Trillium – Alloy

Band: Trillium
Titel: Alloy
Label: Frontiers Records
VÖ: 2011
Genre: Symphonic Metal

Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Trillium, gut bei diesem Namen lässt vieles aufkommen. Von physikalischen Sachen, wie auch bei der Musik. Aha und groß gestaunt, die Kooperation zwischen Amanda Somerville und Sascha Paeth, na da kann ja nichts schief laufen oder? Tut es auch nicht, wer die hübsche Fronterin und den Songwriting, als auch Produzenten Interims Sascha kennt, weiß, dass sich hinter ihren Projekten nur hochwertige Klangqualität verbirgt. So verwundert es kaum das „Alloy“ sofort nach dem ersten Track dermaßen ihre Angriffe auf den Gehörgang startet, dass man sofort die weiße Flagge hisst. Das beide ihre Erfahrungen mit Avantasia, Epica, Aina, als auch mit Michael Kiske machen konnten spiegelt sich gelungen im Songwriting des Albums wieder. Erforscht man das Album genauer bekommt man einen genauen Einblick und das benötigt man auch und somit etwas mehr Zeit. Nichts ist es mit dem flotten rein, raus hören. Ist auch gut so, denn genau solche leicht konzeptionelle Aufbauten, wie es bei den Stücken der Fall ist beweist die Ausgereiftheit und den Ideenreichtum von allen Mitwirkenden.

Die Erwartungen der doch beiden hervorstechenden Namen werden vollends erfüllt. Mit einem Goldhändchen, als auch Kehlchen werden uns Tracks um die Ohren geschnalzt die einem die Kinnlade nach unten klappen lässt. Doch nicht nur das Gesangstalent, wie auch der Hang zu tollen Songstücken bestechen mit präziser Arbeit, nein auch die Einfädelung der rhythmischen Unterhaltung. So wirkt kein Song wie ein kuschel – rosa getränkter Soundpulli, man bietet genügend Kicks und raue Ecken und Kanten. Zwischendurch bereichert man den Sound mit orchestralen Schüben der ausgewogenen Art. Somit steht alles an seinem Platz und man serviert uns einen Hörleckerbissen nach dem anderen. Besonders gelungen findet meine Person betreffend die immer wieder wechselnde Gefühlsthematik, die oftmals schon richtig theatralisch wirkt.

Faszinierend bannt man so den Musikliebhaber vor den Player und den Rest erledigt noch die Frontdame mit ihrer Engelsgleichen Stimme. Doch man mag sicher sein, das hierbei nicht nur die liebliche Seite gezeigt wird, nein durch guten Einfallsreichtum hat man den Stücken, als auch gewissen Passagen quer durchs Album einen dunklen, alles vollendenden Schliff verpasst. Leicht moderne Pop-Tanz Allüren werden gelungen mit schroffen, tiefer getrimmten Beats gekonnt fusioniert bzw. lässt man ein leichtes Gefecht anlaufen. Dunkelheit steht wohl ganz große auf dem Arbeitszettel den man sich selbst auf die Pinnwand geheftet hat und genau mit dieser Komplettierung kann man ordentlich punkten. Auch gewisse Doom Ergänzungen sprechen Bände und bereichern das facettenreiche Soundklangbild ungemein. Mit leicht exzentrischer Genauigkeit entfernt man sich so vom astreinen Symphonic/Melodic Rock/Metal Bereich und bietet vielmehr, eben durch die große Farbenpracht so etwas wie, ja ich will es als Rockoper betiteln, denn das trifft den Nagel genau auf den Kopf.

Nichts klingt eben wie tausendmal gehört, starken Grooves und gefällige Basslinie wirbt man um die Gunst der Hörerschaft und diese kann sich auf einen wuchtigen Silberling bereit machen. Auch bei den doch mehr bombastischen, als auch idyllischen Stücken wird ein kantiger Stift angesetzt, welcher eben die Nummern zu keinem Zeitpunkt schnulzig klingen lässt.

Als besondere Draufgabe sei hier an dieser Stelle das Duett zwischen Amanda und Jorn Lande bei „Scream It“ erwähnt. Da knallt es einem richtig gehend die Sicherungen raus. So etwas Megageiles bekommt man nicht aller Tage. Denn dabei zeigen die beiden Vocalisten was sie drauf haben und damit beweisen sie, dass sie in der Szene zu den ganz großen gehören.

Fazit: Faszinierendes Songwriting, tolle Soundlinien und ein mächtiges Erscheinungsbild machen das Album zu einem richtigen Genusshappen, mit großem Suchtfaktor und einem Potential das für mehr als nur eine Band reichen würde.

Tracklist:

01. Machine Gun
02. Coward
03. Purge
04. Utter Descension
05. Bow To The Ego
06. Mistaken
07. Scream It
08. Justifiable Casualty
09. Path Of Least Resistance
10. Into The Dissonance
11. Slow It Down
12. Love Is An Illusion

Besetzung:

Amanda Somerville (voc & keys)
Sascha Paeth (guit, bass, keys & drums)
Sander Gommans (guit)
Miro (keys)
Olaf Reitmeier (acoustic guit)
Robert Hunecke (drums)
Simon Oberender (keys)

Guest voc 

Jorn Lande (voc @ Sream it)

Internet:

Trillium Website

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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