Band: Hellrazer
Titel: Hellrazer
Label: Selfreleased
VÖ: 2007
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Nach unserem Review über die A.O.G. Media Compilation Vol.8 meldeten sich die Jungs von Hellrazer aus Alberta Kanada bei uns und sandten uns gleich ihre Cd zu. Die Band selbst wurde 2004 gegründet und seit diesem Zeitpunkt sind die Kanadier bestrebt eine ausgewogene Mischung aus Old School Metal Trademarks und neueren Elementen zu kombinieren. DrZ (guit & voc) der mir verraten hat das er in Österreich geboren wurde ist der Bandkopf dieser Formation. Verstärkt hat er sich mit Hoss (lead guit), Kegger (drums) und P.O.D. (bass). Na dann hören wir uns mal den Rundling an.

Mit einem richtig amtlichen Intro das sich „The Raising“ nennt machen die Herrschaften schon mal einen guten Anfang. Herrliche Gitarrenriffs die ordentlich doomig aus den Boxen dröhnen und eine Brise Viking Metal haben. Danach galoppiert „Forged in Pain“ richtig rotzig frech daher. Hämmernde Rhythmen gepaart mit viel Headbangerfeeeling. Fronter Z rotzt ordentlich ins Mikro. Für eine Eigenproduktion hat man sich gehörig ins Zeug gelegt. Was klangtechnisch unterm Strich rauskommt ist 1A und für eine Undergroundproduktion äußerst professionell. Mit etwas weniger Geschwindigkeit kommt nun im Anschluss „Predator“ aus. Eine herrliche Doomrocknummer mit vielen erdigen Ecken und Kanten. Zu den groovigen Rhythmen lässt es sich richtig schöne mitschunkeln. Die beiden Äxtemänner greifen ordentlich in die Seiten und mit ihren tiefer getrimmten Gitarren machen sie das Stück richtig düster. Ein ordentlicher Kracher ist nun „Black Legion“. Mit einem Marschfeeling startet man zu Beginn, um dann unvermindert hart und deutlich schneller weiter zu machen. Schön Old Schoolig klingt diese Nummer und vor allem der Mitgrölpart in den Refrains ist eine Wonne. Sehr gute Iron Maiden lastige Riffs versüßen hier das Zuhören. Die Gitarrenfraktion beweist hier eines ganz deutlich, dass man die Lehrstunde schon lange abgeschlossen hat und schon seit geraumer Zeit im Underground werkelt. Die Nummer „Hate Song“ ist mir ja schon von der rezensierten Kompilation bekannt. Herrliche Old School Riffs hageln hier hernieder und das Stück hat einen schönen Touch von Ozzy Osbourne zu „Diary of a Madman“ Zeiten. Eine ordentlich rollende Nummer ist den Jungs hier gelungen die viel Spaß, Laune als auch viel 80er Feeling versprüht. „Vigil“ steht nun an sechster Stelle und beginnt etwas beschaulicher mit einem herrlichen und ruhigen Gitarrenintro. Im Anschluss erschallt nun eine ordentliche Doomwalze. Den Fuß kurz vom Gaspedal genommen und dann kann eine weitere rotzige Reise mit den Jungs gemacht werden. Recht nett sind hier die Wechsel zwischen ruhigen beschaulichen Parts und deutlich erdig, doomigen Rockparts, was das ganze etwas farbenbunter erstrahlen lässt. „Dehumanizer“ kracht deutlich flotter aus den Boxen und klingt wie ein altes Iron Maiden Stück zu „Iron Maiden“ oder „Killers“ Zeiten. Flott und kompromisslos walzen die Jungs hier alles nieder und machen dabei keine Gefangenen. Zusätzlich wurden kleine Punkelemente eingebaut die das Stück eben an die ersten Machwerke der Briten erinnern lässt. Für mich alten Maiden Fan ist das natürlich absolutes Kraftfutter und somit beschert mir die Nummer eine zufriedenes, wohlwollendes Grinsen. „The Hanging Tree“ beginnt nun deutlich langsamer. Hier wird wieder die Doomabrissbirne ausgepackt. Dumpfe, düstere Klänge bescheren mir eine Gänsehaut. Eine richtig groovende Nummer mit viel Flair.
„The Undertaker“ ist mir ebenfalls schon ein Begriff. Hier haben die Kanadier ein richtig freches Doomrocklied gezaubert, vor dem alle Doom Metal Fans nur eines können: Nieder knien. Der Fronter rotzt und röhrt sich durchs ganze Album das es eine Freude ist, aber der Austrokanadier beherrscht auch melancholische und ruhige, klare Gesänge und so was findet man auch nicht alle Tage. Den Abschluss des superben Albums macht „Beyond the Grave“. Hier verwöhnen uns Hellrazer zu Beginn wieder mit einer ruhigen Schiene. Im Anschluss erschallt ein herrliches Riffgewitter. Ordentlich rotz rockend gibt man sich auch zum Schluss und verfeinert das ganze mit doomiger Gitarrenarbeit. Ein sehr guter Abschluss ist den Burschen hier gelungen. Das man bis dato noch keinen Plattenvertrag aufreißen konnte ist mir unbeschreiblich, denn die Kanadier sind eine Wucht und ihr Album ist ein absoluter Hammer. Wer sich einen Vorgeschmack machen will kann dies auf ihrer MySpace Seite tun. Kann man den Jungs nur die Daumen drücken das es bald mit einem Plattenvertrag klappt. Bei mir bekommt das Teil einen Ehrenplatz.

Fazit: Doom Metal und Old School Metal Fans aufgepasst das ist genau eure Kragenweite. Viel Abwechslung und technische Raffinesse wird hier geboten.

Tracklist:

01 Intro: The Rising (1:00)
02 Forged in Pain (6:04)
03 Predator (5:21)
04 Black Legion (5:39)
05 Hate Song (4:38)
06 Vigil (6:28)
07 Dehumanizer (5:08)
08 The Hanging Tree (5:59)
09 The Undertaker 6:54)
10 Beyond the Grave (6:48)

Besetzung:

DrZ (voc & guit)
Hoss (guit)
P.O.D. (bass)
Kegger (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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