Battle Beast – No More Hollywood Endings

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Band: Battle Beast
Titel: No More Hollywood Endings
Label: Nuclear Blast
VÖ: 22/03/2019
Genre: Melodic Rock/Symphonic Metal/Kuschelrock
Bewertung: 2/5

Auch wenn das vorangegangene Album („Bringer Of Pain“) 2017 einige Rohrkrepierer beinhaltete, konnten die Finnen auf der Habenseite jede Menge Hits verbuchen. Die Band schien den Verlust vom bisherigen Songwriter Anton Kabanen erstaunlich gut verkraftet zu haben.

Dieses Jahr sieht es dagegen düster, und in der Tat nach „No More Hollywood Endings“ für BATTLE BEAST aus. Denn nach Beast oder Battle klingt hier gar nichts: Vorbei ist es endgültig mit der ACCEPT/JUDAS PRIEST-Schlagseite der Anfangstage, stattdessen lassen zuckersüße Klebe-Keyboards und abgeschmackte Kleister-Melodien in lichteren Momenten an NIGHTWISH mit Annette Olsen denken, in schlechteren auch schon mal an Helene Fischer.

Am erträglichsten sind der Opener „Unbroken“ und „Raise Your Fists“. Beide hätten auf früheren Alben nicht einmal als Bonusdreck Verwendung gefunden. „Endless Summer“, „I Wish“ oder „The Golden Horde“ dagegen lösen regelrechte Aggressionen und Entsetzen im Fan der bisherigen Alben aus, die er bei Erscheinen der erbärmlichen Single-Auskoppelungen („Eden“ und „No More Hollywood Endings“, inklusive Augenkrebs-Musik-Videos) noch in Hoffnung auf Besseres unterdrücken konnte. Da nützt auch Nooras überragende Stimme nichts mehr, welche im Gegensatz zu früheren Tagen leider nur noch sehnsüchtig schmelzend vor sich hin schmachten darf. Übrig bleibt nichts als industriell solide verarbeitetes Klonfutter für Bravo Hits und Ö3 Hit Radio.

Es ist zu früh für Aprilscherze. Also habe ich wenig Hoffnung, dass Battle Beast demnächst noch mit ihrem echten Album um die Ecke kommen, damit wir alle erleichtert lachen dürfen. Battle Beast werden mit diesem Longplayer mächtig an Boden bei ihren früheren Fans verlieren. Ob der glatt gebügelte Kuschelrock ihnen das offensichtlich anvisierte Radio-Hausfrauen-Publikum ins Netz spült, bleibt äußerst fraglich.

Tracklist

01. Unbroken
02. No More Hollywood Endings
03. Eden
04. Unfairy Tales
05. Endless Summer
06. The Hero

07. Piece Of Me
08. I Wish
09. Raise Your Fists
10. The Golden Horde
11. World On Fire

Besetzung

Noora Louhimo (Vocals)
Joona Björkroth (Guitar)
Juuso Soinio (Guitar)
Eero Sipilä (Bass)
Janne Björkroth (Keyboard)
Pyry Vikky (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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