Band: Cage
Titel: Ancient Evil
Label: Sweden Music Group
VÖ: 2015
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Vier Jahre sind vergangen seit dem letzten, unbescheiden betitelten Lebenszeichen “Supremacy Of Steel” der US Power Metaller Cage. Unproduktiv war Sean “Ich hau Blaze Bailey 2004 mal eine runter” Peck in der Zwischenzeit sicher nicht: Denn zusätzlich zum neuen Konzeptalbum  aus dem Hause Cage kann sich der interessierte Die Hard-Fan die Geschichte zu “Ancient Evil” gleich noch als Buch und Hörbuch reinpfeifen (vom Meister persönlich geschrieben beziehungsweise eingesprochen).
Apropos Blaze Bailey: Der Ex-Iron Maiden – Frontmann und glückliche Empfänger eines Sean Peck-Fausthiebs ließ es sich nicht nehmen, in den Hörspiel-Interludes dem Hauptcharakter Elliot Worthington seine Stimme zu leihen. Diese kommen atmosphärisch rüber und lockern zwischendurch auf angenehm-kultige Art das Hörerlebnis.

Die Musik selbst hat sich im Lager Cage nicht großartig verändert: Eigenständiger US Power Metal im Painkiller-Härtegrad mit ein wenig King Diamond – Anleihen garniert. Diesem Rezept getreu bolzen Cage mit Speed, dichtem Riffing und Pecks mächtigen hohen Schreien bewaffnet ohne viel Verschnaufpausen auf hohem Niveau durch die Botanik. Dabei ist für mich gerade der verhätnismäßig gemütliche Abschlussong im eher klassichen Heavy-Stil “Tomorrow Never Came” der herausragendste Kracher des ganzen Albums. Da kommt richtig fettes Feeling auf – wenn das Album nur mehr solcher Nummern zu bieten hätte. Überwiegend Haudrauf über fast 80 Minuten wirkt in diesem Fall etwas ermüdend und will eigentlich auch nicht so recht zu einem Horror-Konzept-Album passen. Schade ist es irgendwie auch, dass Sean Peck nicht öfter andere Facetten seiner Stimme zeigt – auch wenn die Power hinter den allgegenwärtigen hohen Stimmlagen natürlich Respekt abverlangt.

Fazit: Ein Album, das am besten funktioniert, wenn man sich in die Geschichte hineinversetzen lässt, so als würde man einer King Diamond – Scheibe lauschen. Ich vermisse tempo- und stimmungsmäßig die Abwechslung. Das Album ist jedoch ein Grower, der einem mit jedem Durchlauf mehr ans Herz wächst und nach langem Zaudern von mir trotz der aufgezählten Macken 4 Punkte bekommt.

Tracklist:

01. There Were Others (Intro)
02. Ancient Evil
03. Behind The Walls Of Newgate
04. The Procedure
05. The Appetite
06. Cassandra
07. Blinded By Rage
08. Tell Me Everything (Interlude)
09. The Expedition
10. Beholder
11. I Have Awakened (Interlude)
12. Across The Sea Of Madness
13. To Save Love
14. Christ Protect Me (Interlude)
15. Sinister Six
16. Symphony Of Sin
17. The Antidote
18. Tomorrow Never Came
19. It Can’t Be (Outro)

Besetzung:

Sean „The Hell Destroyer“ Peck (Vocals)
Dave „Conan“ Garcia (Guitar)
Alex „The Captain“ Pickard (Bass)
Casey „The Sentinel“ Trask (Guitar)
Sean „The Thrash Machine“ Elg (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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