Krankheit – Zerberus

Band: Krankheit
Titel: Zerberus
Label: RIMIX
VÖ: 25/05/18
Genre: Dark Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

krankheit-zerberus-album-artworkKrankheit klingen nach? Der geneigte Purist und Die Hard Fan würde sagen, ja eben nach Krankheit! Meine Person ist schon lange mit dem umtriebigen Treiben der Band beschäftigt und dementsprechend gebe ich euch vorab der Tour, wo das Album bereits zu haben sein wird, einen Einblick ins Klangmaterial meiner direkten Nachbarn. Die Truppe weiß um meine Meckerei und dass ich mir selbstredend kein Blatt vor dem Mund nehme, selbst wenn das Material scheußlich sein würde, was es Gottseidank nicht ist. Blickt der Dark Metal Purist in die Discografie der Band, so klingt kein Album wie das andere. War der Start der Bandkarriere noch von vielen NDH Elementen geprägt, vorliegend hat die Band viele Umschichtungen abgehalten und zusehendes gestiegen ist der Anteil der Dark Metal Fraktion. Desgleichen etliche Versuche kleinere Black Metal Essenzen aus dem Symphonic Black Metal Bereich einzubauen.

Auch bei Krankheit bleibt der direkte beziehungsweise indirekte Einfluss vieler Konzertbesuche, wie desgleichen Mitstreiterbands von Konzerten nicht aus. So kamen, zumindest höre ich es heraus, etliches an Elementen hinzu, welche von Bands aus dem griechischen Raum verwendet wurden. Besonders beim Titelsong hört man solch einen Anstrich merklich heraus. Die kleinen Klassikausflüge dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Kommen vor und sind deutlich geschrumpfter abgehalten, als dass was meine Wenigkeit bis dato von der Band kannte.

Gewachsen ist vor allem Chris mit seiner Stimme, welcher sich merklich gesteigert hat und der Schreiberling den bitterbösen, sadistischen Gesang ohne Umschweife abkauft. Das der gute Tony Gassner, von vielen liebevoll, neckisch „ALTER MANN“ genannt ein gekonnter Schlagwerker ist, stand noch nie zur Debatte. Generell zeigt sich das Trio erweitert und dies wird vor allem für meinen Geschmack Metal lastiger abgehalten. Die Fusion aus Dark Metal und Groove Metal Elementen sind wunderbar aufzunehmen. Martialischer Marschtakt im düsteren Soundkleid trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt. Besonders die Groove getriggerte Gitarre von Roy ergibt eine willkommene Bereicherung im Soundkonzept von Krankheit.

Könnt ihr es liebe Leser mit anderen Werken der Band vergleichen? Nein, zumindest kommt es mir niemals in den Sinn es zu tun. Vorab bin ich alle Alben durchgegangen, keines klingt gleich und was den dunkel-metallischen Anstrich betrifft, ist „Zerberus“ für den Die Hard Dark Metaller genau das Richtige.

Die Unterschiede gegenüber den anderen Alben sind stark erkennbar und zeugt davon, dass die Band ordentlich sich mit ihrer Musik auseinandersetzt, sodass kein Album klingt wie das andere. Unterstreicht den nach wie vor reichhaltig gespickten Ideenreichtum innerhalb der Gehirnwindungen der Mitglieder, welchen die Band hoffentlich weiter fortsetzt. Was bleibt? Für mich das möglicherweise düsterste, kernigste Album der Band. Die Rechnung geht somit meiner Meinung nach auf und dies knallt unbändig auf die Trommelfelle. Wütende Soundallüren soweit das Auge reicht. Da entlockt die Band meiner Wenigkeit ein süffisantes, zuneigendes Grinsen.

Wohin die Soundreise der Band weiter geht? Nun mehr, wenn ihr die Band wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken, wie’s weitergeht!

Fazit: Das wohl härteste, dunkelste Album der Krankheithistorie ist mit dem „Zerberus“ der Hölle entstiegen.

Tracklist:

01. Zerberus
02. Kalte Liebe
03. System
04. Eis und Blut
05. Papa’s Messer
06. Winter des Lebens
07. Terrorarie
08. Gevatter Tod
09. Amen

Besetzung:

Christian Präauer (voc)
Anton Tony Gassner (drums)
Roy Robin Preissler (guit & bass)

Internet:

Krankheit Website

Krankheit @ Facebook

Krankheit @ YouTube

Krankheit @ Instagram

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.