Band: HYDRA
Titel: Solar Empire
Label: STF Records
VÖ: 30.12.16
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

HYDRA - Solar Empire album artworkDie bayrischen Symphonic Metaller, Hydra, haben bereits mit „Malachite Skies“ ein durchaus passables Debütwerk geschaffen. Nach gut einem Jahr rücken die Herrschaften mit dem Folgewerk „Solar Empire“ nach. War mir so gar nicht bewusst, dass man hier noch etliche Schaufeln nachlegen musste bzw. eben konnte. Dies haben sie aber gemacht und klingen wirklich toll. Ein satter Sound, welcher sich unvermindert in die Gehörgänge bohrt. Auch der Gesang, nach wie vor ein guter Garant und dienlich für eine ausgezeichnet fest verwobene Einheit. Die Bayern haben hier im Gegensatz dazu fürwahr viel hinzugetan, um im Fährwasser des Symphonic Metal ja nicht unterzugehen.

Was besonders gefinkelt ist, ist die Tatsache, dass hier nicht das abgeleierte epische Tremolo-Picking ausgepackt wurde. Man baut auf eine gute Mischung und dies ging den Bayern erneut gut von der Hand. Keine Frage, es gibt sicherlich viele Ähnlichkeiten zu anderen Szenegrößen, doch nicht minder können Hydra hier mithalten. Fachmännisch wurde der Symphonic Sound gut eingesetzt und hat demgegenüber auch einen durch und durch hohen Wiedererkennungswert. Treibende Double-Bass-Passagen prallen immer wieder auf satte Melo-Solis, bevor abgöttisch starke Bombast Arrangements nach vorne drücken. Gut aufgebaut und mit viel Abwechslung sind die Songs erste Sahne und ein Garant für die langanhaltende Unterhaltung im Symphonic Metal Haushalt.

Auch bei ausnehmend lieblichen Nummern wie Beispielsweise „Memorial“, wird nicht die Kitsch-Trief-Terrine ausgepackt. Ebenso hier zeigen die Herrschaften ihren Verstand für eine gekonnte, nicht zu aalglatte Umsetzung. Die Kombination macht es aus und das vereinen Hydra sehr gut. Nichts wird komplett ausgeleiert, sondern außerordentlich frisch umgesetzt. Eine leidenschaftlich bemerkenswerte Symphonic Metal Hoffnung in diesen Tagen.

Fazit: Hydra ziehen auf ihrem Zweitwerk alle Register. Nicht zu glatt poliert und mit viel Verstand hat man hier ein hervorragendes, heißes Eisen im Symphonic Metal Bereich geschmiedet.

Tracklist:

01. Scarlet Occident
02. Between Two Worlds
03. Memorial
04. Witness of Arbitrament
05. Towards the End
06. Crystalline Cage
07. Days of Thunder
08. Assassin’s Scent
09. Horns of Era’Kor
10. Doomed
11. The Last Swan

Besetzung:

Lisa Rieger (voc)
Chris Diefenbach (guit)
Clemens Birkenmaier (bass)
Jens Viertel (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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