Kalmah – Palo

Band: Kalmah
Titel: Palo
Label: Spinefarm Records/Universal
VÖ: 06.04.18
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

kalmah-palo-album-artworkStudiert der Metaller die Metalszen ins besonders die aus dem hohen, nördlichen Metalstaat Nummer Eins, Finnland, so wird er zwangsläufig auf vieles stoßen. Im Härtesektor ranken sich nach wie vor die Sagen und Mythen wie denn nun Children of Bodom jemals zu solch einem Weltruhm gelangt sind. Da gab es viele Landsmänner, welche es den großen Finnen des Melodic Death Metal gleichtun wollten. Nur wenige sind heutzutage bekannt, wenngleich es viele Truppen gab, die gleichzeitig die Karriere mit COB starteten. Ein Jahr nach dem Startschuss für Children of Bodom gingen die aus Oulu stammenden Kalmah auf den Kriegspfad. Bereits von 1991 bis 1998 als Ancestor tätig wütende die Finnen ebenfalls gewaltig im Melodic Death Metal Milieu. Selbstredend und blicken wir auf viele Schlagzeilen, werden die gegenwärtig vorliegenden Finnen weniger genannt als COB. Nicht minder überzeugend wissen diese Herrschaften, wie sie den Kraftakt des Death Metal der skandinavischen Art und Weise mit Power und Melodic Rhythmen vermischen. Reichhaltig und mit enormen Krach hievten diese Jungs ebenfalls göttliche Scheiben aus dem Hemdsärmel. Diesen wurden wiederum weniger gehuldigt, was ich für meinen Teil überhaupt nicht verstehe. Die Qualität ist unbestritten in der Oberliga und die Klasse der Vermischung und Wechselrhythmen sind gleichfalls grenzgenial verankert.

Teils melancholische Breaks innerhalb der Songs ziehen ordentlich runter, bevor mit einem intensiven Kracherlebnis einem in den Allerwertesten getreten wird. Feinste Filetstücke im Melodic Death Metal werden einem da zuteil und diese muss sich der geneigte Melo-Death Fan genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.

Über musikalische Persönlichkeitsentfaltung lässt sich streiten, nicht im Kontrast dazu, wenn es um die Umsetzung der rohen, teils Groove orientierten Kraft geht. Dazu noch etliche Schöpfkellen des melodischen Bereiches und in totaler Vollendung drücken uns die Finnen hierbei ihre rohen, ungehobelten Fleischbrocken in den Rachen. Im Gegensatz zu anderen Melodic Death Metal Kapellen wird nämlich bei Kalmah nicht die Politur bis zum Exzess ausgepackt. Viel lieber belassen es die besagen Finnen, bei stockenden, ruppigen Ecken und Kanten. Das klingt auf dem Werk „Palo“ ungemein erfrischend. Gewiss fokussieren die Finnen einen Spieltechnikbereich, welcher Mitte, Ende der Neunziger zwangsläufig moderner als heute war, dennoch klingen die Songs niemals altbacken oder ausgeleiert.

Unbändige Kraft und reichhaltige Melodiebögen die einen komplett aus den Latschen hieven. Hinzu kommt eine Spielweise, mit welcher desgleichen ihre Landsmänner Children of Bodom was zu knabbern haben werden.

Fazit: Wer die totale Vernichtung im Melodic Death Metal Made in Finnland braucht, der muss „Palo“ von Kalmah haben. Persönlich ist dieser Silberling für mich das Aushängeschild schlechthin in Melo-Death Sachen im Jahr 2018. Da haben es selbst Children of Bodom schwer!

Tracklist:

01. Blood Ran Cold 05:05
02. The Evil Kin 04:15
03. The World of Rage 04:30
04. Into the Black Marsh 04:19
05. Take Me Away 04:48
06. Paystreak 04:55
07. Waiting in the Wings 04:20
08. Through the Shallow Waters 04:24
09. Erase and Diverge 04:12
10. The Stalker 05:17

Besetzung:

Antti Kokko (guit)
Pekka Kokko (voc & guit)
Timo Lehtinen (bass)
Janne Kusmin (drums)
Veli-Matti Kananen (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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