Band: Antipope
Titel: House of Harlot
Label: Violent Journey Records
VÖ: 2011
Genre: Blackened Progressive Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Dark Metal steht sicherlich ganz groß und in dicken Lettern auf dem Antipope Banner. Doch alleine hier ist man allemal nicht beheimatet. Die 2004 gegründete und aus Oulu stammende Truppe variiert ihr Spiel, mit schwarzen Allüren, wie auch mit Helltrain artigen Death n‘ Roll Eskapaden. Sogar 80er Gothic Ansätze sind dabei. Kann man dies überhaupt auf einen Nenner bringen? Nun die Finnen beweisen durchaus dass es möglich ist. Was bei vielen Vorreiterversuchen als wirres Soundmischmasch geendet hat, wird uns bei „House of Harlot“ als sehr prächtige Mixtur vorgestellt. Viele Wechselparts sind ebenfalls oberstes Gebot, wie auch eine unterschiedliche Soundprägung, welche man genüsslich überleitet, oder einfach die Elemente prägend verbindet. Der Gothic Freak bin ich ja an sich ja jetzt nicht, aber die 80er Szene ist mir durchaus noch ein Begriff und genau deshalb finde ich das Abschmecken und die Abrundungen aus dieser Ära der Musik als durchaus angebracht. Es erschließt sich einem dadurch ein völlig neuer Klang dieser Richtung. Sicher und das muss man schon sagen, der Härteanteil verwässert stark, aber dennoch vermögen uns die Jungs die alte Tradition in einem veränderten Soundkleid gut rüber zu bringen. Auch gefühlstechnisch unterweist man uns mit einem breit gefächerten Programm, welches dem Ganzen noch den gewissen Kick verleiht. Konzeptionell? Ja in gewissen Parts des Albums könnte man durchaus fündig werden. Alles in Butter? Nicht ganz, denn leider verläuft man sich in gewissen Ecken des Albums und erscheint etwas grotesk mit einem Erscheinungsbild, welches den Hörgenuss etwas mindert. Sei es bei hymnischer ausgelegten Variationen, aber auch bei gewissen, härteren Parts überzeugt man nicht vollends. Somit hat das Album seine Stärken und Schwächen!!!

Fazit: Dark Metal mit einer sehr rotzigen Breitseite. An sich gut umgesetzt, nur bei manchen Stücken wirkt man etwas verfahren bzw. überbeansprucht man den Hörer mit zu vehementen Stilwechseln und Breaks. Doch alles in allem kein schlechter Rundling, welchen sich der Dark Metaller durchaus antun sollte und auch härtere Gothic Freaks kann man den Silberling ebenfalls mehr als nur empfehlen.

Tracklist
01. House of the Harlot
02. Communion
03. A Thing so Vile
04. The Carnal Ritual of Self-Asphyxiation
05. The World Coming Down
06. To a Passer-by in Black
07. Morning Star
08. Waratah
09. Rapeman
10. The Man We Would Like to Hang
11. Happiness in Crime

Internet
Antipope Official Homepage
Antipope @ Myspace

Besetzung
M J Myllykangas (voc)
Juho Rikberg (guit)
Antti Karjalainen (guit)
Santtu Heinilehto (bass)
Tuska E. (drums)

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close