CHRIS BAY – Chasing The Sun

Band: CHRIS BAY
Titel: Chasing The Sun
Label: Steamhammer/SPV
VÖ: 23.02.18
Genre: Melodic Rock/Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Chris-Bay-Chasing-The-Sun-album-artworkDas Solo Album eines der wohl sympathischsten Musiker die ich je Kennenlernen durfte erblickt das Licht der Welt. Niemand geringeres als Freedom Call Mastermind Chris Bay legt mit „Chasing The Sun“ das erste Soloalbum vor. Die Zwickmühle beziehungsweise die Krux ist da schon begraben und das dürfte selbst dem guten Chris klar gewesen sein. Als doch langjährige Goldkehle und dem Vorzeigeobjekt schlechthin bei Freedom Call wird es schwierig sein abseits seiner Haupttruppe zu agieren. Musikalisch gesehen war es da nur rückschlüssig ein blind zu verfolgende Sache, dass vieles nach der Hauptband von Mr. Bay klingen würde. Tut es, zumindest wenn der erste Track erschallt kommt dies sofort und ohne Umschweife zur Geltung.

Erinnert wird man durchwegs, was das Konzept betrifft an die ersten Gehversuche von Freedom Call mit „Stairway to Fairyland“ bloß eben mit weniger Bombast. Im Kontrast dazu kommen lockere Melodic Rock Elemente zum Vorschein, welche mal mehr, mal stärker mit 80er Pop Elemente gespickt wurden. Wer mit so etwas gar nichts anfangen kann, der sollte lieber bei der Hauptband von Chris Bay bleiben. Jene, welche in dieser Zeit aufgewachsen sind und gerne ihre Jugend mit Metal/Rock Fragmenten erneut aufleben lassen wollen, seien mit diesem Album durchaus gut beraten.

Zwar kommen hier und da kleinere Pop Fragmente zum Vorschein, dennoch klingt nichts ausgeleiert oder zu arg Mainstream lastig. Unvermeidliche muss das Album als AOR meets Metal Version geschehen werden. Alle Sensibilitäten, welche bei Freedom Call weniger verwendet wurden kommen hierbei zum Vorschein und somit hat dieser Solo Silberling definitiv seine Daseinsberechtigung! Bands und Musiker wie INXS, Spandau Ballet, Simple Minds, Ultravox oder Saga kommen im neuen Soundlkleid von Chris Bay’s Solo Album superb zur Geltung. Der grenzgeniale Gesang von Chris muss hierbei sowieso nicht erwähnt werden. Dieser ist bekannt und kommt bei dieser Hommage der 80er Pop und Rock Ära wunderbar zur Geltung.

Die bezaubernde Präsenz in allen Facetten und Musikgestaden wurden zu einem prächtigen Mittelpunkt des Fusionsuniversums geschaffen. Hymnisch, preschend und gefühlvolle werden hierbei alle Register gezogen und da giert der werte 80er Musikfan nach immer mehr.

Die Aufgeschlosseneren unter euch werden es bereits wissen beziehungsweise akzeptieren, dass Popmusik vor allem die der 80er Jahre einen großen Einfluss auf einige Metal-Musiker der Melodic und Power Metal gehabt haben. Diese Verwertung kann nun jeder sehen wie er will, die Tellerrandgucker werden Gefallen daran finden. Der Rest? Nun, aufs nächste Freedom Call Album warten!

Fazit: Chris Bay zieht mit seinem Solo Album ein tolles Musikregister in Sachen Melodic Rock/Metal und 80er Pop metallisierten Versionen. Finde hierbei nichts Schlechtes, da sich der geneigte Hörer das Konzept locker einverleiben kann, ohne dass es zu Mainstream und Kitschgekleistert aus den Boxen kommt.

Tracklist:

01. Flying Hearts 3:17
02. Light My Fire 3:42
03. Move On 4:07
04. Radio Starlight 3:50
05. Silent Cry 3:56
06. Hollywood Dancer 3:20
07. Keep Waiting 3:46
08. Misty Rain 3:59
09. Where Waters Flow In Heaven 4:20
10. Bad Boyz 3:20
11. Love Will Never Lie 3:52

Besetzung:

Chris Bay (voc & all instruments)
Ramy Ali (drums)
Sonja Höllering (guest voc)

Internet:

CHRIS BAY @ Facebook

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close