Band: Ingested
Titel: The Architect Of Extinction
Label: Century Media Records
VÖ: 2015
Genre: Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Es ist extrem selten, dass mich aus dem extremen Metalbereich etwas von Anfang an überzeugt und diesen Eindruck auch bis zum Ende eines Albums halten kann. Das letzte Mal geschehen bei den abartigen Schändern von Desecration mit ihrem geisteskranken „Cemetary Sickness“ – Album. Jetzt ist es wieder soweit.

Gleich bei „The Divine Right Of King“ kommen Erinnerungen an den schönen alten Guttural-Groove-Death Metal der älteren Dying Fetus zu Zeiten von „Killing on Adrenaline“ auf. Klar trampeln auf dem Pfad viele Grunzelbands herum und schmeißen mit diesen Breakdowns (Oder heißt das jetzt Slam? Ist das dasselbe? Scheiß drauf.), dem Gastro-Intestinal-Gegurgel und all den anderen Insignien um sich und sind dabei so aufregend wie Durchsagen am Bahnhof. Aber INGESTED ergänzen diesen Stil um die Ingredienzen ihrer eigenen Stammzellendiät. Da ist dieser brutale Groove, der auch im Hochgeschwindigkeitsbereich erhalten bleibt. Die Vocals-Varianz zwischen Organ-Gegurgel, kernigen Growls und aggressivem Keifen. Die Präzision von Terminatoren beim Einsatz all dieser Waffen. Und dann gibt´s da noch das kleine Quentchen dunkle Atmosphäre, das in subtiler Dosierung mit an Bord ist.

Der Moshpit Faktor ist Sehr hoch, da bei aller Brutalität immer überaus eingängig und nie nervig, aber: Während ich bei vielen Bands das Gefühl habe, die schreiben ihre Musik nur mit dem Besoffenen-Moshpit als Hintergedanken, dürfte das bei INGESTED einfach nur selbstverständliches Nebenprodukt sein.

Wir haben hier das „Brutal“, das „Technical“, den „Groove“ und sogar ein bißchen den „Core“ von allem, was gern mit „Death“ kombiniert wird. Aber das alles verkommt nicht zum Selbstzweck. Mixed Martial Death Metal könnte man sagen, aber wir wollen ja keine neuen dämlichen Genrebezeichnungen kreieren. Shit, die Bezeichnung ist so schlecht, das könnte sich glatt durchsetzen.

Ein Stall voller Schweine quietscht seinen Beifall.

Tracklist:

01. The Divine Right of Kings
02. Narcissistic Apathy
03. Endless Despondency
04. The Heirs To Mankind’s Atrocities
05. I, Despoiler
06. Penance
07. A Nightmare Incarnate
08. Extinction Event
09. Amongst Vermin
10. Rotted Eden

Besetzung:

Jason Evans (Vocals)
Sean Hynes (Guitar)
Sam Yates (Guitar)
Brad Fuller (Bass)
Lyn Jeffs (Drums)

Internet:

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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