Dead End Heroes – Roadkill

Written by Lex J.Oven. Posted in CD-Berichte, D

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Published on Juni 03, 2014 with No Comments

Band: Dead End Heroes
Titel: Roadkill
Label: AOR Heaven
VÖ: 2014
Genre: Hardrock
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Die Dead End Heroes befinden sich mit ihrem Debut Roadkill alles andere als in der Sackgasse. Man hat sich zwar mit Herz und Seele dem Hardrock Ende der 70er bis Mitte der 80er verschrieben (wobei das Äon des Neonlichts und Rocky 3 gerade in den Strophen klar überwiegt), versteht aber die beliebtesten Trademarks dieser Ära so anzuwenden, dass der Sound frisch daherkommt wie ein gerade fertig gezimmertes Cabrio.

Während die Strophen überwiegend durch angenehm trocken groovende Riffs und eine gewisse Rotzigkeit punkten, überzeugen die Dead End Heroes in den Refrains durch stadiontauglichen, mehrstimmigen Mitgröhlcharakter. Besonders gelungen ist dies in „Dead End Heroes“, „And The Loser Is“, dem Kickboxer-Film-Soundtrack-Kandidaten „The Wind Howls Fire“ (garniert mit im positiven Sinne grenzwertig-cheesy-quietschig-glöckelnden Keyboards) und dem ruhigstem und düstersten Track Stormfront, das ich gerne mal an einem verregneten, blitz- und windgepeitschtem Festivalabend mitgröhlen würde. Positiv hervorheben möchte ich die songdienlich platzierten und cool daher frickelnden Soli, welche die Songs immer noch einen Tick aufwerten.

Manche Songs sind „nur“ gut, aber Ausreißer nach unten konnte ich absolut nicht ausmachen. Meckern könnte ich allenfalls, dass mir die Vocals von Carsten Lizard nicht ganz so gut gefallen, sobald er sich im höherstimmigen Rotzröhrenbereich bewegt.

Roadkill bietet gute bis sehr gute Songs im rotzigeren Mitte-80ies-Gewand, kommt dennoch aktuell daher und kann mit überwiegend coolen Stadionrefrains aufwarten. DEN Übersong hat Roadkill noch nicht zu bieten, aber hey: Das Teil ist ein Debüt. Und vielleicht wächst insbesondere „Stormfront“ auch noch.

Empfehle ich dem Hard Rocker unbedingt im Auge zu behalten. Not dead at all, but maybe heroes.

Tracklist:

01. Roadkill.
02. Dead End Heroes.
03. Cry For The Moon.
04. Feed The Flames.
05. The Wind Howls Fire.
06. Stormfront.
07. Hands Off The Wheel.
08. And The Loser Is.
09. Technicolor Love.
10. The Fire’s Worth The Loneliness.
11. Gambler’s Crusade.

Besetzung:

Carsten Lizard Schulz (vocals)
Rolf Munkes (guitars)
Daniel Voegeli (drums)
Paul Logue (bass)
Holger Seeger (keyboards)

Internet:

Dead End Heroes Website

Dead End Heroes @ Facebook

About Lex J.Oven

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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