Band: Charly Sahona
Titel: Naked Thoughts From A Silent Chaos
Label: Lion Music
VÖ: 2010
Genre: Progressive Rock/Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Der französische Gitarrist Charly Sahona konnte in der Vergangenheit vor allem durch sein technisches Spiel in der Progressive Metal Szene für Lob und Anerkennung sorgen. Nach seiner Mitarbeit bei Venturia steht der Axtschwinger nun mit seinem Soloprojekt auf der Matte. Selbiges trägt, wie sollte es auch anders sein seinen Namen. Gemeinsam mit Diego Rapacchietti (drums) und Thomas James-Potrel (bass) wurde „Naked Thoughts From A Silent Chaos“ aus der Taufe gehoben und wird am 19.02.2010 via Lions Music für alle Fans von weitläufigen Melodien zu haben sein.

Recht erdig rockt man gleich zu Beginn die Bude mit „Relieve“, auch ein gewisser grooviger Faktor kommt hier zum Tragen und dadurch verschafft man dem Stück gleich ein gewisses Quantum an shakigen Allüren. Doch auch die Zusätze die man gekonnt einwirft wissen zu gefallen und so verbindet man mit vielen Wegweisern auch in Richtung klassischer bzw. symphonischer Rock. Obwohl, der groovig – erdige Grundthymus bestimmt hier den Verlauf fast durchgehend.

Noch um Ecken moderner und experimenteller wird uns nun „Raise the Shadow“ als Weiterführung vorgesetzt. Die erdige Schiene hat man weiterhin beibehalten und dieses Grundmodul mit dem man hier erneut ein Angriff auf die Gehörgänge wagt wird mit vielen Experimenten und progressiven Verzerrungen versetzt. Sehr farbenbuntes Soundmuster was man hier geschaffen hat und das besondere etwas sind dann noch viele Melodiesolis die man als Draufgabe bietet.

Auch das darauf folgende „Away From Our Sins“ ist ein weiter Schritt in Richtung experimentelle Rockmusik. Mit mehr Tempo wird hier glanzvoll aufgegeigt und das wirkt sehr Kraftvoll, auch wenn man immer wieder sehr stark abbremst und kurzerhand auf sanfteren Pfaden wandelt, man findet immer wieder vom Ausgangspunkt zurück, von dem aus man gestartet ist. Recht Abwechslungsreiche Rhythmik die man uns hier bietet und das steigert das Hörvergnügen ungemein.

Zwar wurde die Geschwindigkeit bei „Forgotten Past“ merklich gedrosselt, dafür dröhnt der Song aber weites gehend stampfender und auch durch die tiefer getrimmten Vibes klingt alles um Ecken kantiger und schroffer und steigert natürlich den Härteanteil. Kleinere Nuancen von progressiven Elementen komplettieren nun den Track und machen ihn etwas mehr zu einer Genussnummer zu der man aber auch locker abgehen kann, soviel ist gewiss.

Nahtlos knüpft man sehr rockig, im erdigen Bereich mit „River of Lies“ an. Dem schroffen Grundsound verhilft man auch hier zu einer dominanten Erscheinung und dennoch wagt man es leichte Brisen von sanfter und Synthy lastiger Musik einen Spielraum zu schaffen. Diese Beisteuerungen geben sich sehr gut und ausgewogen die Hand und weiterhin baut man auf interessante Breaks und Licks die es hier zu Hauf gibt, auch wenn man bis zur Mitte einen sehr breitentauglichen Soundklang gefunden hat.

Sehr ruhig und beschaulich wird es das erste Mal mit „Living In A Dream Is Not Right“ und von Beginn an werden eher balladeske Gewässer angesteuert, doch auch hier lässt man nicht von vielen Soundverzerrungen die man aber nur hauchdünn über die gefühlvollen Klänge drüber streut. Somit kann man hier sich bedenkenlos zurück lehnen und den fantasievollen Tönen lauschen.

Deutlich experimenteller und progressiver wird es nun mit „It Will Fly Away“. Auch vielerlei vielschichtige Soundklänge hat man hier parat, die man eher in der Gothic Rock Ecke findet. Diese fusionieren aber sehr gut mit dem neoklassischen Grundmaterial der Truppe. Die Geschwindigkeit übersteigt auch hier nicht wirklich gefühlvolleres Tempo und dabei werden oftmals kleinere bombastische Schübe hinzu geworfen. Auch hier schafft man eher einen Song zu Tage der eher für Genießer ist.
Das abschließende „All That Can’t Be Said“ ist nun etwas solider ausgefallen. Was aber nicht heißen will, dass man auch hier fleißig Hand anlegt, um mit vielerlei Soundkunst interessante Parts zu kreieren. Diese sind allerdings etwas dezenter eingesetzt worden als man es bis dato gemacht hat. Somit steigert man etwas mehr das shakige Feeling und dadurch wird man aufgerufen sich in Tanzposition zu begeben.

Fazit: Sehr breit gefächertes Klangbild was uns hier geboten wird. Eher eine Genießer Scheibe würde ich sagen. Diese werden aber nach Strich und Faden verwöhnt und man kredenzt zum reichhaltigen Menü bestens durchdachte Linien, die man mit vielen Farbtupfern erweitert.

Tracklist:

01. Relieved 4:48
02. Raise the Shadow 3:50
03. Away From Our Sins 5:15
04. Forgotten Past 4:32
05. River of Lies 5:17
06. Living In A Dream Is Not Right 5:03
07. It Will Fly Away 4:42
08. All That Can’t Be Said 5:38

Besetzung:

Charly Sahona (guit, keys & voc)
Diego Rapacchietti (drums)
Thomas James-Potrel (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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