Inner Core – Soultaker

Band: Inner Core
Titel: Soultaker
Label: ((echozone))
VÖ: 06.04.18
Genre: Symphonic Rock/Metal
Bewertung: 2,5/5
Written by: Robert

inner-core-soultaker-album-artworkEine Mischung aus Gothic und Symphonic Rock wird von den deutschen Herrschaften der Band Inner Core praktiziert. Seit 2013 versucht der Bandtross ihr Klangmaterial in einer breiten Facette zwischen klassischen Heavy Metal Elementen und punktgenauen Attitüden des Symphonic abgeformten Metal Veränderungen zu vereinen. Das Debütalbum „Soultaker“ wurde bereits im Mai letzten Jahres in Eigenregie auf den Markt geschmissen. Unter dem neuen Labelbanner ((echozone)) wurde der Silberling erneut aufgelegt und dieser wird ab April dieses Jahr neu in den Ladenregalen stehen.

Die Verschmelzung und hierbei kann der werte Rezensent uneingeschränkt alle Daumen nach oben gehen ist fürwahr gut gelungen. Die klassischen Heavy Metal Anleihen innerhalb der Stücke ist gut gewählt und die Praxis beim Hören lässt nicht unbeeindruckt aufhorchen. Sängerin Anna Rogg hat eine gute Stimme und versucht nicht wie viele ihrer Kolleginnen als Nachtigall schmerzerfüllt die Gunst der Männerwelt zu erhaschen. Vielmehr baut die singende Blondine auf eine starke Gesangskraft wo sie in mittleren, wie desgleichen hohen Tonlagen Trittfest durch die Boxen kommt.

Das Mischprinzip ist bei den ersten vier Songs eine tolle Sache und beeindruckt insoweit mit einer gut ausgeklügelten Mischung, sodass es eigentlich eine prächtige Sache ist. Leider Gottes verlieren die Songs ab der Hälfte des Albums an Kraft und schwummern nur mehr dahin. Das Mischkonzept wiederholt sich ebenfalls sehr oft und demzufolge wirkt das Album im gesamten gesehen etwas lasch. Die Kraft geht verloren und obendrein harken sich die Songs in Dauerrotation nicht fest. Eher im Gegenteil, nach mehrmaligen Durchläufen entpuppen sich viele Abnützungserscheinungen.

Der Versuch zu viel unter Dach und Fach zu bringen ist ebenfalls in der Gesamtheit nicht unbedingt förderlich für eine Platzierung im vorderen Feld. Größtenteils sind die Songs brauchbar, nerven nicht, über ein akzeptabel könne sie leider nicht das Gehör beeindrucken. Prägend sind für mein Gehör die Soundeinflüsse zwischen Mägo De Oz (sind der Folk Metal Einfluss in den Songs) beziehungsweise den Pretty Maids Anleihen für den klassischen Metal Anteil.

Honorabel ist die Tatsache, dass die deutsche Band nicht versucht wie der x-te Klon einer bekannten Symphonic Metal Band zu klingen. Nachteilig ist die Tatsache, dass die Truppe dadurch zu viel will und zum Einsatz bringt. Obendrein fehlt es zum jetzigen Zeitpunkt noch an der kraftvollen Dauerdurchsetzung der Songs. Zu klinisch klingt die Combo an gewissen Ecken und Enden. Streckenweise kommen gewisse Keyboardpassagen sogar ausnehmend unterdurchschnittlich in die Gehörgänge. Dennoch muss der geneigte Symphonic Metal/Rock Fan eines feststellen, schlecht ist es nicht, jedoch für einen breiten Durchbruch mangelt es dennoch.

Fazit: Ein brauchbares Potpourri im Symphonic Rock/Metal wird bei „Soultaker“ von Inner Core geboten. Ein totaler Durchbruch ist das Album bei weiten nicht und somit kein benötigter Meilenstein im Symphonic Genre.

Tracklist:

01. Soultaker 08:01
02. Sweet Addiction 06:28
03. Snowstorm 06:47
04. Crucified 04:28
05. Keep the Distance 05:01
06. Screw That 04:23
07. Blame 04:12
08. Monsters 08:28
09. Ghost Dust 04:45
10. Into Eternity 07:21

Besetzung:

Anna Rogg (voc)
Artur Schall (keys & voc)
Massimo Giardiello (guit)
Richi Echeverria (bass)
Stefan Zimmerling (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.