Ace Frehley – Anomaly

Band: Ace Frehley
Titel: Anomaly (Delxue)
Label: Steamhammer/SPV
VÖ: 08.10.17
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ace-Frehley-Anomaly-Deluxe-album-artworkAce „Spaceman“ Frehley verließ KISS 1982 und war erneut 1996–2002 tätig in der KISS Army, bevor er sich endgültig seinem Solo Projekt widmete. „Space Invader“ ist gerade mal 3 Jahre verklungen, rückt der Gitarrenschwinger mit einem neuen Album an. „Anomaly“ nennt sich der neueste Streich des ehemaligen KISS Gitarrenhexers. Unvermindert erkannte bereits Kollege Lex die Vorreiterrolle, welche der gute Ace bei KISS hatte und mit in die Soloprojekte und bisherigen Mitstreiter Tätigkeiten anderer Projekte nahm. Unverkennbar ist sein Gitarrenspiel und dass Mr. Frehley so lange Jahre bei KISS tätig war haben geprägt oder umgekehrt? Anyway, getrost kann man den Verehrern der ehemaligen Brötchengeber dieses Machwerk unter die Nase reiben. Genau für diese Hörerschaft macht Ace Frehley unvermindert weiter. Man könnte dies ein auf dem Stand drehen bezeichnen, will ich eigentlich gar nicht, denn die Vibes peitschen erkennbar aus den Boxen, sind im Gegensatz zu seinen ehemaligen Mitstreitern eine frische Sache.

Was wird geboten? Klarerweise klassischer Hardrock, mit einem enormen Heavy Anteil, welcher sofort in die Lauschlappen geht und sich mit einer Vehemenz fest harkt und ansteckt. Treibende Rock ’n’ Roll Licks soweit das Auge reicht prägen die Songs innerhalb, besonders bei den Gitarrensolis läuft der gute Ace zur Höchstform auf. Die KISS lastigen Vibes hat man vorgelassen und ob es der Mastermind hören will oder nicht, für meinen Geschmack ist dies kein Aufwärmen, sondern eine parallel laufende Karriere, die funktionieren kann. Klarerweise schwierig im Fährwasser, aber mit massiv-dröhnender Überzeugungsarbeit.

Musste mir schlussendlich für diese Rezension den Vorgänger anhören, hat der gute Ace sich auf alte Glanztaten besonnen? Wie auch immer, wer diesen Rundling einmal anspielt, wird folgendermaßen viele KISS Licks und Rhythmen, sowie Melodien erkennen, sodass man sich fragt, ja haben sich Gene und Paul heimlich einer Mittäterschaft schuldig gemacht? Mit muskulösen Rockvibes und einem enormen Volumen im Gepäck fegt der gute Ace über unsere Köpfe hinweg.

Man kann gegenwärtig über die Parallelen und Ähnlichkeiten streiten wie man will. Aus musikalischer Sicht versuchte Frehley seine alten Rockfans zu befriedigen und hat dies mit den vorliegenden Stücken meiner Meinung nach gut gemacht. Über Innovation und vollkommene Eigenständigkeit kann man nun streiten, dies wird ebenfalls Ace bewusst gewesen sein, als er das Album selbst das erste Mal komplett durch gehört hat.

Fakt ist, eine dementsprechend lange Mitwirkung kann man nicht locker vom Hocker abstreifen und exakt folgerichtig klingt „Anomaly“ genauso wie es klingt. Die KISS Army Puristen wird dies meines Erachtens vollends begeistern, da genau für diese treue Anhängerschaft sind die Songs ausgerichtet. Sie sind frisch, mit einem guten, erdigen Sound und gehen ungemein mitreißend in Fleisch und Blut über.

Die Bandbreite zwischen 70er und 80er Rock-Ära wurde prächtig verinnerlicht und sinngemäß ist deswegen dieser Silberling ein zeitloses Werk, welches von einer Vielzahl von Rock/Hard/Heavy Rock Fans genossen werden kann. Ace zieht Resümee mit seiner eigenen musikalischen Geschichte und eventuell blickt er tief in den Spiegel und erkennt ebenso das KISS Make-up, allerdings darf man sich als getreuer Hardrocker diesen Output nicht entgehen lassen. Die Songs klingen frisch und Blut geleckt und das bringt in die heimische Rockbude viel Stimmung und dies ebbt zu keinem Zeitpunkt ab.

Fazit: „Anomaly“ mag vielleicht nicht das eigenständigste Machwerk sein, dennoch klingt Ace Frehley auf dem Solowerk frisch und unverblümt rockt er massiv die Bude.

Tracklist:

01. Foxy & Free 3:41
02. Outer Space 3:46
03. Pain In The Neck 4:08
04. Foy On The Run 3:30
05. Genghis Khan 6:06
06. Too Many Faces 4:20
07. Change The World 4:08
08. Space Bear 5:37
09. A Little Below The Angels 4:14
10. Sister 4:46
11. It’s A Great Life 3:58
12. Fractured Quantum 6:17
13. Hard For Me (previously unreleased) Bonus Track 3:42
14. Pain In The Neck (slower vers.previously unreleased) Bonus T 4:46
15. The Return Of Space Bear (first time on CD) BoNus Track 5:47

Besetzung:

Ace Frehley (voc)
Chris Wise (bass)
Matt Starr (drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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