Crystal Viper – Legends (CD Review)

Band: Crystal Viper
Titel: Legends
Label: AFM Records
VÖ: 2010
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Freunde des teutonischen – melodischen Power Metal Crystal Viper sind wieder da. Nicht das sie jemals länger weg waren, dennoch setzt die polnische Heavy Metal Landschaft zum nächsten Streich an. Während vieler der Legende Running Wild immer noch nachtrauern und sich eine Reunion erhoffen, schießen qualitativ hochwertige Erben wie die Pilze aus der Erde. Doch beim Album „Legends“ erinnert man den Fan nicht nur an alte Glanztaten, nein auch ein White Skull (zu Frederika Sister Bone Zeiten) Einfluss kommt dem Ganzen zu gute. Nun gut man mag zwar das Genre jetzt nicht neu erfinden, allerdings überzeugt man auf diesem Album mit viel spielfreudigen, erfrischenden Krachern für den Kuttenträger.

Das Sprachintro „The Truth“ macht den Anfang und führt uns amtlich in eine neue Saga in Sachen teutonischen – melodischen Power Metal Saga ein.

Hymnisch wird zwar der erste reguläre Track „The Ghost Ship“ angestimmt. Doch schon prescht man mit viel Wind im Rücken dahin. Stet achtet man auf ein gutes Maß an traditionellen Soundfragmenten und setzt diesen Stapel mit erfrischenden Soundklängen in Brand. Sofort macht man sich auf um unsere Nackenmuskulatur zu strapazieren. Mit einer unbeschwerten Lockerheit kann man zu einer tollen Abgehrunde einladen der man nur zu gern folgt. Auch stachelt der gewählte Rhythmus dazu ungemein an.

Vom Mischkonzept sehr ähnlich rattert nun „Blood Of The Heroes“ daher. Allerdings baut man dieses Mal auf einen sehr galoppierenden Sound. Auch behält man es sich vor deutlich zackiger durch die Power Metal Landschaft zu schlittern. Die bereits beim Opener verwendeten Elemente sind zwar ebenfalls dabei, dienen allerdings lediglich immer wieder als Abrundung des Ganzen.

Um Ecken melodischer, als auch hymnischer wird nun mit „Greed Is Blind“ weiter gemacht. Das Tempo wurde merklich gedrosselt. Dennoch segelt man im eher flotteren Midtempogewässer, mit aufbäumenden Wellen dahin. Sicher etwas ruhiger, dennoch vermag man durch den Klang weiterhin für viel Freude und Mitmachthematik zu sorgen. Auch ist der Gesang des Frontfräuleins sehr gut. Während viele Kolleginnen an der Gesangsarbeit und Eigenständigkeit scheitern, besticht Marta durch einen sehr gezielt ausgerichteten, erdigen Gesang. Doch auch in höheren Tonlagen stellt sie ihren Mann bzw. Frau und überzeugt mit kräftigen Shouts.

Richtig ruhig, mit klassischem Klavierspiel präsentieren uns die Polen den Eingang des Nachleger „Sydonia Bork“. Besinnliche Klänge, mit sehr traurigem Beigeschmack werden uns dabei geliefert und klingen auch weiterhin sehr traurig. Doch auch ein gewisses, heldenhaftes Quantum kommt nicht zu kurz und wurde gekonnt mit dem etwas idyllischeren Sound auf einen Nenner gebracht.

Heroisch und auf zur Power Metal Schlacht heißt es nun mit „Goddess Of Death“. Galoppierender Midtempo stampfender Track, der zwar oftmals melodischere Ansätze aufweist. Doch gibt es genug schroffe Ecken und Kanten damit der Song nicht zu glatt poliert daher kommt. Vielmehr kann man dadurch den Song sehr gut erweitern.

Voll auf die Zwölf steuert man nun mit „Night Of The Sin“ das Brettergefilde an. Vom Fleck weg greift man zackiger und straighter durch. Tighter Gitarrenrhythmus der einem den Atem raubt und man dadurch sofort zum Abgehen verleitet. Leichte Melodiesolis runden das Ganze etwas ab, allerdings sind diese nur sachte und dadurch resultiert ein antreibender Song der seine Wirkung nicht verfehlt.

Mit „Secret Of The Black Water” hat es ein sehr symphonischer Stampfrocker aufs Album geschafft. Sachte Hintergrundarrangements passt man zum doch sehr erdigen Grundsound gekonnt an. Auch legt man dieses Element etwas öfters ad acta und legt mehr Augenmerk auf eine hymnische – erdige Mischung. Somit vermag man auch weiterhin locker das Interesse zu wecken.

Nach dem Drumsolo zu Beginn von „A Man Of Stone“ legt man wieder ein flottes Power Metal Tänzchen der melodischeren Art aufs Parkett. Aufgewertet wird dies durch sachte Bremser, welche aber das Konzept nicht von der Fahrtrichtung abbringen, sondern auf den nächsten Energieschub bestens vorbereiten und man wieder mit viel Tempo dahin schlittert.

Sehr hymnisch, im sehr dunklen – melancholischen Sound kredenzt man uns den Eingang von „Black Leviathan“. Dies vollzieht man im sehr melodischen, hymnischen Stil und das mit einem Klang den man aufsaugen sollte. Tja das nun eine dermaßen starke Running Wild beeinflusste Rhythmik durch die Boxen knallt kann man sich dabei nur zu gut vorstellen. So ist es auch und dabei unterstreichen die Polen das sie berechtigt man Piraten Metal Thron rütteln um ein Sitzplätzchen zu ergattern. Wie schon erwähnt wer noch immer dem Piraten Pumuckl nachtrauert, sollte sich mal Bands wie Crystal Viper anhören und wird, vor allem durch diesen Track sofort auf andere Gedanken gebracht.

Mit dem Accept Cover „TV War“ schnürt man nun den Sack zu. Coole eigenständige Nummer, bei der man seine eigenen Einflüsse bestens mit dem Original unter Dach und Fach bringt.

Fazit: Geiler Teutonen Power Metal der in keiner Sammlung fehlen sollte. Diesen Silberling muss der dazugehörige Genre Fan einfach besitzen sonst fehlt ihm einfach etwas.

Tracklist:

01. The Truth (Intro)
02. The Ghost Ship
03. Blood Of The Heroes
04. Greed Is Blind
05. Sydonia Bork
06. Goddess Of Death
07. Night Of The Sin
08. Secret Of The Black Water
09. A Man Of Stone
10. Black Leviathan
11. TV War (ACCEPT Cover)

Besetzung:

Marta Gabriel (voc & guit)
Andy Wave (guit)
Tom Woryna (bass)
Golem (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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