Band: Markonee
Titel: See the Thunder
Label: Escape Music
VÖ: 2009
Genre: Hardrock, Melodic Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Markonee sind der neueste Exportschlager für klassischen Rock aus Italien. Ihrer Liebe zu Winger, Ratt, Gotthard und Warrant setzen Stefano Peresson (guit & keys), Carlo Bevilacqua (guit), Luigi Frati (bass), Ivano Zanotti (drums) und Gabriele Gozzi (voc) auf ihrem neusten Output um, welcher am 13. November via Escape Music erscheinen wird. Das Album hört auf den Namen „See the Thunder“, zwar kann man dies nicht sehen, aber spüren kann man den Donner auf diesem Full Length Album ganz stark.

Recht flott und dennoch erdig wird mit „Way 2 Go“ eröffnet. Die sehr temporeiche Soundstruktur die man diesem Opener gegeben hat wurde noch mit einigen Erweiterungen ausgestattet und vor allem die chorlastigen Refrains kommen dabei druckvoll zum Einsatz. Komplettiert wird dieser flotte Rocktrack mit einigen klassischen, als auch funkigen Elementen, die man erstaunlich verbindend eingeflochten hat. Gute Shakernummer, mit temporeichem Spiel, die zum Abgehen sehr gut geeignet ist. Sehr lieblich und dennoch schräg wird nun „Woman & Whisky“ eingeläutet. Gleich im Anschluss steuert der Trupp wieder flotte Gefilde an. Diese Rockwand die man uns hier unterbreitet wurde mit viel Stars & Stripes Rockfarbe angepinselt, doch die Italiener besinnen sich immer wieder auf die europäischen Wurzeln, obwohl der amerikanische Faktor weites gehend Wegweisend ist. Viele rotzige und erdige Gitarrenriffs werden noch als zusätzliche Gustohappen mitgeliefert und diese dröhnen gewaltig aus den Boxen, bevor man wieder etwas mehr Druck macht. „See the Thunder“ wird durch einen Chorlastigen Gesang eröffnet, bevor man mit viel Rotz dahin stampft. Diese stampfende Grundstruktur verlässt man immer wieder für kurze sanfte Nebenwege, bevor es wieder zurück auf den Hauptpfad geht. Eine pure Rotzmaschinerie wird uns beim folgenden „Shores of another see“ geboten. Das Tempo hat man ähnlich wie beim Vorgänger ausgerichtet, doch der Rotz trieft hier nur so aus den Boxen und das röhrt mit den erdigen – sägenden Gitarren gewaltig. Etwas kantiger und ungeschliffener kommt man dadurch rüber und das wühlt extrem auf und verleitet binnen Sekunden zum Abhoten in den vier Wänden. Mit verzogenem Gitarrenspiel, welches kleine Nuancen an progressiven Einflüssen aufkommen lässt knüpft man nun mit „The Big K“ an. Selbiges entpuppt sich aber als Nachfolge, ebenfalls als erdig rockende Hymne im besonneneren Tempo. Wobei man wieder sehr stark und hingebungsvoll über den großen Teich blickt. Auch etliche Southern lastige Einflüsse hat man in die ansonsten schallenden Rockrhythmen eingebaut und dies komplettiert man mit einigen satten Chorrefraingesängen. Mit „The Cross between the lines“ drückt man wieder ordentlich die Tube und mit temporeichem Rhythmus galoppieren die Stiefelrocker in rotziger – klarer Wechselmischung dahin. Erneut greifen die Jungs auf satt ausgeschmückte Refrains zurück und diese baut man verstärkter ein. Mit einem superben Drumsolo wird nun „Brand new day“ eröffnet, bevor es wirklich groovend weiter geht im Rockprogamm. Selbigen Rhythmus schmückt man zwar mit vielen klaren, als auch melodischen Zusätzen aus, die vor allem in diesen Passagen etwas aufs sanfte Gemüt drücken, doch nachher gibt man sich wieder alle Mühe auf die begonnene Schiene zurück zu kehren. Nahtlos wir nun mit „Back on me“ angeknüpft, wobei man hier genau die umgekehrte Version bietet. Die dominant klaren, sanften, als auch flotteren Klänge verdrängen wie eben erwähnt die groovenden Einflüsse. Dadurch wirkt alles etwas klassischer und auch das Tempo wird hier um einige Rädchen erhöht. Sanft und ruhiger wird es nun mit „Cherry Blossom“, doch so richtig liebliche Balladen scheinen die Burschen nicht in ihrem Repertoir zu haben. Zwar spielt man hier vorerst im besonnen, ruhigeren Gewässer, doch viel Melancholie wird hier quer durch den Gemüsegarten versprüht. Satte Solis und Riffs werten das Stück ungemein auf und durch diese Zusätze bringt man einige Wechsel pressgenau auf einen Nenner. „I Believe in father christmas“ röhrt nun zum Abschluss im erdigen – stampfenden Soundgewand durch die Anlage. Immer wieder versucht man die ungeschliffenen Strukturen durch einige klare, als auch satte Refrains aufzulockern, doch diese sägt man immer wieder durch die sehr tiefer getrimmten Gitarren nieder. Ungeschliffen und ungehobelt klingt dieser Rausschmeißer dadurch und weiß mit viel Charme zu bezirzen.

Fazit: Guter klassicher Rockopus für die älteren Fans dieser Stilrichtung. Diese werden nach allen Regeln der Kunst verwöhnt und dürften dieses Album mit Sicherheit nicht so schnell aus dem Player entfernen.

Tracklist:

01. Way 2 Go
02. Woman & Whisky
03. See the Thunder
04. Shores of another see
05. The Big K
06. The Cross between the lines
07. Brand new day
08. Back on me
09. Cherry Blossom
10. I Believe in father christmas

Besetzung:

Stefano Peresson (guit & keys)
Carlo Bevilacqua (guit)
Luigi Frati (bass)
Ivano Zanotti (drums)
Gabriele Gozzi (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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