Band: Centurion
Titel: Serve No One
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Death Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Es rappelt wieder im Polenland. Death Metal der blasphemischen Art wird schon seit 1998 von den Jungs rund um die Band Centurion praktiziert. Aufgrund ihres Gründungsjahres darf man die Formation zu den Wegbereitern des polnischen Metal‘s zählen. Der Ruhm wie er beispielsweise Behemoth und Vader zuteilwurde blieb aber ihnen bis dato verwehrt. Da fragt man sich schon weshalb und warum gelingt es solchen Bands nicht an die Glanztaten und Erfolge ihrer Landsmänner anzuschließen.

Brutalität scheint bei den Polen ganz oben an der Tagesordnung zu stehen. Genau deshalb verprügelt man uns auch mit einer Eigenheit aus der es kein Entrinnen gibt. Die teils sehr blasphemischen Allüren wurden musikalisch nur leicht umgesetzt und so klingt das Ganze auf dem Silberling sehr schroff und angeschnitten. Man pfeift auf eine glatte Produktion, welches aber ein kleines Manko ist. Vor allem im Drummingbereich hätte man dadurch vielmehr raus holen können. So schlittert man mit einer speedigen Kraft dahin und verprügelt alles im sehr straighten Spiel. Die Techniken sind sehr Old School lastig orientiert eingesetzt worden und so erinnert man nicht unbegründet etwas an den amerikanischen Sektor. Freuen der Frühwerke von Cannibal Corpse dürften hierbei besonders Gefallen an dem Material finden. Durch die Bank wird nämlich eine ähnliche Schlagkraft geboten und man massakriert alles was sich in den Weg stellt. Die oftmals sehr soliden Läufe der Rhythmik vermischt man mit kurzen Soliattacken, die für meinen Teil zu abrupt rein und raus laufen. Im Grundbereich macht man aber ein gutes Erscheinungsbild und bietet besten Kraftstahl für die Nackenmuskulatur. Mit konsequentem Gemetzel und einer reichlichen Anzahl an Breaks wird der volle Dampfhammer der Brutal Death Metal Maschinerie aufgefahren und amtlich gurgelt der Frontmann kräftig zu dem Atemabschnürenden Beats dazu. Allessamt eine gute Pressform in die man sich selbst reinsteckt. Die packende Vollbedienung also? Ja genau und nichts anderes wird auf diesem Album geboten. Somit wird kompromisslos geprügelt was das Zeug hergibt. Wem also findige Technikeinlagen ein Greul sind, der ist hier genau an der Richtigen Baustelle angelangt. Für Technikfetischisten ist somit das Album absolut nicht geschaffen.

Fazit: An sich gutes Death Metal Machwerk der brutalen Art. Knackige Parts und Bretterpassagen geben hier den dominanten Ton an. Auch mangelt es den Jungs zu keinem Zeitpunkt uns die schlichter gestalteten Songs annehmlich rüber zu bringen. Einziges Manko ist die Produktion, vor allem hätte man somit dem Schlagwerker sicherlich einiges gut tun können, aber auch im gesamten gesehen würde man deutlich wuchtiger klingen.

Tracklist:

01. Total Terror
02. Ego Ultimus
03. Sacrilege
04. Gateways To Condemnation
05. Cut The Throat
06. Desecration Of The Holy Kingdom
07. Thy Portal
08. Under The Black Banner
09. Ritual Massmurder
10. No One To Serve

Besetzung:

Caesar (voc)
AD Gore (guit)
Bigos (guit)
Demon (drums)
Blacha (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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