Psilocybe Larvae – Non-Existence

Band: Psilocybe Larvae
Titel: Non-Existence
Label: Mazzar/Mystic Empire
VÖ: 2008
Genre: Melodic Black/Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Immer mehr Bands aus dem ehemaligen Ostblock, im speziellen Russland drängen ins restliche Europa um Fuß zu fassen. Dark Metal wurde uns von Psilocybe Larvae aus Leningrad, heute St. Petersburg übersendet, um ihren neuesten Output vorzustellen. Selbiger nennt sich „Non-Existence“ und wurde von Vitaly (voc & guit), Andrey (guit), Alan (drums), Alex (bass) und Dmitry (keys)eingespielt.

Gemächlich und sachte, mit einigen scharfen Breaks werden wir ins Album bei „Castaway“ eingeführt. Nach dieser Einleitung röhrt die Truppe dann ordentlich und auch deutlich schroffere, fast schon thrash lastige Rhythmik bläst man uns unvermindert auf die Trommelfelle. Die Fusion aus Dark Metal orientierten Arrangements und hartem Brettersound ist sehr gut und weiß zu gefallen. Auch kann man bei den herberen Parts gehörig die Rübe durchschütteln. Mit etlichen Passagen wartet man bis zum Ende auf. Klingt vielleicht anstrengend, ist es aber nicht, denn die Russen geleiten uns sehr gekonnt in jeden Part und die Überleitung fließt und vermischt sich sehr gut.

Auch der Nachfolger „Sleepwalkers“ wird gemächlich vom Stapel gelassen, hier allerdings werden wir von klassischen Roots verwöhnt. Im Anschluss kredenzt man uns einen dunklen, melancholischen, als auch leidenden Soundklang. Immer wieder gibt es kleinere Wutausbrüche, die man mit starken Growls unterstreicht. Dennoch herrschen hier die eingangs erwähnten Elemente vor.

Sägende Melodic Riffs starten nun „Let the Flame…“, welche gleich nahtlos in groovigen Gefilden münden. Shakige Nummer ist ihnen dadurch entstanden, dennoch bekommen wir auch hier einige Mischungen aus dem Dark Metal Bereich von den St. Petersburgern geboten. Auch hier greift man die satte Durchmischung erneut auf und hievt uns immer wieder, wenn auch deutlich schroffer und ruckartiger in die einzelnen Passagen. Dennoch fühlt man sich nicht gleich von selbigen erschlagen, auch kommt etwas mehr Death Metal Stimmung mit schwarzem Hang auf.

Etwas schneller im dunklen Stil eröffnet man den Reigen nun bei „Cold Desert of Eternity“. Das Tempo wird aber hier mit starken, dominanten Zügeln zurück gehalten. Mit mehr Gegrunze und Gegrowle bläst man uns die Gehörgänge aber mit viel Druck durch. Immer wieder beschwichtig man aber mit leicht verträumten Passagen, bevor man wieder etwas mehr die härtere Schiene einschlägt. Ab der Mitte steigert man dezent das Tempo, allerdings nicht so flott wie bei den Vorgängertracks.

Ein Blitz schlägt nun bei „Non-Existent World“ ein. Gleich vom Fleck weg torpedieren uns die Russen mit harschen, thrashigen Death Prügeleien. Diese unterwandert man aber stets und wie eine Notbremse lässt man kurzzeitig melancholische Parts schallen. Durch die Bank ist aber dieser Track wesentlich härter und herber ausgefallen.

Im groovigen Bretterstyle agiert man nun bei „Great Silence“. Coole Mischform, mit vielen melodischen Erweiterungen. Binnen Sekunden legt man auch hier den tiefschwarzen Deckmantel als Komplettierung darüber. Genau diese Mischung macht den Charme aus mit dem Psilocybe Larvae versiert überzeugen können.

Mit mehr Bombast im Rücken wird uns nun „Asylum“ vorgesetzt. Leichte Black Metal Einflüsse werden hier gekonnt, mit vielen melancholischen, verträumten Ingredienzien versetzt. Auch einige Roots aus dem Death Bereich finden hier wieder Anklang und allesamt bringt die Truppe sie wieder unter einen Hut. Ausgewogenes Mischverhältnis, welches rabenschwarzes, eisiges Feeling aufkommen lässt.

„Threshold“ kommt nun zu Beginn etwas klarer gelichtet rüber. Doch auch hier ist die Fortführung von dunklerer Thematik, als auch Rhythmik geprägt. Das Tempo hält man auch hier sehr gut am Laufen und man kann getrost wieder seine Haarventilatoren starten. War man aber beim Vorgänger noch um einiges flotter unterwegs, so wurde hier merklich die Bremse angesetzt. Tiefgründiger Sound, der vor allem bei den melancholischen Parts dröhnt.

Ein sattes Doom Riff läutet nun „Condemnation“, den letzten Track im Bunde ein. Der Fronter gurgelt aber hier deutlich tiefer und das weiß zu gefallen. Immer wieder beschwichtigt man nach dem Erfolgsrezept, Melancholie trifft auf lieblichere Melodien.

Fazit: Technisch ausgefeilter und versierter Dark Metal, mit etlichen Erweiterungen. Hier finden Deather und Blackies ebenfalls viele Sachen die gefallen könnten.

Tracklist:

01. Castaway 05:49
02. Sleepwalkers 05:22
03. Let the Flame… 05:56
04. Cold Desert of Eternity 06:19
05. Non-Existent World 04:54
06. Great Silence 04:48
07. Asylum 05:06
08. Threshold 05:24
09. Condemnation 05:16

Besetzung:

Vitaly (voc & guit)
Andrey (guit)
Alan (drums)
Alex (bass)
Dmitry (keys)

Internet:

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Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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