Band: Masterplan
Titel: Novum Initium
Label: AFM Records
VÖ: 2013
Genre: Power Metal, Melodic Metal, Progressive Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Thorsten Jünemann

ENDLICH ein neues Lebenszeichen von MASTERPLAN…

Seit Monaten fiebere ich dem Release entgegen, standen MASTERPLAN für mich als dtsch. Konstante für melodischen Metal mit Tiefgang, aber leider auch mit einem stetigen Line-Up Wechsel, der mich persönlich als Fan schwer angekotzt hat!
Mal ein kurzer biografischer Abriss:

MASTERPLAN, die von ex-Helloween-Gitarrist Roland Grapow 2002 gegründete Band, meldet sich anno 2013, drei Jahre nach ihrem letzten Longplayer „Time To Be King“, mit runderneuertem Line-Up zurück. „Wir wollten einfach wieder live spielen und viel präsenter sein“, erklärt Grapow. „In der vorigen Besetzung war dies leider nicht so ohne weiteres möglich. Wir sind froh, jetzt wieder eine schlagkräftige Truppe am Start zu haben“. Neu im Line-Up der Band sind der u.a. von At Vance/Herman Frank bekannte Sänger Rick Altzi und ex-Stratovarius/Devil’s Train-Bassist Jari Kainulainen, die sich perfekt bei MASTERPLAN eingefügt haben. „Die Chemie stimmt einfach“, stimmt Grapow ein. „Auch von den musikalischen Vorlieben her sind Jari und Rick bei MASTERPLAN gut aufgehoben. Ricks Stimme ist der von Jorn nicht unähnlich, aber er hat auch seine eigene Note. Jari wiederum ist einer der besten Bassisten, die ich je kennengelernt habe und dazu ebenfalls ein super umgänglicher Typ.“ Dazu ist seit einiger Zeit auch mit Martin Škaroupka (Cradle Of Filth) ein neuer Schlagzeuger an Bord, den Roland als „eine Hölle von Drummer“ bezeichnet.

Als sich MASTERPLAN 2002 formierte, war die Truppe schnell als DIE Melodic Metal-Sensation in aller Munde. Die beiden ex-Helloween-Musiker Roland Grapow und Uli Kusch zauberten mit Jorn Lande einen erstklassigen Sänger aus dem Hut und mit Axel Mackenrott (Keyboards) und Bassist Jan S. Eckert wurde die Supergroup komplettiert. Das mit der Vorabsingle „Enlighten Me“ angekündigte Debütalbum „Masterplan“ schlug 2003 wie eine Bombe ein. Die Band feierte auf Anhieb europaweite Charterfolge und baute sich innerhalb nur weniger Monate eine riesige, weltweite Fangemeinde auf. Schließlich ging es auf Europatour mit Hammerfall, bevor man Album #2 in Angriff nahm. „Aeronautics“ erschien im Januar 2005 und setzte den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Im Rahmen der „Flying Aces“-Tour präsentierten sich MASTERPLAN erstmals als Headliner. Zum dritten Album „MK II“ (2007) gab es die ersten massiven Veränderungen in der Band: Sänger Jorn Lande und Drummer Uli Kusch gingen fortan eigene Wege und wurden durch Mike DiMeo (ex-Sänger von Riot) und Schlagzeug-Veteran Mike Terrana ersetzt. Auf Europatour mit Saxon stellte sich die neue MASTERPLAN-Besetzung vor. Mit dem vierten Album „Time To Be King“ kehrte Sänger Lande kurzzeitig in die Band zurück, leider kam es aber, trotz zahlreicher Anfragen, zu keinerlei Liveaktivitäten.

Und vllt. war das auch der Casus Knackus, dass „Time To Be King“ letztendlich trotz seiner Klasse etwas unterging. Auch das vorige Album mit Mike DiMeo am Mikro war leider nur durchschnittliche Kost, und konnte bei den schwerverwöhnten Fans nicht wirklich punkten.

Doch nun soll ja alles besser werden…
Und das Album wird allen Vorschusslorbeeren gerecht!
Auch wenn JORN schon wieder nicht mehr mit an Bord ist, schafft es Neu-Sänger Rick Altzi trotzdem den Norweger vergessen zu machen, den vorbildlich produzierten und erstklassigen Songs das typische MASTERPLAN Merkmal aufzudrücken und jeden Song (egal ob straighte Metalnummer oder balladeske Töne) mit den neuen Mitmusikern um Roland Grapow gewohnt gekonnt zelebrierend zu intonieren.

Ein Fest für´s verwöhnte Gehör ohne Füller, nur Killer! Zu den beiden Bonustracks auf dem limitierten Digipack kann ich leider nichts sagen, die liegen mir nicht vor. Aber die 11 Tracks der Jewelcase Edition reißen mir schon dermaßen den Kopf ab, dass ich gar nicht anders kann, als hier volle Punktzahl mit 5 Sternen zu verteilen.

Durch die neue Mannschaft und der Rückbesinnung auf alte Tugenden und Stärken, kann man das auch als Comeback sehen und das ist MASTERPLAN eindrucksvoll gelungen.

5 / 5 Punkte + 5 Sternchen

Tracklist:

01. Per Aspera Ad Astra
02. The Game
03. Keep Your Dream Alive
04. Black Night Of Magic
05. Betrayal
06. No Escape
07. Pray On My Soul
08. Earth Is Going Down
09. Return From Avalon
10. Through Your Eyes
11. Novum Initium
12. 1492 (digipack bonus track)
13. Fear The Silence (digipack bonus track)

Besetzung:

Roland Grapow (guit)
Axel Mackenrott (keys)
Jari Kainulainen (bass)
Rick Altzi (voc)
Martin Scaroupka (drums)

Internet:

Masterplan Website

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