Band: C.T.P.
Titel: Now & Then
Label: Fastball Music
VÖ: 07.10.16
Genre: Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Christian Tolle aus Leverkusener serviert uns die nunmehr vierte Runde mit seinem Projekt. Kurz als C.T.P. betitelt legt er mit „Now & Then“ dieser Tage nach. Bis dato in unserer Redaktion ein eher unbeschriebenes Blatt offeriert er bereits beim Opener sein Fable. Bonfire dürften hier wohl die Visitenkarte schlechthin sein. Vor allem in der Rhythmik und bei vielen Einlagen sind hier die meisten parallelen. Mit der Verstärkung von renommierten Musikern und Sängern wie beispielsweise John Parr, David Reece (u. a. Accept), Steve Lukather (u. a. Toto), Doug Aldrich (u. a. Whitesnake) und Chuck Wright (u. a. Quiet Riot) hat man sich eher von einer astreinen Band verabschiedet und das Ganze hat eher den Anschein eines Mitwirkungsprojekts. Die Stücke an sich sind gut harmonisierend und dementsprechend merkt man auch von den Gastbeiträgen eher nur hauchzart etwas. Bedeutet, das Album klingt nicht wie eine Ansammlung, sondern wie ein eben legales Bandalbum.

Der klassische Rockmoment ist definitiv nach oben gekurbelt worden. Nicht unbedingt demgemäß überzeugend, wie es Bonfire und Konsorten bis dato gemacht haben, aber ansonsten nicht die untere Schublade. Der Mastermind lebt seinen Fable für klare Rockmomente aus und damit kann er absolut für Aufsehen sorgen. Vielleicht wären hier und da annähernd rauere, wie ebenso groovigere Einlagen wesentlich besser gewesen, dessen ungeachtet im Nachhinein kann man ja immer meckern 😉

Fakt ist, die Rhythmik und guten Tempowechsel gehen locker ins Gehör. Einige außerordentlich Hymnen verzierte Songs (Bsp. Magic Pudding) schaffen einen zusätzlichen Mitsingfaktor, bei welchem man dazu gekonnt mit wippen kann.

Der Genrefreunde wird gewiss niemals enttäuscht, denn die Songs an sich bieten genau jenes Kraftfutter, mit welchem der Klassik Rockfreund sich schon zum Aufstehen als Tagesration beschallt. Ab der Hälfte des Albums kommen sogar eine Handvoll AOR Einlagen zum Vorschein, dadurch wirken bündig viele Fragmente noch klarer und polierter. Genau hier muss man gerade ein Auslangen haben, sonst klingt das gerade zu geschliffen.

Durchgängig wären ein paar Power agierende Tracks wesentlich besser angebracht gewesen, erfahrungsgemäß sind die einfühlsamen Nummern einfach zu Easy Listening und plätschern zusehends. Somit ist dem guten Christian jetzt nicht der Rockkracher geglückt, trotzdem ein durchaus ansehnliches Rockalbum geglückt. Den klassischen Mischfreund aus Hard Rock und AOR wird dies allerdings gefallen, wer es einigermaßen zahniger braucht, natürlich der muss sich was anderes suchen.

Fazit: Passables Album im Bereich zwischen Hard Rock und AOR. Sicherlich nicht der Geniestreich, jedoch mit sehr guten Ansätzen.

Tracklist:

01. Dumped (feat. Michael Voss)
02. Magic Pudding (feat. John Cuijpers)
03. The Real Thing (feat. John Parr)
04. Taking A Risk (feat. Rick Riso)
05. Changed (feat. Philip Bardowell)
06. The Price Of Love (feat. David Reece)
07. Hard To Find (feat. Michael Voss)
08. Back To The Moon (feat. John Parr)
09. On And On (feat. Rick Riso)
10. One Night Alone (feat. Philip Bardowell)
11. Enemy (feat. John Cuijpers)
12. 87 99
13. Changed (Alt. Solo Version; Bonustrack)

Besetzung:

Christian Tolle

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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