo sieht sich Go! Go! Gorillo selber in 5 Jahren? Gibt es einen Plan, der verfolgt und versucht wird möglichst durchzuziehen? Oder nehmt ihr es einfach so wie es kommt?

Rocco: Fünfjahrespläne haben doch schon bei den Sovjets nicht funktioniert.

Martin: Wir nehmen immer alles und jeden so wie es, er oder sie kommt (grinst).

Ist es ein Traum und ein Ziel, von seiner Musik leben zu können?

Rocco: Ja, im Idealfall wär das schon ein Ding. Aber das ist, glaub ich, ähnlich wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Aber wenn uns jemand viel Geld für das bietet, was wir machen, dann werden wir brav die Hände aufhalten.

Wollt ihr uns noch irgendetwas erzählen, was wir bei so vielen Fragen vergessen haben? Oder haben wir nun alles restlos aus eurem Leben offengelegt?

Martin: Die letzten Geheimnisse, die es jetzt noch gibt, sind so schmutzig, dass wir darüber leider nicht sprechen können (lacht).

Pics taken from www.gogogorillo.com

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