Band: Cherries on a Blacklist
Titel: Lakafigo
Label: Greyham Records
VÖ: 2012
Genre: Stoner/Alternative/Psychedelic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

So manches haben wir über Griechenland und Deutschland in der jüngsten Vergangenheit gehört. Leider halt immer wieder mit Maße nur Weltpolitisch. Dennoch habe ich heute mal was anderes für euch. Die Truppe um die es geht nennt sich Cherries on a Blacklist und ist nun in Deutschland positioniert. Gegründet wurde sie von drei ausgewanderten Griechen und einem Mexikaner, somit sehr Multikulti und dies spiegelt sich in den Songs wieder. Nun beweist man, dass man abseits vom weltpolitischen Geschehen weit mehr für Frieden und Harmonie sorgen kann. Dafür ist ja Musik seit eh und je schon bekannt. Das Material rein in die alternative Ecke zu dränge, wie ich es schon bei einigen Reviews von Kollegen gelesen habe wäre schlicht weg zu einfach. Vielmehr tummeln sich am musikalischen Schauplatz mehrere Fragmente. So gesellen sich schlagkräftige Punk Argumente genauso dazu, wie auch leichte Nuancen aus dem New Metal Bereich. Dies zu harmonisieren gestaltet sich etwas schwieriger wurde aber von der Mannschaft sehr gut vollendet. Auch die steifen Schlagseiten mit deutlich handsamerem Alternative Sound zu verbinden kann man als mehr als nur gelungen bestätigen. Somit eigentlich Ohrenfutter für die soliden Säue oder? Nein keineswegs, denn zick komplexere Breitseiten fächern alles sehr gemischt und aufgelockert auf. Durchaus darf man sogar von einer bereiteren Messerspitze aus dem progressiven Sound sprechen. Besonders genussvoll nimmt meine Wenigkeit auch die harschen Groove Gangarten auf, welche das Hörmaterial sehr adrett und satter klingen lässt. Rhythmisch durchpflügt man ordentlich den Musikgarten. Nichts bleibt schlussendlich auf demselben Stein. Von besonders fetzigen Tracks, geht es hinüber in shakige Groove Gestade und wird dann immer wieder durch funkigere Stücke aufgelockert. Besonders bei diesen erinnert man mich ganz leicht an die frühen Tage von Red Hot Chilli Peppers oder gar Pearl Jam. Dennoch eine Parallele zu attestieren, dem verweigere ich mich, denn die Truppe überzeugt mit viel eigenständiger Kraft und guten Soundansätzen bzw. die ruckartigen Wechsel sind einfach unglaublich wohltuend für das Gehör. Sicher nicht unbedingt für jeden Metal/Rock Fan geschaffen, aber all jene die oftmals Abwechslung brauchen kann man diese Scheiblette durchaus empfehlen. Somit viel Abwechslung und dennoch nicht überfordern bzw. den Bogen überspannend. Für den Freund bzw. Freundin des Stoner, Punk und Alternative Rock/Metals ist viel dabei und zu keinem Zeitpunkt kommt man zu kurz geraten daher. Mit den progressiven Sounds muss man sich allerdings erst zu Recht finden, dies dürfte für viele eher ein schwierigeres Problem sein. Wem dies aber auch nichts ausmacht nur zugegriffen, es lohnt sich, denn die Truppe versteht es Grenzübergreifend zu agieren.

Fazit: Sehr gelungenes Machwerk das man einer breiten Masse empfehlen kann. Viel für das hartersparte Geld wird dabei preisgegeben. Nichts für den Old Schooler aber durchaus für den Freund moderner Abwechslung sehr empfehlenswert. Hut ab für meinen Teil weiß das Material sehr gut die warme Luft draußen aufwirbeln zu lassen und für Abkühlung zu sorgen. Sommerkracher 2012? Durchaus im Bereich des Möglichen!!!!

Tracklist:

01. Somewhere in between
02. Refuse
03. Chemicals
04. Lucky Nr. 2
05. Siren Song
06. MYAA ETA MIEEP
07. Goat in the yard
08. Vision
09. Astoria Nights
10. Talking to Jesus
11. Monkey
12. Tendré que esperar
13. India, me, Ennio, Peru

Besetzung:

Andreas (guit & voc)
George (guit & voc)
Malapert (drums & voc)
Gonzo (bass)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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