Band: Eluveitie
Titel: Slania
Label: Nuclear Blast
VÖ: 2008
Genre: Folk/Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Unser westliches Nachbarland die Schweiz hat immer mehr Metal Exportschlager zu bieten. Eine Band davon konnte vor allem in den letzten beiden Jahren für viel Aufsehen erregen. Eluveitie gehören mittlerweile zur Creme de la Creme des Swiss Metal. Nicht nur ihr Release „Spirit“ ist eingeschlagen wie eine Bombe, nein auch live konnten sich die Helveten in viele Metal Herzen spielen. Düsterer Folk Metal mit viel Härte genau das haben sich Christian „Chrigel“ Glanzmann (voc, Mandola, Tin Whistle, Low Whistle, Uilleann Pipes, Akustikgitarre, Bodhrán), Gaita Sevan Kirder (voc, Irish Flute, Tin Whistle, Low Whistle), Anna Murphy (voc, Drehleier), Meri Tadic (Fiedel, voc), Merlin Sutter (drums), Siméon Koch (guit), Ivo Henzi (guit) und Rafi Kirder (bass & voc) auf ihren Banner geschrieben. Pünktlich vor der Paganfest Tour wurde der neueste Output „Slania“ veröffentlicht. Hat sich was geändert, oder macht man genau da weiter wo die Herrschaften beim letzten Output aufgehört haben? Eines schon vorweg man hat sich deutlich weiterentwickelt.

Das Intro „Samon“ läutet den Beginn der Scheibe ein. Heroisch genauso lieben wir es packt man es ein weiteres Mal an. Im Anschluss folgt gleich „Primordial Breath“. Wow hier geht man gleich in die Vollen. Bretterhart und schnell wird hier ordentlich gefetzt. Man hat bei diesem Track die Folkeinflüsse weitgehend in den Hintergrund geschoben und man klingt dadurch sehr düster und vor allem sehr Death Metal lastig. Chrigel röhrt sich hier amtlich durch den Song und die beiden Gitarrenhexer jagen sich mit Riffs und Breaks gegenseitig. Dass man keinen reinen Death Metal macht unterstreichen die Schweizer immer wieder mit den schönen Folkklängen die eher im Hintergrund eingebaut wurden. Recht fröhlich und mit mehr Folk macht man gleich bei „Inis Mona“ weiter. Hier kommen wieder alle Fans zum Zuge die, die Folk Elemente der Herrschaften lieben. Dennoch wird auch hier wieder ordentlich geröhrt was das Zeug hält. Die Heroischen Refrains sind ein wahrer Genuss (wo habe ich denn meinen Helm und meine Streitaxt) und machen diesen Song zu einer wahren Hymne. Etwas schneller, wenn auch düsterer folgt im Anschluss „Gray Sublime Archon“. Hier wird wieder die etwas härtere Schiene gefahren und der Song würde auch auf ein reines Death Metal Album passen. Moderne Gitarren darf so was bei einer Band wie Eluveitie eigentlich sein. Ja darf es, denn die Helveten verschönern den Track immer wieder mit Keyboardklängen und Folkeinflüssen. Dennoch einmal mehr ist dieser Song sehr rau und bretterhart. Ruhig mit einem sehr schönen irischen Violinspiel beginnt „Anagantios“. Folkmetal Ablöse nach dem bretternden Vorgänger? Vollkommen richtig denn hier handelt es sich eher um ein Instrumental auch wenn nette Damenstimmen immer wieder erklingen, diese sind aber eher rar. Wer dem Irish Folk etwas abgewinnen kann dem gefällt auch das hier, mir gefällt so was und so ist dieser Track ein schönes Stück und eine nette Abwechslung. Bretterhart kracht man bei „Bloodstained Ground“ wieder aus den Boxen. Zwar wird hier wieder die härtere Schiene gefahren, jedoch wechselt man immer wieder zwischen harten Breaks und schönen ruhigen und folkig – melodiösen Parts. Etwas melodiöser geht man bei „The Somber Lay“ zu Werke. Flötenspiel und nette Keyboards, gepaart mit Mittelalterinstrumenten geben sich immer wieder mit bretternden Death Metal Strukturen die Hand. Sehr gute Wechsel zwischen den genannten Einflüssen machen diesen Song trotz der düsteren Growls und dem Gitarrenspiel zu einem farbenfrohen Stück. Vogelgezwitscher und ein Mandolinenspiel zu Beginn „Slanias Song“ lassen wieder auf mehr Folk schließen. Vollkommen richtig. Dennoch die Gitarren geben dem Stück wieder etwas mehr härte. Nette Frauenstimmen die sich immer wieder mit dreckigen Growls ablösen, machen das Stück sehr Abwechslungsreich. „Giamonios“ ist ein nettes Zwischenspiel. Flöten und akustische Gitarrenklänge an allen Ecken und Enden. Einmal mehr wird hier viel Keltischer Spirit versprüht so wie wir es von der Band gewohnt sind. Kommt nun etwas mehr Ruhe? Nein auf keinen Fall. Fetzig geht es gleich bei „Tarvos“ weiter, Death Metal Riffs jagen Folkinstrumente. Viel Härte setzt sich auch auf diesem Song durch, trotz der folkigen Einflüsse die immer wieder erklingen. „Calling The Rain“ ist zwar ein wenig von derselben Machart wie der Vorgänger, dennoch besitzt der Song viel Eigeninitiative und steht für sich selbst. Ein schöner heroischer Abschluss wird nun bei „Elembivos“ geboten. Hier werden noch mal alle Register gezogen. Eine weitere Hymne aus dem Hause Eluveitie. Ein gelungenes Stück das den Rundling bestens abrundet.

Fazit: Zwar geht man es auf diesem Langeisen etwas härter und Death Metal lastiger an, aber die Schweizer Rasselbande versteht ihr Handwerk um vollends zu überzeugen. Viele Sachen wurden auch auf dieser Cd eingebaut und dennoch besitzen die Helveten ein Händchen um ausgewogen zu klingen. Freunde der Blasmusik hier heißt es zugreifen und sich ein Ticket für die Paganfest Tour sichern, um Eluveitie live zu erleben und abzufeiern. Folks füllt eure Met Hörner und macht euch auf den Weg zum nahe gelegenen Plattenladen und krallt euch dieses Teil.

Tracklist:

01. Samon
02. Primordial Breath
03. Inis Mona
04. Gray Sublime Archon
05. Anagantios
06. Bloodstained Ground
07. The Somber Lay
08. Slanias Song
09. Giamonios
10. Tarvos
11. Calling The Rain
12. Elembivos

Besetzung:

Christian „Chrigel“ Glanzmann (voc)
Gaita Sevan Kirder (voc, Irish Flute, Tin Whistle, Low Whistle)
Anna Murphy (voc, Drehleier)
Meri Tadic (Fiedel, voc)
Merlin Sutter (drums)
Siméon Koch (guit)
Ivo Henzi (guit) und Rafi Kirder (bass & voc)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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