Band: Asia
Titel: Omega
Label: Frontiers Records
VÖ: 2010
Genre: Melodic Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Zu den Klassikern des Hard/Melodic Rock für leichtere Unterhaltung gehören definitiv Asia. Die Engländer sind ja, genauso wie Saga und Konsorten richtige Dinosaurier im Buisness. Wenn man sich etwas mit der Truppe beschäftigt wird man feststellen das es ein ewiges auf und ab in ihrer Karriere war. Schon von Auflösungserscheinungen geplagt und von Bandinternen Problemen wäre es ja fast schon mal zum Split gekommen. Im nunmehr zweiten oder ist es schon der dritte Frühling sind John Wetton (voc & bass), Steve Howe (guit), Geoff Downes (keys) und Carl Palmer (drums) zurück gekehrt und wollen der Rockwelt die lange Nase Zeigen und beweisen das todgeglaubte bekanntlich länger leben. Das nunmehr zwölfte Album nennt sich „Omega“ und wird am 23.04.2010 pünktlich für die Fanschaar zu haben sein.

Mit kraftvollem Stil offeriert man uns gleich zu Beginn „Finger on the Trigger“, welches eine schöne Symbiose aus erdigem und melodischem Rock ist. Es kommt mir so vor als wolle man sich etwas von den breitentauglichen Roots verabschieden, mit denen die Jungs in der Vergangenheit oftmals gearbeitet haben. Ein weiterer Hammer sind die sehr ausgefeilten Hintergrundarrangements die den Song deutlich mehr in eine symphonische Richtung lenken. Dadurch schnellt der bombastische Faktor sehr steil nach oben. Das heißt aber nicht das man hier den Bogen überspannt, nein dies nicht vielmehr erweitert man das Stück mit anderen Ideen. Dadurch ist ein durchwegs abwechslungsreiches Programm entstanden mit dem uns die alten Herren hier die Gehörgänge verwöhnen.

Mit etwas mehr besonnener Technik schiebt die Mannschaft nun „Through My Veins“ nach. Gleich vom Fleck weg werden ruhige, romantische Gefilde angesteuert. Einmal mehr ein sehr ruhiger Hit in der Bandära. Bekanntlich stehen die in die Jahre gekommen Rockhasen für glanzvolle Balladen mit Kuschelromantik. Auch dieser Song reiht sich nahtlos zu den bis dato gebotenen Stücken in der Discographie ein. Nett anzuhören, gesetzt dem Fall das man auch mit balladesken Stücken etwas anfangen kann.

Ein klassisches Klavierstück, mit leichten Streicher und Symphonie Beimischungen läutet nun „Holy War“ ein. Mit mehr fröhlichem, als auch temporeicheren Klängen wird hier hantiert. Die komplette Ausrastung sucht man allerdings hier vergeblich. Vielmehr im eher ausgeschmückten Midtempobereich wird hier musiziert. Dieses Grundkonzept wird noch reichlich mit Chorgesängen und folkigeren Spielelementen angereichert. Wirklich beindruckende Mischung die älteren Rockfans sehr gefallen wird und das besondere etwas sind die ganz leichten hymnischen Passagen, die den Song auf eine etwas andere Etage heben.

Schon beim Titel „Ever Yours“ wird einem klar, nun gibt es wieder etwas zum Kuscheln. Doch nur einen stupiden Schmusesong hat man hier aber nicht parat. Vielmehr wird der besonnene, verträumte Track reichlich ausgeschmückt. Dadurch wechselt man eher in die Genussecke und dabei klingt das Ganze sehr behutsam, wenn auch an und ab sehr traurig.

Genug der Traurigkeit gefrönt, denn „Listen Children“ schallt nun wieder etwas fröhlicher. Eine wirklich beeindruckende Eröffnung im symphonischen Bereich wird uns hier offeriert. Klingt sehr wuchtig und orchestral. Die Weiterführung ist zwar weiterhin, aber etwas dezenter mit dieser Technik ausgestattet worden und das Tempo wird nach und nach gesteigert. Sehr fröhlicher, shakiger Track der uns hier zum Abtanzen geboten wird.

Noch um einen Tick hymnischer, als auch orchestraler wird es beim darauf folgenden „End of the World“. Zwar wird mit viel Kraft und Druck begonnen, doch nach der Einleitung wechselt man wieder in beschauliche Gewässer. In diesem verbleibt man fast durchwegs und nur kleinere druckvolle Passagen verhindern eine zu ruhige Spielweise. Auch hier heißt es zurück lehnen und bei voll aufgedrehter Anlage Gefallen an dem Stück finden. Das fällt Verehrern dieser Musikrichtung sicherlich nicht schwer.

Mit elektrischen Synthyklängen und einem weitläufigen Soli wird nun „Light The Way“ gestartet. Wie durch mehrere Kraftwerkstufen wird hier eine Vermischung geschaffen und schlussendlich mündet all das in einem sehr schnellen Auslaufbecken. Die Truppe galoppiert hier sehr flott dahin und Asia wären nicht Asia, wenn sie nicht das Stück mit viel Pomp anreichern würden. Die Vermischung klingt sehr geil und drückt mit viel Kraft auf die Trommelfälle. Nach all den Jahren haben die Jungs nichts an Charme und Einfallsreichtum verloren.

„Emily“ ist nicht auf allen Versionen des Albums vorhanden und nur auf der ersten Digipack Pressung drauf. Der Song selbst ist eine leichte, breitentaugliche Nummer, welche mit leicht verdaulichen Klängen eingebettet wurde. Kleine balladeske Züge hat man hier recht passabel mit melodischen und hymnischen Zügen durchzogen. Das Stück kann man durchwegs auch nicht Rockfans aufs Gehör drücken und könnte meiner Meinung nach locker von jeder x – beliebigen Radiostation gespielt werden, denn genau in diesem leicht verdaulichen Fährwasser schippert der Song.

Mit viel Wucht und einer orchestralen Keyboardpassage startet man nun „I’m Still The Same“. Weiter verfolgt man allerdings ein komplett anderes, ja streckenweise schon fröhlich – funkiges Konzept. Auch hier spielt der breitentaugliche Charakter eine große Rolle, wenngleich man dies aber dezenter vollzieht im Gegensatz zum Vorgänger.

Mit etwas folkigen Klangbarrieren spielt man sich als Einleitung von „There Was a Time“. Klingt zuerst wie ein Intro einer Pagan Metal Band. Das folkige Flair behält man weiterhin bei und dabei steigert man das hymnische Flair bis ins unermessliche. Die Engländer präsentieren uns hier einen wirklich wuchtigen Song, der auch mit vermindertem Tempospiel zu glänzen weiß und einen lange bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

Wie ein Blitzschlag donnert nun „I Believe“ deutlich kraftvoller, im flotteren Stil daher. Fröhlicher, shakiger Track der an und ab etwas gebremst wird. Allerdings herrschen hier die flotteren Passagen etwas mehr vor und so entpuppt sich der Track als durchwegs tanzbare, fröhliche Nummer.

Schlussendlich lässt man den Silberling mit „Don’t Wanna Lose You Now“ sehr ruhig ausklingen. Der Song hat einfach die Klasse vieler Hits aus der melodischen Rockphase der Frühachtziger. Sehr hymnisch schallt hier die Verabschiedung dadurch. Dennoch geht man es hier etwas simpler an, wenn man die restlichen Songs mit der Verabschiedung vergleicht.

Fazit: Asia und melodischer Rock as it’s Best. Das Album ist allerdings nichts für junge Fans, sondern eher für ältere Genießer dieser Musikrichtung. Eingefleischten Verehrern dieses Genres, als auch langjährigen Fans dieser Band beschert man allerdings ein Programm das in Dauerrotation laufen wird.

Tracklist:

01. Finger on the Trigger 4:29
02. Through My Veins 5:09
03. Holy War 6:00
04. Ever Yours 4:05
05. Listen Children 5:56
06. End of the World 5:32
07. Light The Way 5:00
08. Emily (Bonus track first pressing in digipak) 5:12
09. I’m Still The Same 4:38
10. There Was a Time 5:57
11. I Believe 4:43
12. Don’t Wanna Lose You Now 4:46

Besetzung:

John Wetton (voc & bass)
Steve Howe (guit)
Geoff Downes (keys)
Carl Palmer (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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