Band: Adrenaline Mob
Titel: Omerta
Label: Century Media Records
VÖ: 2012
Genre: Alternative/Heavy/Groove Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Chris Egger

Mit Supergroups ist es immer so eine Sache, die einen schaffen es nicht ihre verschiedenen musikalischen Stile auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, bei den Anderen sind die Egos der Beteiligten einfach zu groß um eine ordentliche Band am Leben zu erhalten. Das Resultat ist jedoch in beiden Fällen dasselbe: die Band löst sich wieder auf.

Ein Mann der ja doch sehr oft bei Supergroups beteiligt ist, ist ja ein gewisser Mike Portnoy, seines Zeichens der ehemalige Drummer der Progressive-Metal Legende Dream Theater. Für viele Prog-Metal Fans ist sein neues Betätigungsfeld von den Namen her wohl eines der interessantesten Projekte derzeit: kein Geringerer als Symphony-X Goldkehlchen Russel Allen ist in der unter dem Namen Adrenaline Mob aktiven Band dabei. Nachdem sich auch noch Disturbed-Basser John Moyer und der Gitarrist Mike Orlando hinzugesellen ist das Paket perfekt.

Das Debutalbum der Amerikaner nennt sich Omerta und wird über Century Media auf die Welt losgelassen. Noch ohne John Moyer, der erst nach den Aufnahmen für die Tour in die Band gekommen ist kommen 11 Songs auf die Menschheit zu, die aber durchaus nicht mit dem zu tun haben, was sich die Prog-Fans vom Duo Portnoy/Allen erwartet hätten. Dies liegt zum einen wohl daran, dass Portnoy mit dem Songwriting selbst eigentlich nichts am Hut hatte, zum anderen eventuell daran, das Allen wohl nicht mit seiner Hauptband in Konkurrenz geraten will.

Gleich bei den ersten Tönen merkt man, dass sich Ausnahmesänger Allen bei Adrenaline Mob in bisher unbekannten Stilen unterwegs sein kann. Sein an David Draiman von Disturbed orientierter Gesang klingt zwar jetzt relativ ungewohnt, bei Öfteren Hinhören kann man sich jedoch gerne damit anfreunden. Auch der Rest vom perfekten Start Undaunted kann sich durchaus hören lassen. Ein klasse Heavy Metal Song mit einem Starken Gesang, Top-Gitarrenarbeit und einem fetten Sound. Auch die weiteren Songs profitieren von einem Ausnahmemann am Gesang und einem wirklich druckvollem Sound, der jedoch auch von diversen Soloeinlagen aus der Gitarrenfraktion interessant gemacht wird. Auch gefühlvolleres Spiel wie in Angel Sky oder auch All On The Line, in denen auch Russel Allen wieder einmal sein ganzes Talent zeigt fehlt auf dem abwechslungsreichen Album nicht. Auch wenn doch sehr viele Songs nicht unbedingt herausragend sind (Feelin‘ Me oder Freight Train) bleiben jedoch gerade die melodischen Teile eher hängen. Ganz wegfallen werden die Prog-Einflüsse jedoch nicht, da man mit Hit The Wall doch noch einen leicht an Symphony X erinnernden Song im Aufgebot hat.

Was bleibt beim Debut von Adrenaline Mob hängen? Auch wenn Ausnahmemusiker am Werk sind bleibt die Anzahl der Kracher durchaus relativ gering. Russel Allen bleibt zwar für mich einer der besten Sänger die es im Metal-Bereich gibt, in Kooperation mit Mike Portnoy hätte man sich jedoch sicher einen etwas anderen Sound und eine etwas höhere Qualität im Songmaterial erwartet.

Tracklist:

01. Undaunted
02. Psychosane
03. Indifferent
04. All On The Line
05. Hit The Wall
06. Feelin‘ Me
07. Come Undone
08. Believe Me
09. Down To The Floor
10. Angel Sky
11. Freight Train

Besetzung:

Paul Di Leo (bass)
Russell Allen (voc)
Mike Orlando (guit)
Rich Ward (guit)
Mike Portnoy (drums)

Internet:

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