Band: Delain
Titel: Moonbathers
Label: Napalm Records
VÖ: 26.08.16
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Nach dem Überzeugen des Kollegen Lazer zur Ep „Lunar Prelude“, der Niederländer Delain, ereilte mich das Schmuckstück mit dem klingenden Namen „Moonbathers“. Fakt ist, die Symphonic Formation ist seit eh und je ein gewaltiger Act und bei ihnen wirkt der Sound niemals kitschig. Was aber mit diesem Album folgte, das rief bei mir ein begeistertes Erstaunen hervor. Wer braucht sie nicht, solche Soundstücke, welchen einem aus dem Alltag entführen in seine ganz besondere Traumwelt. Jeder hat das so sein Faves. Bei mir sind es seit neuestem die Herrschaften von Delain.

Gut gewusst habe ich es wirklich dass die Mannschaft stets zum vorderen Drittel der female fronted Symphonic Metal Ecke gehört. Dass man sich aber so mausert und sogar Bands wie Nightwish und Konsorten wohl das Fürchten lehrt steht meiner Meinung nach auf einem ganz anderen Papier. Während man in den letzten Monaten, wie auch Jahren vermehrt die Dreckwäsche wusch, haben Delain still und heimlich einen Silberling ein gezimmert, welcher sie durchaus an die Spitze befördern könnte. Stimmige Melodien, wie auch treibenden Groove Beats gehören bei ihnen zum Tagesprogramm, wurden aber in kleineren Nuancen erweitert. Nichts klingt irgendwann kitschig oder gar übertrieben.

Die zehn Jahre ihres Bestehens stehen definitiv für die Herangehensweise dieser Holländer. Feinster Symphonic Metal auf einem dermaßen hohen Niveau wird hier praktiziert, sodass es einem komplett die Sicherungen raus knallt. Die Tracks von vorne bis hinten kredenzen einem eine Stimmungsmusik, bei der man nicht nur einmal sondern mehrmals in eine Fantasiewelt entführt wird, sodass es hier kein Entrinnen gibt. Will man das? Weiß nicht, leider muss man ja doch zum Arbeiten wieder zurück, aber wenn alles erledigt ist, kann man sich gleich wieder von Delain und das jeden Tag entführen lassen.

Delain zeigen im neuen Jahr, dass sie nicht nur eine perfekt abgestimmte Formation in Sachen Symphonic Metal sind und ein Händchen für frische Ein und Ansätze haben, nein es ist einfach unglaublich wie dermaßen man sich an die Spitze des Genres mit solch einem Silberling katapultiert hat. Selbst Coverversionen werden hier zu einem Hörgasmus. Wer hätte gedacht, dass man ein Cover so dermaßen grenzgenial umsetzen kann, wie man es mit dem Queen Song „Scandal“ getan hätte. Hätte man mich das vorher gefragt ich hätte Frevel gerufen, denn der gute Fredy und seine Stimme sind einfach unerreichbar. Mit diesem Song hat man ihm aber eine Hommage geboten die seinesgleichen sucht.

Die Variation über den gesamten Output verteilt ist einfach eine gelungene und runde Sache. Bombast, Symphonic, Melodie, Groove, als auch die gewisse Härte sind hier zu einer schmucken und leckeren Melange zusammengewürfelt worden. Hier haben es Nightwish und Konsorten mit einem sehr starken Konkurrenzen zu tun, welcher bereits zum Überholvorgang angesetzt hat, ja wenn sie nicht schon etliche Meter Vorsprung bekommen haben.

Fazit: Eines der wohl bemerkenswertesten Lebenszeichen von Delain, wenn nicht überhaupt in der Symphonic Metal Welt. Solche Outputs sind einfach fantasievoll gestaltete Musik für Fans, welche einfach eine komplette Ablenkung von ihrem tristen Alltag brauchen.

Tracklist:

01. Hands Of Gold feat. Alissa White-Gluz
02. The Glory And The Scum
03. Suckerpunch
04. The Hurricane
05. Chrysalis – The Last Breath
06. Fire With Fire
07. Pendulum
08. Danse Macabre
09. Scandal
10. Turn The Lights Out
11. The Monarch

Besetzung:

Charlotte Wessels (voc)
Timo Somers (guit)
Merel Bechthold (guit)
Otto Schimmelpenninck van der Oije (bass)
Ruben Israel (drums)
Martijn Westerholt (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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