Band: Consortium Project
Titel: Criminals & Kings
Label: Lion Music
VÖ: 2011
Genre: Progressive/Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Ian Parry is back. Der Elegy Sänger bringt aufgrund des Stopps seiner Band ein neues Album raus. Gut, bei genauerer Betrachtung stellt man sogleich fest, so neu ist das Teil eigentlich gar nicht mehr. Bereits 1999 wurde „1: Criminals & Kings“ unter dem Deckmantel Ian Parry Consortium Project veröffentlicht. Nach gut 12 Jahren steht das Album im November noch einmal unter neuem Namen in den Plattenladenregalen. Das Ian Parry ist verschwunden, beim Namen nicht beim Gesang, denn weiterhin zieht der Mastermind hinter seinem Projekt alle Fäden und Strippen.

Progressive leicht modern angehauchter Power Metal steht dabei erneut im Vordergrund. Durchaus wird man mit stimmigen Synthy Linien vorstellig und die gehen gut in den Gehörgang rein. Klassisches Riff Geballer ist dabei ebenfalls dabei, wie auch sehr weitläufige Melodien. Demnach dürfen genau bei solchen Truppen und deren Alben Hymnen nicht fehlen. Keine Angst auch diese Ingredienz wurde bedacht eingesetzt und selbige Parts, als auch stärker prägnant eingestanzte Tracks kommen sehr wuchtig rüber. Allen voran überzeugt der Frontmann mit seinem mächtigen Gesang. Wie schon bei Elegy verzaubert er die Hörerschaft auch bei seinem eigenen Projekt und das verleiht den Stücken die ganz besondere Note. Besonderen Anreiz verleiht man den Stücken immer wieder durch die scharfen Ecken und Kanten. Dies ist ein krönender Beweis dafür, dass nicht immer alles so glatt poliert und abgelutscht klingen muss. Obwohl ja das Material an sich schon einige Jahre auf den Buckel hat, klingt es aber up to Date und dafür kann man der Mannschaft nur gratulieren.

Getreu dem Power-Metal-Ethos gibt es also genügend träumerische Linien und amtlich – verbissene Beats, die man mit sehr wechselhaftem Händchen zum Einsatz bringt. Somit ergibt sich auch von der Aneinanderreihung der Stücke eine sehr ausgewogene Mischung und die daraus resultierende Abwechslung lässt keine Zweifel offen, diese Power Metal Mannschaft hat ein Potential das leider immer mehr zu schwinden scheint. Wie schon erwähnt werden gekonnt raue Ecken und Kanten als Vollendung präsentiert, doch auch satter Orchestral Linien sind großherzig eingebunden worden und die daraus resultierende Soundwucht weißt ordentlich zu beeindrucken. Die sehr eingängigen Gesangslinien verstärkt man oftmals mit gekonnten Ergänzungen aus dem Chorbereich und damit wird das Bündel vollgemacht.

Der phantasievoll gestaltete Progressive Synthy Power Metal mag vielleicht jetzt nicht visionär sein, aber das Material auf dem Silberling besitzt genügend Kraft um aus der üblichen Kitschmasse hervorzustechen. Wer somit das Album aus dem Jahr 1999 nicht hat und auf den alltäglichen Power Metal Guss der ja nicht unbegründet an Elegy erinnert nicht verzichten will, dem kann man diese Scheiblette als sogenannten Re-Release nur empfehlen. Auch die beiden Bonus Tracks sollen dabei nicht unerwähnt bleiben. Gut das Acoustic Instrumental will ich hierbei weniger erwähnen, denn dabei schlafen einem die Füße und alles andere ein. Dennoch und das möchte ich mit Nachdruck hier anmerken ist der zweite Bonustrack „Evilworld“ eine Perle schlechthin. Somit glänzt der Track an allen Ecken und Enden, weiters hat man auch durch den Gastauftritt des Riesenholländers Arjen Lucassen ein ganz besonderes Hörschmankerl parat.

Fazit: Definitiv nicht der Renner 2011 aber der Re-Release strotzt vor Kraft und man setzt sich gegenüber anderen Kollegen im vorderen Drittel locker durch. Für Freunde des Genres eine Überlegung wert sich das Teil zu sichern, sofern der geneigte Fan des Frontmannes es nicht schon hat.

Tracklist:

01. House of Cards 4:16
02. Banquet for Thieves 5:34
03. Evilworld 3:41
04. Garden of Eden 4:18
05. The Entity (Instrumental) 2:41
06. Change Breeds Contempt 4:15
07. A Miracle Is All We Need 4:47
08. The Snake 3:20
09. Criminals & Kings 4:10
10. Chain Of Fear 5:21
11. Pandora’s Box 3:56
12. A Miracle Is All We Need (bonus acoustic version) 5:03
13. Evilworld (bonus demo version) 3:52

Besetzung:

Ian Parry (voc, keys & synth)
Stephan Lill (guit)
Patrick Rondat (guit)
Thomas Youngblood (guit)
Jan Bijlsma (bass)
Dirk Bruinenberg (drums)

Internet:

Consortium Project Website

Consortium Project @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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