Forsaken – Pentateuch

Written by Lex J.Oven. Posted in CD-Berichte, F

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Published on Oktober 07, 2017 with No Comments

Forsaken – Pentateuch

Band: Forsaken
Titel: Pentateuch
Label: Mighty Music
VÖ: 13.10.2017
Genre: Epic Doom Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Forsaken-Pentateuch-album-artworkStartet das Album noch mit einem nicht allzu essentiellen Intro, hauen „Forsaken“ mit dem mächtig unheilvollen Serpent Bride und (nach kurzem spannungsaufbauendem Zwischenspiel) Primal Wound nahezu ALLES weg, was ich bisher als Jahreshighlights empfunden habe.

Düster, episch, und unsagbar intensiv halten die Recken aus Malta die Konkurrenz am Schopf und fahren mit dem unerbittlich hämmerndenThe Dove And The Raven fort, deren Gesicht dort niederzuschmettern wo es hingehört: in den Staub!

Und folgenden Satz schreibe ich noch, während mir Decalogue“, „Sabaoth (The Law Giver)“ und Apocryphal Winds noch bevorstehen: Das ist heißester Scheiß, der für mich sogar eigentlich unantastbare Scheiben wie die „Ancient Dreams“ von „Candlemass“ ernsthaft bedroht.

„Decalogue läuft – und „Forsaken“ fahren fort, meinen Maßstab für den Begriff „Epic Metal“ deutlich anzuheben. Gleichzeitig sehe ich eine Legion Schwarzmetaller zitternd mit kollabierenden Blasen inmitten ihrer eigenen Fäkalien zusammenbrechen, weil sie gerade von Christenmetallern aus Malta in puncto Aggression und Atmosphäre zu Geisterbahnattraktionen degradiert wurden.

Es folgt ein weiteres gewaltiges Bollwerk aus riffgewordenem Gotteszorn mit Sabaoth (The Law Giver)“. BAMM! Teile meiner geliebten Into Glory Ride und Hail To England wurden gerade zum Format eines He-Man-Cartoons zurechtgestaucht.

Es ist gerade Mitternacht – und ich habe noch den viertelstündigen AbschlussApocryphal Winds vor mir. Wie nicht endende Ströme aus Regen baut sich dieser Gigant zur erhabenen Sintflut auf, die dann unter majestätischem Wellengang alles Durchschnittliche unter seinen Massen gnadenlos ersäuft. Zu Recht tönt Leo Stivala „There Is No God Beside Me!“ Jetzt nicht mehr, soviel ist sicher.

Ich habe schon viel zu viele Male die volle Punktzahl an Bands vergeben, die diese nicht ansatzweise so sehr verdient haben wie diese geniale Band mit diesem gewaltigen Epic Doom – Meisterwerk. „Forsaken“ legen nicht nur irgendein Jahreshighlight vor, sondern lassen manche Legende vor sich auf die Knie sinken. Ein wahres Meisterwerk auf Augenhöhe mit dem wirklich Allerbesten, das unser Genre seit seiner Entstehung zu bieten hat.

Tracklist:

01. Phaneros (Coming to Light) (Intro)
02. Serpent Bride
03. The Banishment (Interlude)
04. Primal Wound
05. The Dove and the Raven
06. Decalogue
07. Sabaoth (The Law Giver)
08. Apocryphal Winds

Besetzung:

Leo Stivala (Vocals)
Albert Bell (Bass)
Sean Vukovic (Guitars)
Simeon Gatt (Drums)

Internet:

Forsaken Website

Forsaken @ Facebook

About Lex J.Oven

Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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