Band: Kaledon
Titel: Legend of the Forgotten Reign – Chapter 5: A New Era Begins
Label: Hellion Records
VÖ: 2008
Genre: Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Eine Power Metal Band aus Italien die ich schon seit geraumer Zeit sehr zu schätzen weis, sind die Jungs von Kaledon. Sicher aus Italien kommen viele Helloween Kopien, doch diese Herrschaften besitzen soviel Können, Potential und Eigenständigkeit, dass sie sich locker vom restlichen Tross dieser billigen Kopien rauskristallisiert haben. Der nunmehr fünfte Part der „Legend of the Forgotten Reing“ Reihe wurde mir von der Band zugesandt. Was hat sich seit Chapter IV und V Bandtechnisch getan. Nun ja der Gesangsposten hat gewechselt und Claudio Conti hat das Schiff verlassen. So liest sich das Line up wie folgt Alex Mele (guit & voc), Marco Palazzi (lead voc & keys), Tommy Nemesio (lead guit & accustic guit), Daniele Fuligni (keys), Paolo Lezziroli (bass) und David Folchitto (drums) und man darf auf eine Überraschung gefasst sein.

„A New Man“ wird durch Schlachtengetümmel und heroischen Jubeln eröffnet. Ob dies vielleicht auch ein kleiner Hinweis auf den neuen Mann hinterm Mikro sein soll. Keine Ahnung nur eines ist gewiss, diese flotte Eröffnung hat viel Feuer unterm Hinter. Rhythmustechnisch erinnert man mich ein wenig an Hammerfall. Doch der neue Frontmann klingt wie der kleine Bruder von Dee Snider. Superbe Headbangernummer am Anfang des Albums, welche viel Charme besitzt und zu gefallen weis. Auch die Keyboardarrangements sind ausgewogen in Szene gesetzt und bestechen hier mehr mit ihrem oldschooligen Klang und nicht mit stupiden Synthy Geklimper, wie es bei vielen Szenekollegen der Fall ist. Mit einem prasselnden Lagerfeuer als Eröffnung und dem sofortigen Wechsel in den balladesken Bereich geht es nun bei „A Wounded Friend“ weiter. Besonnene Nummer, welche mit einem klassischen Klavierspiel und einigen Streicherarrangements angereichert wurde. Auch in langsamen Gefilden machen die Jungs sehr viel her und bestechen mit sattem Sound und einer gehörigen Portion Gefühl. Mit einem klassischen Intro läutet man schon über zu „Mozul“. Einem sehr bombastischen Stück, das wieder flottere Fahrt aufnimmt. Viele Wechsel werden hier während der Nummer vorgenommen und vor allem der sehr bretternde Gitarrensound lädt zum ordentlichen Gebange ein. Doch auch einige heroische Momente wurden eingeflochten, bevor man wieder ordentlich zur Sache geht. Mit einem Kesselbrodeln und dämonischem Gebrüll wird nun „Undeads Again“ eingeläutet. Etwas symphonischer geht man es hier an, dies war aber noch lange nicht der Grund dass die Jungs einen auf kitschig machen. Eher im Gegenteil eine gut ausgewogene Portion hat man hier einfließen lassen und diese mit einigen raueren Rhythmuselementen versehen. Der bombastische Anteil dröhnt mit einer ungeheuren Kraft daher und setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Windgeheul und feine Streicherarrangements, als auch akustische Gitarren stehen nun bei Beginn von „The End of the Green Power“ im Vordergrund, dennoch lange bleibt man nicht in dieser Ecke und das italienische Flaggschiff nimmt wieder volle Fahrt auf. Mit einem schnellen Tempo glänzt man hier und die Rhythmusfraktion zockt hier sehr flott und entlockt dennoch so manchen melodischen Riffhappen. Die orchestralen Arrangements sind sehr ausgewogen und machen das Stück noch etwas komplexer und man kann sich von den bombastischen Klängen gar nicht satt hören. Die zusätzlich gelieferten Deep Purple lastigen Keyboardklänge sind eine weitere Bereicherung und so wird hier einiges geboten. „A Flash in the Sky“ ist nun eine sehr teutonische, speedige Nummer. Deutlich mehr Geschwindigkeit wurde diesem Track beigemischt. Eine gesunde Auswahl an Melodie und schretternden Elementen hat man hier beigepackt und unterm Strich hat man dadurch eine Headbangernummer Par Excellence geschaffen. Um Zacken speediger ist nun „Great Mighty Light“ ausgefallen. Ein unglaubliches Tempo wird hier an den Tag gelegt. Auch die Gitarrenarbeit ist um Ecken rauer und rotziger, als bei den Vorgängerstücken. Der melodische, als auch bombastische Teil kommt hier vermehrt vom Tastenmann und dadurch ist eine gute Mischung aus harten und melodischen Momenten gelungen. Was mir ein wenig abgeht, ist der Sänger der hier nicht zum Einsatz kommt, doch auch ohne Vocals macht der Track viel Spaß. Sehr heroisch und düster dröhnt nun „Greatest Heart“ aus den Boxen. Ein superber Bombastanteil, der auch hier wie ein Mosaik eingeflochten wurde macht sein übriges. Flotte Songstrukturen stehen hier im Vordergrund, die werden aber immer wieder durch einige speedige, galoppierende Elemente abgelöst. Mit einem schönen klassischen Klavierintro wartet man nun zu Beginn von „The God Beyond the Man“ auf. Nach der flotten Eröffnung, galoppiert man unvermindert nach etwa einer Minute in die kräftige, flottere Midtempoecke um von dort immer wieder einen schnelleren, raueren Angriff zu starten. Eine gesunde Portion härte und raues Gitarrenspiel steht nun auch beim Rausschmeißer am Tagesprogramm. Der Song trägt den Titel „Return to Kaledon“ und man werkelt hier ordentlich. Der heroische Choranteil der im Refrain eingearbeitet wurde ist eine Wucht, bevor man wieder teutonische Klänge von sich gibt.

Fazit: Megageil was die Italiener zustande gebracht haben. Part V ist das stärkste Album, welches ich von den Jungs aus dem Land des Stiefels kenne. Wer Power Metal mit einigen symphonischen Anleihen mag, der wird mit dieser Truppe seine helle Freude haben. Vor allem der Sängerwechsel hat der Band sehr gut getan und macht das Material etwas druckvoller und härter. Könnte mir gut vorstellen, dass eine Tour mit Ecliptica, Dignity und Serenity die Erfüllung eines jeden Fans des Power und Symphonic Metal wäre.

Tracklist:

01. A New Man
02. A Wounded Friend
03. Mozul
04. Undeads Again
05. The End of the Green Power
06. A Flash in the Sky
07. Great Mighty Light
08. Greatest Heart
09. The God Beyond the Man
10. Return to Kaledon

Besetzung:

Alex Mele (guit & voc)
Marco Palazzi (lead voc & keys)
Tommy Nemesio (lead guit & accustic guit)
Daniele Fuligni (keys)
Paolo Lezziroli (bass)
David Folchitto (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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