CRYPTOPSY, 200 Stab Wounds, Inferi, Corpse Pile
All So Vile European Tour 2026” – ((szene)) Wien, 4. Februar 2026

Mit einem Line-Up, das technisch versierten Death-Metal auf ganz unterschiedliche, aber stets stringente Weise präsentiert, kommt die „All So Vile European Tour 2026“ nach Wien. TON-Music Productions bringt an diesem Abend vier Bands auf die Bühne, die jeweils ihren spezifischen Beitrag zur aktuellen extremen Metalszene leisten: Corpse Pile, Inferi, 200 Stab Wounds und natürlich die Headliner CRYPTOPSY. Das Ganze steht im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums eines der einflussreichsten Death-Metal-Alben aller Zeiten – None So Vile – und verspricht einen Abend unerbittlicher Brutalität und technischer Klasse. 

Corpse Pile

Den Auftakt des Abends bestreitet Corpse Pile, eine Band, die sich in den letzten Jahren in der Brutal-Death-Szene einen Namen gemacht hat. Bekannt für ihren rohen, unbarmherzigen Sound und eine unmittelbare, fast archaische Energie, liefern sie mit ihrem Material einen aggressiven Einstieg in den Konzertabend. Songs wie „Genesis of Suffering“ oder “Fuck Your Life” zeigen eindrucksvoll ihre Vorliebe für rhythmische Zerstörung und unnachgiebige Intensität, die in der Livesituation besonders gut zur Geltung kommen. 

Corpse Pile bewegen sich stilistisch im Grenzgebiet zwischen Death Metal und Grindcore, wobei die rohe Härte und die dichte, konstante Energie ihres Spiels schnell einen intensiven Grundton setzen. Für viele Fans gilt gerade ihre Live-Darbietung als willkommenes Kontrastprogramm zum durchkomponierten technischen Death Metal der Headliner – rohe Gewalt als idealer Vorbote für die kommenden Acts.

Inferi

Als nächstes betritt Inferi die Bühne. Die amerikanische Formation hat sich mit ihrem melodisch ausgefeilten, technisch anspruchsvollen Death Metal einen festen Platz in der Szene erarbeitet. Charakteristisch für Inferi ist die Kombination aus präziser Spieltechnik, komplexen Arrangements und melodischen Lead-Elementen, die der oft schweren und dichten Grundstimmung eine gewisse kontemplative Tiefe verleihen. 

Im Live-Setting sollten gerade diese Wechsel zwischen technischer Finesse und melodischer Klarheit besonders zur Geltung kommen. Inferi gelingt es immer wieder, harte Death-Markierungen mit einem fast symphonischen Gefühl für Höhepunkt- und Spannungsbögen zu verbinden. Gerade für Zuhörer, die fortgeschrittene Kompositionen und strukturierte Dynamik schätzen, stellen sie einen starken und zugleich zugänglichen Teil des Abends dar.

200 Stab Wounds

Mit 200 Stab Wounds folgt ein weiterer Act, der in der Death-Metal-Szene einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Band hat sich durch ihre brutalen, jedoch technisch versierten Songs schnell einen Platz in der internationalen Underground-Community erkämpft – klar fokussiert auf knallharte Riffs, druckvolle Rhythmen und eine aggressive Gesamtperformance. 

Live dürfte 200 Stab Wounds für einen der härtesten Momente des Abends sorgen. Ihre Musik verzichtet auf unnötige Schnörkel und konzentriert sich stattdessen auf unmittelbare Zerstörungskraft und maximale Intensität. Gerade in Kombination mit den anderen Bands des Abends zeigt sich hier die ganze Bandbreite aktueller Death-Metal-Interpretation – von strukturiert brutal bis hin zu technisch aufwändig und effizient.

CRYPTOPSY

Den Abschluss des Abends bestreiten mit CRYPTOPSY wahre Veteranen und Pioniere des technischen Death Metal. Die Kanadier aus Montreal gehören seit den frühen 1990er-Jahren zu den einflussreichsten Vertretern der extremen Szene und haben mit einer Reihe von Alben Maßstäbe gesetzt. Besonders das 1996 erschienene None So Vile gilt heute als Meilenstein des Genres, dessen Einfluss auf zahllose nachfolgende Bands kaum zu überschätzen ist. None So Vilezeichnet sich durch unerbittliche Geschwindigkeit, komplexe Riff-arbeit, extreme Tempowechsel und eine rohen dahinterliegenden Aggression aus, die von Kritikern und Fans gleichermaßen als prägend beschrieben wurde. 

An diesem Abend werden CRYPTOPSY diesen historischen Rahmen nicht nur würdigen, sondern ihn auch lebendig machen: Die Band hat angekündigt, zahlreiche Songs von None So Vile in ihr Set aufzunehmen. Für viele Fans dürfte dies ein Höhepunkt des Konzerts werden – nicht nur aus nostalgischen Gründen, sondern weil diese Stücke bis heute zu den radikalsten und technisch faszinierendsten gehören, die der Death Metal je hervorgebracht hat. 

Darüber hinaus wird das aktuelle Album An Insatiable Violence im Fokus stehen, das 2025 erschienen ist und erneut die Fähigkeit der Band unterstreicht, monströse technische Fähigkeiten mit roher Gewalt und kontrollierter Chaos-Ästhetik zu verbinden. Tracks wie „Dead Eyes Replete“ oder „Our Great Deception“ zeigen eine Band, die trotz Jahrzehnten im Geschäft nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren hat, sondern ihre Wurzeln mit zeitgenössischer Aggression zusammenführt. 

CRYPTOPSY lebt von dieser Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Während None So Vile die Referenz ist, die vielen Fans den Einstieg in die extreme Szene eröffnet hat, beweist An Insatiable Violence, dass die Band auch heute noch relevant, hungrig und technisch auf allerhöchstem Niveau agiert. Mit dieser Mischung erwartet die Szene in Wien ein denkwürdiger Abend extremen Metals.

Der Ticketvorverkauf ist bereits gestartet; angesichts des Line-ups empfiehlt sich eine frühzeitige Sicherung der Karten.

CRYPTOPSY tour 2026

Cryptopsy – All So Vile Europe Tour 2026

15/01/2026 Hannover
16/01/2026 Dortmund
17/01/2026 Antwerpen
18/01/2026 Southampton
19/01/2026 Bristol
20/01/2026 Glasgow
21/01/2026 Nottingham
22/01/2026 Manchester
23/01/2026 Plymouth
24/01/2026 London
25/01/2026 Nijmegen
26/01/2026 Hamburg
28/01/2026 Stockholm
29/01/2026 Oslo
30/01/2026 Copenhagen
31/01/2026 Leipzig
01/02/2026 Berlin
02/02/2026 Warsaw
03/02/2026 Prague
04/02/2026 Wien
05/02/2026 Budapest
06/02/2026 München
07/02/2026 Milano
08/02/2026 Aarau
09/02/2026 Villeurbanne
10/02/2026 Barcelona
11/02/2026 Madrid
12/02/2026 Portugalete (Bizkaia)
13/02/2026 Toulouse
14/02/2026 Nantes
15/02/2026 Paris

Quellenangabe: TON-Music Productions, Bands

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