Unleash – Wake

Band: Unleash
Titel: Wake
Label: Selfreleased
VÖ: 2008
Genre: Death/Thrash/Metalcore
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Das Jahr 2006 war das Gründungsjahr für die türkische Formation Unleash. Nach etlichen Querelen fand Ahmet Gezer (guit) in Izmir gleichgesinnte die ebenfalls dem Death/Thrash Metal frönten. Metal vom Bospurus ist ja nicht wirklich was neues, auch die Qualität der dort eingesessenen Bands ist über die Türkei hinaus bekannt. Haben doch in der jüngsten Vergangenheit Bands wie Pentagramm (Mezarkabul), Knight Errant und Almora dafür gesorgt, das man weit mehr über den türkischen Metal weis als über das Land selbst. Nun reiht sich eine weitere Band in diese Riege ein, nämlich Unleash. Den orientalischen Einschlag können auch diese Jungs nicht verleugnen, zumal es genau das gewisse etwas ist welches die Bands aus diesem Teil der Welt haben. Kaan Dinçer (voc), Hakan Dinçer (bass) und Serkan Cinioglu (drums) haben nun nach der im Jahr 2007 veröffentlichten Ep „The New Constitution“ nun „Wake“ aus dem Hochofen geholt. Selbiges Machwerk ist genau für all jene die Death Thrash mit etlichen Melodien lieben.

Nach einem beachtlichen „Intro“ schiebt man uns gleich „Brave“ als Gustohappen in den Rachen. Mit etlichen Melodielinien welche in einem orientalischen Soundgewand durch die Boxen dröhnen laden die Jungs gleich zu Beginn zum ordentlichen Bangen ein. Doch immer druckvoller werkelt man bis man etwa nach einer Minute vollends das Gaspedal durchdrückt und die Truppe sehr rau und bretternd weiterwerkelt. Mit dem rau-heißeren Organ des Fronters wirkt das Material äußerst hasserfüllt und auch einige modernere Roots wurden in den Gesamtsound eingestrickt und dadurch wirkt man nicht altbacken. Vom Sound her hat man sich ebenfalls einiges einfallen lassen und unterm Strich hat man für die Produktion ein sehr gutes Klangbild auffahren können. Weiter geht es auch schon mit „False Wishes“. Zwar kommen viele Melodielinien weiter vermehrt vor, dennoch drückt man hier etwas mehr den Härtestempel auf. Deutlich mehr wird gebrettert und nur die Äxteschwinger versorgen uns an und ab mit einigen verspielteren Melodien, denn man hat zu einem sehr speedigen und brachialen Tempo gefunden welches mit den dreckigen Shouts des Fronters komplettiert wird. „Wake“ steht nun an vierter Stelle und beginnt mit vielen monumentalen Soundfragmenten. Eher schleppend wird eröffnet und diese Linie zieht man eine Zeit lang durch bevor man dem Zuhörer wieder gehörig in den Allerwertesten tritt. Zwar wird auch hier ein eisigeres Programm gefahren, dennoch blicken die Melodiearrangements etwas mehr durch. Auch der Groove Faktor ist hier nach oben geschnellt wie bei einer Fieberkurve. Welcher auch quer durch die Palette durch etliche Metal Core Einflüsse auszumachen ist. Die drei Stilrichtungen hat man ganz gut zu einem Gesamtsoundbild verpackt, welches qualitativ hochwertig in Szene gesetzt wurde. Als regulären Abschluss donnert nun „Death Incarnate“ aus den Lautsprechern. Der Core wird hier immer dominierender was die Nummer zu einer ordentlichen Mosh-Pit Nummer macht. So gibt es hier etliche Breaks, bevor man wieder ordentlich zur Sache geht. Die Melodieparts wurden gänzlich in den Hintergrund gestellt und hier bekommt der geneigte Fan von brutaler Härte die Vollbedienung, bevor das neueste Lebenszeichen der Bospurus Metaller mit dem „Outro“ ausklingt.

Fazit: Metal made in Turkey weis zu gefallen in all seinen Facetten und da sind Unleash ebenfalls keine Ausnahme. Kann man den Jungs nur wünschen dass sie auch bald mal dem restlichen Europa einen Besuch abstatten werden um auf sich aufmerksam zu machen.

Tracklist:

01. Intro
02. Brave
03. False Wishes
04. Wake
05. Death Incarnate
06. Outro

Besetzung:

Ahmet Gezer (guit)
Kaan Dinçer (voc)
Hakan Dinçer (bass)
Serkan Cinioglu (drums)

Internet:

Unleash Website

Unleash @ Myspace

Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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