Band: Insomnium
Titel: Winter’s Gate
Label: Century Media
VÖ: 23.09.2016
Genre: Melodic Death Metal/Progressive Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Peter

Und dann kamen im September 2016 Insomnium und knallten mir ihren Neuling Winter’s Gate vor den Latz. Das passt nicht nur thematisch, da man den Herbst als Tor zum Winter sehen kann, sondern ein „Vor-den-Latz-Knallen“ war wirklich das Empfinden, das ich beim zig-maligen Hören der Scheibe der finnischen Melo-Fortschritts-Deather hatte. Mit Winter’s Gate ist der Gruppe in den Augen des Rezensenten nicht weniger als ein kleines Meisterwerk gelungen. Es ist  aber nur ein „kleines“ Meisterwerk; und zwar aus einem ganz spezifischem Grund. Aber alles der Reihe nach.

Nach ihrem 2014er-Output Shadows Of The Dying Sun sah sich der nordische Vierer durch den Erfolg in seinem Schaffen bestätitgt. Man fasste Mut für neue Heldentaten. Dann kam der Gedanke an Edge Of Sanity’s Klassiker Crimson und man wusste plötzlich, wie man den neuen Mut kreativ umsetzen wollte. Nämlich als ein Konzeptalbum, das im Kern aus einem Song von 40 Minuten besteht. Und schon war Winter’s Gate geboren.

Es mag wohl im Komponieren etwas länger gedauert haben als diese Schilderung, aber das Hören der Scheibe erweckt diesen Eindruck von Leichtigkeit der Portionierung  von spannenden Ideen bei durchgehendem Spannungsbogen. Winter’s Gate ist ein Vierzieg-Minüter geworden, der aus sieben Abschnitten (Parts 1-7) besteht. Jeder Abschnitt ist ein unterscheidbarer und gut konsumierbarer Happen von etwa sechs bis sieben Minuten,  ein individueller Teil des Ganzen. Kurz, wenn man so etwas macht, dann so, und – bitte! – nicht anders.

Am Stil der Band hat sich nicht viel geändert: Man macht nach wie vor melodischen Todesstahl der progressiven und vor allem atmosphörischen Sorte. Der Gesang wechselt zwischen kernig-guttural und medodiös-klar. Auch von dieser Seite her gibt es nichts zu mäkeln. Die gute Frage ist nun, wieso unter so einem Review dann nicht die ganze Punktzahl steht. Dies ist aus einem guten Grund der Fall: Da man zwar „alles“ richtig macht, aber betreffend Innovation und Genre-Kreativität wenig bis nichts neues bietet, kam der Fünfer für mich nicht in Frage.

Tracklist:

Winter’s Gate

Besetzung:

Niilo Sevänen – vocals, bass
Markus Vanhala – guitar
Ville Friman – guitar, vocals
Markus Hirvonen – drums

Insomnium im Internet:

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Headbanger and bedhanger.

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