Band: Coram Lethe
Titel: Heterodox
Label: Buil2Kill Records
VÖ: 2012
Genre: Technical Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Na aber hallo 13 Jahre im Business und bis dato noch nie was gehört. Fragt man sich schon warum die italienischen Truppen immer sehr, bis auf ein paar Ausnahmen stiefmütterlich behandelt werden. O.K. die Flut der Helloween Klone war mir schon klar das man da eher vorsichtig war. Warum aber viele qualitativ hochwertigen Bands darunter leiden mussten war auf der anderen Seite mir dann ein Rätsel. Vom Chance geben ganz zu schweigen. Melodic Black/Death/Thrash der etwas anderen Art wird von der Formation aus Florenz geboten. Warum der etwas anderen Art, na ganz klar weil die Rabauken hier vom Land der Pasta eine Variation abliefern welche nicht farbenprächtiger klingen könnte. Alleine schon der erste, einleitende Track besitz so viel Mystik das man es kaum fassen kann. Brachiale Schläge liefern sich hierbei ein Dauergefecht mit sehr adretten Klängen. Einfach unglaublich und so hochwertig wohltuend das man gierig vorm Player lauscht. Besonderer Anreiz, vor allem für mich, ist dieser orientalische Beigeschmack, welchen ich ja schon bei Orphaned Land immer geliebt habe. Dass die Italiener mit den Israelis nicht wirklich viel gemeinsam haben ist klar, dennoch sind eben diese ähnelnden Techniken ein Garant für eine spannende Lauschstunde. Variabel gibt man sich durch den ganzen Output hindurch. Mal ist man mehr an den Black Metal angesiedelt, mal geht es weit mehr in den Death/Thrash Bereich. Hierbei zeigen auch der Frontmann bzw. beide Shouter dass sie einiges für die Härtegemeinde drauf haben. Somit gesellen sich zu den urtypischen Growls, Black bzw. Thrash artige Shouts dazu und das in einer sehr schnell wechselnden Feuertechnik. Dass man dabei dem Hörer ordentlich einheizt versteht sich von selbst. Das man dabei etwas vor den Kopf gestoßen wird die Jungs in eine Schublade zu pressen steht außer Frage. Wird wohl auch so von der Mannschaft gewollt sein. Vielschicht, sehr abwechslungsreich und dennoch nicht überladen. Sprich den Linien kann man sogleich immer folgen und man bietet einfach ein farbenprächtiges Feld das sich einfach vollends im Gehörgang entfaltet. Mit weitausufernden Angelhaken werden etliche Ufer aufgesucht und man setzt sich zu keinem Zeitpunkt richtig fest. Meiner Meinung nach sind die Burschen seit eh und je unterbewertet hinter ihnen und ihrem Material steht einfach so viel das es einfach gilt aufgesogen zu werden. Potential und technische Vielfalt ist genügend vorhanden und auch die Zusammenführung klappt bei jedem Track bestens. Somit ein Gustohappen für Death und Black Metaller, die amtlichen Thrash Freaks müssen schon mit den beiden anderen Genre was anfangen können, ansonsten wird das Ganze zu starker Tobak.

Fazit: Für meinen Teil einfach grenzgenial was die Italiener hier auf den Silberling gepackt haben. Farbenvielfalt und technisches Verständnis wurden leichter nachvollziehbar superb umgesetzt und so kann man sich in die düsteren Katakomben gerne mit dieser Truppe entführen lassen.

Tracklist:

01. Hypnomagik
02. The stench of extinction
03. Where the worms crawl
04. Bare
05. The anticompromise
06. Light in disguise
07. Waxed seal
08. Monolith radiant

Besetzung:

Francesco Miatto (drums)
Leonardo Fusi (guit)
Filippo Occhipinti (guit)
Federico Stiaccini (bass)
Gabriele Diana (voc)

Internet:

Coram Lethe Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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