Battleroar – Codex Epicus

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Band: BattleroaR
Titel: Codex Epicus
Label: Cruz Del Sur Records
VÖ: 15/06/2018
Genre: Epic Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Ich hatte schon aufgehört, auf ein neues Album der 4/5-Griechen zu warten, aber unerwartet und umso epischer ist es jetzt da. Die Violinen-Parts vom superben 2014er Vorgänger „Blood Of Legends“ sind Vergangenheit, während glücklicherweise weiterhin Gerrit Mutz (Sacred Steel) den Gesangsposten innehat – eine Mischung die einfach prima funktioniert.

Mit einem diesmal deutlich kürzeren Intro geht es gleich los mit dem beinahe 8minütigem „We Shall Conquer“, welches sich als sofort zündender Ohrwurm mit herrlichen Gitarrensoli im Mittelteil auszeichnet. Erster Hit.

Sword Of The Flame“ überrascht mit einem Gastauftritt von Mark Shelton (Manilla Road), ein atmosphärischer Brocken Düster-Epik, der spannungsgeladene Stille im Raum erzeugt. Zweiter Hit.

Chronicles Of Might“ ist ein sehr guter Song mit schönen Melodien und heroischem Chorus. Zuerst glaube ich, dass dieser Track  leicht abfällt, werde aber eines Besseren belehrt, als sich das Stück nämlich zum Ende hin gewaltig steigert, und mit einem dramatischen Gitarrenpart erfolgreich die Ziellinie durchbricht. Dritter Hit.

The Doom Of Medusa“ ist ein Storyteller vom Feinsten, in dem kraftvoller Heavy Metal und melancholisch-doomige Anteile eine nahtlose Fusion eingehen. Wer da als Metaller nicht aufwacht, hat Scheiße in den Ohren. Vierter Hit.

Und mit eingespielten Marschgeräuschen geht es in den „Palace Of The Martyrs“. Ein sehr guter Song, der vielleicht noch wächst, aber beim ersten Hören nicht ganz das Niveau der vorangehenden Tracks erreicht.

Kings Of Old“ ist wiederum ein sehr guter Track, scheint mir mit flinken NWOBHM-Anleihen zu spielen, um dann doch wieder getragen und heroisch in der Epik zu verbleiben. Etwa auf Kopfhöhe mit „Palace Of The Martyrs“.

Enchanting Threnody“ ist dann der dramatische Paukenschlag, der als Ohrwurm mit unheilvoller Atmosphäre ein echtes Epic Metal Meisterwerk mehr als würdig beschließt.
(Gut, mit dem Bonussong „Stronghold“ gibt´s sogar noch einmal zusätzlich kräftig auf die Glocke.

Fazit: Fünf grandiose und zwei (bzw drei) sehr gute Nummern, wobei letztere vielleicht sogar noch wachsen – ein Album das nach Dauerrotation geradezu schreit. Jeder der auf heroischen Epic Metal mit großen Melodien steht, sollte hier zugreifen.

Tracklist

01. Awakening the Muse (Intro)
02. We Shall Conquer
03. Sword of the Flame (Vocals Mark Shelton/Manilla Road)
04. Chronicles of Might

05. The Doom of Medusa
06. Palace of the Martyrs
07. Kings of Old
07. Enchanting Threnody
08. Stronghold (CD Bonus Track)

Besetzung

Gerrit Mutz (Vocals)
Kostas Tzortzis (Guitar)
Michael Kontogiorgis (Guitar)
Sverd (Bass)
Greg Vlachos (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.