Band: Bud Tribe
Titel: Eye of the Storm
Label: Jolly Roger Records
VÖ: 2013
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Durch Jolly Roger Records bekommt man in letzter Zeit einen irrsinnig guten Einblick in die alte, italienische Metal Szene. Wenn man bedenkt, dass es Mitte der Neunziger nur die Helloween Klone es geschafft haben von sich Reden zu machen, so ist dieses Label und ihre Bands eine absolute Erfrischung. Es ist mir schon klar, das aus dem Land der Pasta sehr gute Metal Bands kommen, egal aus welchen Sparten. Die Klone und eben Jolly Roger Records betrifft es deutlich mehr die Power bzw. True Metal Szene. Wie auch die Kollegen von Pure Steel Records befinden sich einfach erstklassige Bands aus dem Old School Bereich in ihren Reihen. Beim italienischen Label bleibt man aber vorerst aber national. So habe ich heute die Ehre einen weiteren Happen aus dem Rooster vorstellen zu dürfen, es sind die Burschen von Bud Tribe, welche schon seit 1994 im Underground arbeiten und „Eye of the Storm“ ist das nunmehr dritte Full Length Album. Nun was machen nun die Ombres aus der idyllischen Toskana? Ganz klar von idyllisch sind die Jungs weit entfernt. Vielmehr muss man den Herrschaften einen gehörigen Schuss aus dem NWOBHM Bereich attestieren. Schlecht umgesetzt oder gar 1000-mal durchgekaut? Wohl kaum, denn ihre Mischung klingt wie eine breite Facette aus den Helden der Tage. Ganz vorne dürften wohl die alten Herrschaften von Saxon als Pate für das Album gestanden haben, denn die Rhythmik klingt nicht minder ähnlich. Rein in diesem Fährwasser arbeitet man zwar nicht, dennoch dominiert der altbekannte Sound deutlich. Erfrischen halten die Jungs aus der Toskana hier eine Lehrstunde in Sachen Old School Metal, welcher nicht minder begeisternd für den Kuttenträger schallt. Einziges Manko ist leider der Fronter, welcher etwas das Vergnügen bei einigen Passagen schmälert. Komplett als Rohrkrepierer darf man ihn aber nicht bezeichnen, denn der überwiegende Anteil der Gesänge wird an und für sich sehr gut umgesetzt. Hier heißt es einfach bei diesen Passagen etwas drüber hören und vollends im Reigen des NWOBHM (dieses Mal halt aus Italien). Die Ergänzungen und Komplettierungen kennen bei den Burschen keine Grenzen und so wird auch vor etwas druckvolleren Einfädelungen aus dem sachten Bombastbereich nicht Halt gemacht. Einfach grenz-genial wie man hier die Hommage an die alten Helden a la Iron Maiden, Judas Priest und eben Saxon abhält. Die Mischung macht es auch und die adrette Melange weiß einfach zu begeistern. Man kann sich kaum satt hören an den Tracks, welche vor genial umgesetzten Old School Metal nur so triefen.

Fazit: Herrlicher Output für die Kuttenträgerfraktion aus dem Hause Jolly Roger Records. Bud Tribe haben das Potential hier als Jünger des NWOBHM durchzugehen und werden die Kuttenträger Fraktion ungemein begeistern.

Tracklist:

01. Eye of the Storm
02. Mr. Cypher
03. Dragon’s Lady
04. Fool no More
05. Dead Man Walking
06. Prelude
07. Camelot
08. Voices (in the Night)
09. Metal Show
10. La Luna è già…
11. Rule of the Lightning (bonus)
12. Warrior Creed (bonus)

Besetzung:

Daniele „Bud Ancillotti (voc)
Leonard Milani (guit)
Leo „Bid“ Ancillotti (bass)
Dario Caroli (drums)

Internet:

Bud Tribe Website

Bud Tribe @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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