VOIDHÄMMER – Noxious Emissions

cover artwork VOIDHÄMMER Noxious Emissions

Band: VOIDHÄMMER 🇺🇸
Titel: Noxious Emissions (EP)
Label: Caligari Records
VÖ: 09/01/26
Genre: Death Metal/Crust 

Tracklist

01. Rotting in Excrement
02. Cadaveric Bloat
03. Phosphorized
04. Coffin Leakage

Besetzung

Mike Royal – Guitars, Vocals
Shane Bogdon – Drums
Roger Herrera – Bass, Vocals

Bewertung:

2,5/5

Eine neue Band aus Kalifornien präsentiert sich mit einem kurzen und verdichteten Werk. VOIDHÄMMER bringen die „Noxious Emissions“ EP mit Musik voller Leidenschaft, aber auch schwer und aggressiv. Sie charakterisieren sich selbst als „Pulverizing Death Metal/Crust from Long Beach“ – das Album verspricht komplexe und intensive Musik zu zeigen.

Beeindruckender Sonic Assault als Opener

Sehr tiefer Ton und heruntergestimmt – surrende Gitarren begrüßen den Hörer in der neuen EP. „Rotting in Excrement“ startet sehr aggressiv und dissonant, mit wechselnden Tempos, die einen schnellen Rhythmus bringen, gefolgt von zermalmenderen und langsameren. Technical Death Metal mit massiven Einflüssen aus anderen aggressiven Stilen, und das Resultat ist eine bestrafende, erdrückende Musik, dynamisch und auch voll von Wut und Zorn. Sehr tiefe Growls kombinieren sehr gut mit dem Gitarren-Ton, Drums vervollständigen den Sound mit massiven, hämmernden und konstanten Schlägen, die den Rhythmus halten. Ein beeindruckender Sonic Assault, ein guter Opener-Song.

VOIDHÄMMER sind eine neue Band aus Los Angeles mit Mitgliedern anderer Death Metal Bands aus dem lokalen Underground. Das Trio besteht aus Mike Royal (Swampbeast, Karst) an Gitarren und Vocals, Shane Bogdon (Karst) hinter den Drums und Roger Herrera (Karst) für Bass und Vocals. Sie bringen ihre vergangene Erfahrung in den neuen Act und versuchen mit ihren kompositorischen und spielerischen Fähigkeiten zu beeindrucken.

Ein viel Uptempo-Rhythmus kommt im nächsten Song „Cadaveric Bloat„, viel technischere Gitarrenakkorde – ein Song, der insgesamt einen anderen Grad an Können zeigt als der Opener. Die Komposition ist auch viel komplexer. Von simplen Akkorden zu einem Dialog zwischen Gitarren, auch die unvermeidlichen Tempowechsel vertiefen die Kluft zwischen den zwei Phasen von VOIDHÄMMER-Musik: der schnellen und aggressiven und der langsamen und zermalmenden. Aber der Sound und die Musik bleiben insgesamt gut, auch ein beeindruckendes Stück.

Rohe Produktion mit unbalanciertem Mix

Die Produktion ist ziemlich roh, aber dient dem musikalischen Stil recht gut. Vocals sind ein bisschen zu viel im Hintergrund, Drums sind im Gegenzug manchmal zu viel im Vordergrund – das Ganze ist nicht sehr gut ausbalanciert. Massiver Sound insgesamt, sehr dicht und mit einer klaren Aura von Old-School Death Metal, respektive Doom Metal oder Crust. Bewusst nicht sehr poliert, bleibt der Sound ein typischer für das Genre. Die Art, wie sie die meisten Songs mit einer dissonanten Note beenden, die unbegrenzt oder zumindest viel zu lange ausgedehnt wird, ist mehr eine kindische Attitüde als eine seriöser Musiker würdige.

Der nächste Track gewinnt das Momentum zurück und startet wieder sehr schnell. „Phosphorized“ bringt gnadenlose Drums und infernalische Vocals. Stilistisch ist Crust das Genre, das den Song besser definiert, aber viele andere Stile sind im Stück zusammengeführt. Aber wieder verwässert der Rhythmus, und die Doom-lastigere Seite der Band setzt ein in einer wütenden Alternation der zwei Genres. Höllische Vocals, massive Gitarren, ein sehr dichter Sound, aber langsam wird die endlose Alternation der Tempos ermüdend und zeigt einen Mangel an kohärenter Vision. Es scheint, als könnten sie einer guten musikalischen Idee in einem Genre nicht folgen, ohne sie sofort zu wechseln. Aber ein Song mit guten Momenten, auch wenn disparat.

Der letzte Song „Coffin Leakage“ setzt die bereits etablierte Richtung fort und kombiniert verschiedene Geschwindigkeiten für verschiedene Passagen, wechselt gute und sehr inspirierte Momente mit nur Übergangs-Momenten ab. Die Riffs beeindrucken weiterhin, surrende Gitarren halten konstant einen massiven Sound, und die Drums beenden den Song in einer Explosion schneller und sehr entschiedener Blast Beats. Ein zu plötzliches Ende lässt den Hörer irgendwie unzufrieden, und das Gefühl ist, dass der Band einfach die Energie ausging und sie entschieden, unerwartet aufzuhören, die Musik zu spielen. Enttäuschendes Ende.

Unreife musikalische Vision trotz Potential

Das Album von VOIDHÄMMER bietet eine Mischung aus faszinierenden Momenten und solchen, die die Unreife der Band offenbaren. Elemente von Crust, Death Metal und Grindcore kombinierend zielen sie darauf ab, Musik zu kreieren, die an Coffins oder Morbid Angel erinnert. Während sie noch weit von ihren Idolen entfernt sind, besitzt VOIDHÄMMER gewisse Qualitäten. Mit besser durchdachter und sorgfältigerer Komposition könnten sie ihr Ziel erreichen.

Wenn sie ein Uptempo-Rhythmus beibehalten, ist die Musik, die sie machen, sehr beeindruckend – technisch, gut strukturiert und bringt unvergessliche Momente. In der alternativen Phase, der Doom-lastigeren, fühlt es sich mehr wie Passagen an, wo die Band eine Pause nach den Uptempo-Momenten braucht – nicht überzeugend und ohne viel musikalische Substanz. Und all diese Wechsel passieren viele Male während eines Songs, das finale Resultat ist inkohärent und zusammenhanglos.

Fazit: Das Debüt „Noxious Emissions“ von VOIDHÄMMER präsentiert eine Band mit Potential zum Wachsen, aber musikalisch zeigt die EP eine noch nicht reife Vision.

Internet

VOIDHÄMMER - Noxious Emissions

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