Eyes Set To Kill – The World Outside (CD Review)

Band: Eyes Set To Kill
Titel: Masks
Label: Break Silence Records
VÖ: 2009
Genre: Modern Metal, Alternative Rock, Alternative Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Es ist schon erstaunlich was sich nach der großen Core Tsunamiwelle Bands ausdenken, um aus der breiten Masse raus zu stechen. Viele davon scheitern leider daran. Eine davon die es besser angepackt haben sind die Herrschaften von Eyes set to Kill. Bestes Raufmaterial haben sie für den geneigten Verehrer dieser Richtung parat, welcher mit etlichen Duettshouts und klaren Frauengesängen komplettiert wurde. Dies mag vielleicht noch nicht vollends für die aus Arizona stammenden Jungspunde stehen, doch bei mehrmaligen reinhören in das Machwerk „The World Outside“ wissen die Songs immer mehr zu gefallen. Vor allem findet man hier nicht schnödes, eintöniges Core Geschrubbere, sondern diese wurden kompakt mit vielen Melodien und modernen Elementen angereichert und so haben Greg (guit), Anissa (bass), Alexia (voc, keys & guit), Brandon (keys & screams) und Caleb (drums) eine schöne Mischung geschaffen. Selbige rüttelt und wühlt einerseits recht herb auf, bevor einen die sanfteren Töne wieder beschwichtigen.

Wie eine Rakete startet der Track „Heights“ durch. Nach der beschaulichen Einleitung wird in bester Core Manier geschrettert, doch lange verweilt man nicht in diesem Milieu, obwohl man immer wieder dorthin als Grundstruktur zurück kehrt. Viel mehr legen diese Herrschaften Wert auf eine ausgewogene und gleichberechtigte Mischung aus Härte und sanften, modernen Klängen. Vor allem die Frontnachtigal kann hier vollends überzeugen und erinnert mich ein wenig an Maria Brink von In this Moment. Auch die Mischung hat man hier sehr ähnlich angesiedelt. Wobei die amerikanischen Szenekollegen deutlich rauer und ungeschliffener zu Werke gehen. Etwas zackiger, wenn auch melodiöser geht es nun mit „Hourglass“ weiter. Zwar haben rotzende Momenten immer noch Verwendung gefunden, diese werden aber weites gehend von melodischen Arrangements bzw. Spiel abgelöst. Ein absoluter Kracher sind die Duettshouts bzw. Gesänge die auf der einen Seite viel Wut und auf der anderen einen beschwichtigenden Charakter wieder spiegeln. „Deadly Weapons“ galoppiert nun etwas moderner und breitentauglicher daher. Das Stück tingelt irgendwo zwischen neuem Bullet for my Valentine und Billy Talent beeinflusstem Material hin und her, dadurch wird man vor allem jüngere Semester ordentlich begeistern. Doch auch ältere Generationen könnte die Nummer durchaus interessieren. Mit diesem tanzbaren Song hat man eindeutig einen Hit fürs Radio geschaffen, der nur an und ab mit raueren Ausbrüchen glänzt. Anyway auch in diesem Eck wissen die Herrschaften wie man es anpackt um nicht in der Belanglosigkeit zu versinken. Eine kurze klassische Klavierunterbrechung hat man mit „Interlude“ parat, welche nahtlos in das folgende „The World Outside“ mündet. Sehr gemächlich erschallt hier die Eröffnung und die Frontdame setzt hier alles daran die holde Männerwelt mit ihrem Gesang zu verzaubern, was ihr auch vollends gelingt. Erst nach einer Minute gibt es eine größere Eruption, jedoch bleibt man auf der eingeschlagenen Schiene, welche von klaren Strukturen und sanften Frauengesängen dominiert werden. Auch diese Nummer ist eher im moderneren, breitentauglicheren Bereich angesiedelt und einige Soundspielereien verleihen dem Song noch das zusätzliche, gewisse etwas. Sehr schöne Mischung die sich wie ein Bohrer den Gehörgang hier durchdringt. So genug geträumt, jetzt brauchen wir wieder etwas Flotteres. Selbiges kommt zum richtigen Zeitpunkt in Form von „March of the Dead“ daher. Immer mehr hat man sich hier von den Core Roots verabschiedet und fährt nun eine melodische, moderne Schiene. Harte Momente sind also im Mittelteil des Outputs nicht zu finden, jedoch weis man, wie man auch weiterhin die Gefolgschaft zum Bangen animiert. Diese recht shakende Nummer weist auch noch etliche Tempokorrekturwechsel auf. Erst mit „Wake Me Up“ hat man wieder mehr Blut geleckt, was auch den Titel auch ein wenig unterstreicht. Nun gut man muss schon sagen eingeschlafen ist man beim Durchhören der Vorgängertracks auch nicht, trotzdem wird man hier ordentlich aufgerüttelt und es wird rotzfrech zwischen Core und modernen Metal Klängen hin und her gewechselt. Ein gutes, ausgewogenes Händchen besitzen Eyes set to Kill und genau deshalb wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig mit ihren Songs und sekundenschnellen Wechseln. Eher im Gegenteil, genau das macht das Material der Band erst richtig interessant. Die klassische Einleitung von „The Hollow Pt. 1″ ist wie eine Notbremse und man ist schon richtig gespannt was als nächstes folgt. Recht lieblich und verträumt ist hier der Übergang, bevor man mit „The Hollow“ wieder ordentlich Stoff gibt. Hier dominieren wieder die herrlichen Duette das Geschehen, wobei die Frontdame hier mehr Oberwasser hat, als der werte Kollege. Immer wieder startet man die Maschinerie kurz durch, bevor man in die verhaltene Shaker Ecke zurückkehrt. Sehr rau und ungeschliffen geht es nun bei „Risen“ zu. Dieses Feeling wird hier von der Rhythmusfraktion versprüht, die nicht zu glatt poliert zockt. Die einzig klaren Strukturen die hier auszumachen sind, kommen eben von Alexia, die immer wieder von den rauen Core bzw. klaren Shouts ihres Kollegen unterbrochen wird. Das Gaspedal wird nun bei „Her Eyes Hold The Apocalypse“ ordentlich gedrückt. Flotte Raufnummer mit sanfteren Ausrutschern, die auch hier, wie auch quer durchs Album, wie ein roter Faden von der Frontdame kommen. Genau diese Mischung macht es aus und bietet guten Stoff der zwischen Raufmomenten und kürzeren Stopps hin und her wechselt und das mit einem tighten Timing das wiederum für das Potential dieser Amis spricht. Sehr ruhig, sanft, mit klassischer Klavieruntermalung schiebt man den letzten Track nach. Bei „Come Home“ wird diese Schiene auch weiterhin als Ausklang gefahren und man bleibt bis zum Ende hin beschaulich. Wobei dieses Endstück zu überzeugen weiß, auch wenn man jetzt vielleicht einen etwas hämmernden Track erwartet hätte.

Fazit: Gutes Modern Metal Album das zwar mit mehr Core Einflüssen startet, zum Ende hin aber mehr in die Modern Metal Ecke driftet. Wem In this Moment gefallen haben, sollte auch diese Truppe antesten und wird viel gefallen an dem Album finden.

Tracklist:

01. Heights
02. Hourglass
03. Deadly Weapons
04. Interlude
05. The World Outside
06. March of the Dead
07. Wake Me Up
08. The Hollow Pt. 1
09. The Hollow
10. Risen
11. Her Eyes Hold The Apocalypse
12. Come Home

Besetzung:

Greg (guit)
Anissa (bass)
Alexia (voc, keys & guit)
Brandon (keys & screams)
Caleb (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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