Band: Heathen Foray
Titel: The Passage
Label: Black Bards / Alive
VÖ: 2009
Genre: Melodic Viking Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Mit großer Freude hält meine Wenigkeit die Scheiblette von den Steirern Heathen Foray in Händen. Die Jungs sind unglaublich, denn sie stechen durch messerscharfen Viking Metal aus der breiten Masse raus und dabei wird hier nicht gedudelt, nein eher frönt man streckenweise, mit einer detailgenauer Liebe den Wikingern von Amon Amarth. Dennoch unbedingt auf eine Stufe sollte man die Herrschaften nicht stellen um etwa vielleicht den Gedanken einer Kopie aufkommen zu lassen. Wohl kaum ist hier daran zu denken nur sind etliche Parallelen erkennbar und trotzdem bleiben Robert Schroll (voc), Jürgen Brüder (guit), Bernd S. Zahn (guit), Markus Wildinger (bass) und C. Michael Hofbauer (drums) ihrer eigenen Linie treu. Dennoch sollten sich alle Freizeitkrieger diese Steierer Krieger zu Gemüte führen, denn wer auf satte melodische Klänge mit viel nordischem Charakter und einer gehörigen Härtespritze steht, derjenige bekommt bei „The Passage“ die Vollbedienung. Unter dem Heimathafen Black Bards Entertainment wird das Teil am 24.04.09 in den Läden stehen. Leute füllt die Methörner und wetzt die Schwerter es geht zur Schlacht.

Diese Beginnt mit „Fading Tree“ welches mit einer sehr heroischen – nordischen Mischung beginnt. Im Anschluss bekommt man satte Bolzrhythmen um die Ohren gepfeffert, die streckenweise mit einigen Melodieparts verfeinert wurden. Die heroischen Trademarks werden im Hause Heathen Foray sehr groß geschrieben und dennoch bleibt man schön ausgeglichen, um nicht das Ganze etwas zu pathetisch klingen zu lassen. „Northstar“ beginnt äußerst doomig und erinnert an alte Tage zu Bathory Zeiten, was sich vor allem beim Gitarrenspiel herauskristallisiert. Doch lange im doomigen Gewässer verbleiben die Jungs aus der grünen Mark nicht und deshalb steuern sie wieder galoppierende Gewässer an und dort verbleibt der Trupp auch. Hier gibt es dafür satte Riffs und Breaks die zum Rübeschütteln und Fäuste recken einladen. Richtig eisern geht es nun mit „Winterking“ weiter, hier treffen dreckige Rhythmen auf verspielte, sanftere Melodien. Der Frontmann wechselt hier recht blitzartig von kreischenden hinüber zu growlenden Parts und dabei macht er keine schlechte Figur, vor allem in den grwolenden Momenten geht er leicht als kleiner Bruder eines gewissen Johan Hegg durch. Von den eisigen Gefilden her entfernt man sich nicht weit, trotzdem begibt man sich bei der Folgenummer „Fortress of Faith“ eher auf eine schretternde Fahrt. Zwar kommt der Wechsel zwischen Messerscharfen Trademarks und einigen Melodien einmal mehr zum Einsatz, doch die bretternden Momente gewinnen immer mehr die Oberhand. Man versprüht quer durchs Gemüsebeet nordisches Feeling und das mit einer Spielfreude die sich gewaschen hat. Bei „Chants“ wird binnen Sekunden das erste Mal die komplette Notbremse gezogen und ruhige, akustische Gitarrenklänge schallen hier aus den Boxen. Vorsicht! Lange und genau sollte man sich hier nicht entspannen, denn binnen Sekunden ruft das Quintett wieder zur Schlacht und dass mit viel Feuer unterm Hintern. Bretternde Trademarks jagen sich hier gegenseitig mit melodischem Spiel und das hat man hier gleichberechtigt eingesetzt. „Dragon’s Eyes“ beginnt äußerst pathetisch und mit viel heroischem Flair, danach galoppiert die Truppe im Fährwasser, welches vielen Amon Amarth Verehrern gefallen dürfte. Wer kann zu soviel Wikinger Pathos nein sagen, niemand vollkommen richtig und genau deshalb gibt es an sechster Stelle genau das richtige Kraftfutter für Kettenhemdträger welche ihre lange Mähne mit großem Genuss zu diesen Klängen wehen lassen können. „Ancient Secrets“ ist nun wieder eine etwas speedigere Nummer im Bunde. Treibende Rhythmen wühlen hier ordentlich auf und rufen zum Kampfe. Auch hier kann man kaum ruhig sitzen, denn die Steirerburschen wissen wie man Tracks schafft zu denen man ordentlich abgehen kann. Ein messerscharfes Riff jagt hier das nächste und eine wilde Schlacht entbrennt bei jeder Nummer, so auch hier, wobei man aber auch hier immer wieder auf die gewisse Portion Melodie achtet. „Wolkenbruch“ kommt nun zwar ebenfalls sehr flott daher, doch hier hat man eine gute Kurskorrektur eingeschlagen, keine Angst man bleibt den Trademarks auch weiterhin treu. Dennoch hier wird etwas eisiger gewerkelt und mit viel mehr Pagan Trademarks. Die deutschen Lyrics erinnern, wie auch der Rhythmus sehr an die bayrischen Kollegen von Equilibrium. „Theatre of Battle“ steigert eindeutig das Adrenaline zum Bangen, denn viele speedige Beats knallen uns hier die Jungs vor den Latz und dabei wirbelt die Truppe viel Staub auf. Man treibt die Gefolgschaft wie auf einer Treibjagd vor sich her und das mit viel Pfiff. Die Herrschaften haben ein wirklich hohes potential um nicht in der breiten Masse der vielen Viking – Pagan Truppe unterzugehen. Einerseits liefert man gewohnte Trademarks und andererseits versüßen die Burschen ihr Material mit tollen Melodien wie ein Horn bis zum Rand hin gefüllten, süßen Met. Wie eine hetzende Meute jagt man alle Feinde bei „Wilderness Lore“ in die Flucht. Zwar wird das Tempo merklich gedrosselt, dafür schlägt man hier die galoppierende Richtung ein, die man nur an und ab mit kurzen, ruhenden Parts unterbricht. Gute Komplettierung für das neueste Zeichen von Heathen Foray. Denke mal mit diesem Machwerk erspielt man sich einen Spitzenplatz in der Szene soviel ist schon sicher.

Fazit: Bestes Pagan/Viking Kraftfutter aus hiesigen Gefilden und das Ganze ohne Gedudel und nervenden Pathos. Dazu kann man nur gratulieren.

Tracklist:

01. Fading Tree
02. Northstar
03. Winterking
04. Fortress of Faith
05. Chants
06. Dragon’s Eyes
07. Ancient Secrets
08. Wolkenbruch
09. Theatre of Battle
10. Wilderness Lore

Besetzung:

Robert Schroll (voc)
Jürgen Brüder (guit)
Bernd S. Zahn (guit)
Markus Wildinger (bass)
C. Michael Hofbauer (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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