Band: Death Destruction
Titel: Death Destruction
Label: Sony Music
VÖ: 2011
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Als reines Nebenprojekt gestartet entwickelte sich Death Destruction (rund um Hammerfall Tieftöner Fredrik Larsson) als sehr wohl ernstzunehmende Band. Natürlich glaubt man beim Lesen das hierbei der Basser dabei ist, das es sich dabei um eine Nebenerwerbstätigkeit handelt, bei der ähnliche Geschütze wie bei seiner Hauptband aufgefahren werden. Komplett in eine andere Richtung geht es. Weit weg von Schweden, eher in den amerikanischen Raum würde ich sogar sagen. Im Beipackzettel stand das Schlagwort ZZ Top auf Speed. Aha, nun das ist es nicht, zumindest für mich nicht, vielmehr würde ich sagen haben wir es hier mit einem europäischen Vertreter zu tun, welche etwas die NWOAHM Fahne hochhält, auch wenn die Truppe eben nicht aus diesem Bereich unseres Planeten stammt. Mit peitschenden Grooves und Vibes wird emsig ein Schlag nach dem anderen durchgeführt, welcher nicht besser in Szene gesetzt werden hätte können, wie durch eben die Schweden. Die oftmals technisch ausgefeilten Allüren wirken zwar oftmals komplexer, aber man überlädt das Klangmaterial nicht zu sehr mit diesen Ansätzen, vielmehr dienen selbige um nicht zu simpel zu klingen. Dennoch befinden sich auch Zick schlagenden Argumente der straighten Art, zu denen es einfach heißt, hoch du Sack und fetz ordentlich ab und das bis zum schweißtreibenden Exzess. Da lässt man sich nicht lange zieren, denn die Jungs wissen genau wo sie das Messer ansetzen, um eben aus einer Anforderung einen sofort folgenden Befehl zu machen. Die Tendenz zu eben vielen amerikanischen Vorreitern in diesem Bereich hat man gut im Griff und so klingt man herrlich erfrischend. Dies wurde noch mit kleineren Rockeinlangen verfeinernd abgeschliffen. Das macht durchaus Sinn und somit steigert man sich in einen Spielrausch der Extraklasse. Streckenweise höre ich sogar etwas Five Finger Death Punch raus, denn bei etlichen schlagartigen Passagen wirkt man wie die amerikanischen Kollegen sehr ähnlich. Hinter oftmals sehr starken Prolo Erscheinungen im Startkonzept verbirgt sich eine schlagende Runde und bei der wird ein großes Groove Fass aufgemacht das einen richtig gehende die Trommelfelle wummern lässt. Den gestarteten Tanz steigert man nach den ersten Melodien mit Austrian Death Machine artigen Allüren und last but not least bei gewissen Stücken mit Einflüssen aus dem Pantera Lager („Silence“) und ausgereizt wird dieses Konzept noch mit Schlägen a la Devildriver.
kann dies als widerwillige, wirre Verwendung von Elementen oder Expansionen der genannten Bands sehen, doch die Schwenden haben ein gutes Händchen, um alles unter Dach und Fach zu bringen. Somit wird man nicht durch zu stark überladene Komplettierungen erschlagen, nein vielmehr achtet die Mannschaft auf das ausgefeilte Maß und das setzt man gelungen ein. Durch wütende Gefühle wird somit ein gleichanhaltendes Niveau von Angriffsattacken durchgeführt, was bedeutet dass man durch das Silberteil hindurch sich ordentlich austoben kann und sollte. Genau die richtige Animation wird dabei geboten und so macht das Soundmaterial der Schweden vom ersten bis zum letzten Moment durchgehend, ohne Abflauen amtlich Spaß.

Fazit: Schwedische Vertreter die auf amerikanischen Modern Metal stehen und ihn erstklassig praktizieren. Wer irgendwo mit bereits genannten Vertretern was anfangen kann, wird das Album sofort lieben. Denn man braucht nicht lange um die Metal Meute zu überzeugen. Ihr süchtig machender Groove Metal der extravaganten Art ist der blühende Beweis dafür, das auch aus Skandinavien kommt, den man niemals auch nur erahnt hätte. Hammerscheibe, die zündelt und explodiert. Unglaubliches Potential was uns hier zu Teil wird und da ersehnt man sofort einen baldigen Nachfolger bzw. einen Live Auftritt mit dieser Formation.

Tracklist:

01. The Shredding March 3:20
02. Kill It! 4:46
03. Fuck Yeah 3:05
04. Silence 3:34
05. Hellfire 4:11
06. Mark My Words 4:10
07. Day Of Reckoning 5:17
08. Purified 3:45
09. Chained In Thoughts 4:05
10. Sea Of Blood 4:33
11. Kingdom Come 3:31

Besetzung:

Jimmie Strimell (voc)
Henrik Danhage (guit)
Fredrik Larsson (bass)
Jonas Ekdahl (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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