Band: Mahat 
Titel: Looking For A Ride
Label: Selfreleased
VÖ: 2012
Genre: Stoner Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Stoner Rock hat ja in den letzten Monaten einen enormen Popularitätsschub gemacht. Eigentlich schon einige Jahre, doch erst im letzten halben Jahr haben sich mehr und mehr Bands aufgemacht ihre Scheibletten an den Mann/Frau zu bringen. Nur die wenigsten haben hier abgestunken und durch die Bank bieten die Formationen nur Gutes. Viele eifern zwar eher dem klassischen, mehr in die 70er Richtung tendierenden Sound nach. Mahat zeigen uns auf „Looking For A Ride“ dass durchaus auch eine modernere Abform ihren Anreiz hat. Dadurch geht zwar etwas der Old School Faktor verloren, aber andererseits zeigt man sich von einer sehr innovativen Seite, welches dem Gesamtkonzept unglaublich wohltuend zugutekommt. Die sehr flockigen Songs treibt man mit einer vehementen Kraft durch die Boxen und dabei darf auch eine ordentliche, erdige Portion nicht fehlen, welche selbstredend mit einem guten Schuss hinzugefügt wird. Wer auf psychodelische Soundstücke hofft ist eher fehl am Platz, wer allerdings auf ordentlich Groove und einen kernigen Sound, mit teils leichten amerikanischen Zügen steht, für den ist dieses Album bestens zurechtgezimmert worden. Durch diesen Mischsound seitens der Truppe Mahat bietet man quer durch den Gemüsegarten eine sehr verbissene, shakige Runde. Solche Kraftakte wissen zu begeistern und auch hier kann man eine breite Masse unterhalten, welche oftmals gar nicht mal so richtig mit dem Stoner Sound was anfangen können. Die Tinktur des sehr modernen, groovenden Heavy Rock Bereichs wurde dabei bestens ausgebaut und so gibt es auch einige Wechsel mit denen man niemals rechnen würde. Sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig, steigern aber meiner Meinung nach das Interesse ungemein und lassen die Songs nicht zu schlicht klingen. Der Wüstensöhnecharakter ist einfach unglaublich und somit könnte man wieder Vergleiche mit der Formation Texas Hippie Coalation anstellen. Deutlich traditioneller gehen aber die Stuttgarter aber hier zu Werke, wenngleich auch einige Ähnlichkeiten vorhanden sind. Das pure Groove-Stoner-Wüstenrock Partyfeeling das man hier zelebriert ist einfach adrett und begeistert vom ersten bis zum letzten Moment. Freunde dieser Mischung können durchaus hier einen Blindkauf riskieren und werden nicht enttäuscht.

Fazit: Sehr adrette, moderne Ausrichtung des Stoner Bereichs. Durch einige Beigaben tendiert man zwar nicht astrein in diesen, aber die Melange aus den genannten Elementen wurde zu einem gut köchelnden Brei zusammengefügt. Das Hörvergnügen wird zu keinem Zeitpunkt dezimiert, wenngleich sicher noch einige Schräubchen nach oben nach zu justieren sind.

Tracklist:

01. Atacama
02. Looking For A Ride
03. Rolemodel Education
04. Solitude
05. Desert Night
06. Rewind
07. Skulls ’n Bitches
08. Lost
09. Stoner Mountain
10. On Top Again
11. Blame Me
12. Wrong Way
13. Lost (acoustic)

Besetzung:

Phil Haag (voc)
Toni Guida (guit)
Timo Langhof (drums)
Matze Merker (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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