Cryonic Temple – Deliverance

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Band: Cryonic Temple
Titel: Deliverance
Label: Scarlet Records
VÖ: 20/07/2018
Genre: Melodic/Power Metal
Bewertung: 4/5

Wenn man das Erstlingswerk „Chapter I“ mit seinem herrlichen Drachen-und-Ritter-True-Metal anhört, ist „Deliverance“ schon ein etwas anderes Subgenre. Da ist es verständlich, dass sich Fans der frühen Stunde teilweise enttäuscht vom aktuellen Output zeigen: Denn 2018 gibt es von der Band melodischen Power Metal, der stets hart an der Grenze zur Klebrigkeit wandert, was vor allem an dem allzu dominanten Keyboard-Teppichen liegt, wohingegen die Gitarrenfraktion eher unspektakulär agiert. Die Songs an und für sich sind dabei allerdings sehr gutes Material, so geht mir „Rise Eternally Beyond“ (trotz klebrigem Feeling), „Deliverance“ (eine Prise Priest geht immer) und „Loneliest Man In Space“ (superber Pathos, der das Radio erobern könnte) oder „Temple Of Cryonics“ nicht so schnell aus dem Kopf.

Das Album ist ein einziger Kampf: Song für Song liefern sich das eigentlich sehr gute bis ausgezeichnete Songwriting und das Keyboard-schwülstige Soundgerüst einen Kampf. Es scheint fast, die Band will es sich selbst unnötig schwer machen. Zuletzt neigt sich die Waagschale dank der lebendigen Gesangsdarbietung trotzdem meist zugunsten der Band. Trotzdem schade, dass unnötiger Tastenballast ein sehr gutes Album etwas nach unten drosselt.

Fazit: Geile Scheibe, die aber wegen eines unglücklichen Sound-Arrangements bei einigen Fans trotz sehr guter Songs abkacken wird

Tracklist

01. Intro: The Morning After The Longest Day
02. Rise Eternally Beyond
03. Through The Storm
04. Knights Of The Sky
05. Deliverance
06. Loneliest Man In Space
07. Pleasure And Pain

08. Temple Of Cryonics
09. Starchild
10. End Of Days
11. Swansong Of The Last Emperor
12. Under Attack
13. Blood And Shame
14. Insomnia (Digipack Bonus Track)

Besetzung

Roland Westbom (Bass)
Markus Grundström (Guitars)
Mattias Lilja (Vocals, Keys)
Esa Ahonen (Guitars)
Micke Dahlkvist (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.