Band: Mireau
Titel: The World In Your Way
Label: Redfield Digital
VÖ: 2014
Genre: Metal, Post-Hardcore, Metalcore
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Zwischen Post-Hardcore und Metalcore sehen sich die Nordiren aus Belfast beheimatet. Diesen Sound bestmöglich umzusetzen versuchen sie erst seit 2011. Was unterscheidet dies nun von andere Kapellen dieses Genres? Nun die Belfaster Combo geht hier einfach harsch an die Sache und versucht sich nicht an die Kamellen vieler Szenekollegen anzuschließen. Rau ungestüm und trotzdem gut verpackt zündet das Material amtlich. Teils technische Einlagen und Arrangements lassen das Ganze komplett anders klingen als man es denkt. Der Sound und die Produktion sind sehr gut ausgefallen, einzig das Schlagzeug klingt teilweise zu klinisch und klickt oftmals wie ein Drumcomputer. Die Vermischung der Formation ist gut geworden und auch der Wechselgesang ist einfach gut ausgefallen. Der mehrheitlich steile, zahnige Speedsound hämmert gewaltig und erinnert nicht sofort an viele größere Kapellen des Business. Somit viel Eigenständigkeit und eine für mich sehr erfrischende Note. Gute Kick und Breaksounds machen Lauen hier amtlich abzugehen und sich vollends auszutoben. Was besonders hervorsticht, ist der Fakt, dass man es gut versteht viele Elemente des Genres gekonnt zu verbinden. Überleitungen und Ideen sind sehr aussagekräftig und gehen unvermindert in den Gehörgang rein und dies trotz vieler Postschübe. Handsam aber nicht zu lasch eben und dass macht den Sound der Nordiren eben aus. Bei etlichen Parts erinnert man mich etwas an Asking Alexandria, wenngleich diese Truppe durch etliche Genreufer hüpft. Sicherlich nichts für den alternden Metalfan, aber die junge Meute unseres heißgeliebten Metal wird da sicherlich viel für sich entdecken. Die Melodienhomogenie und der Härtegrad wurden gut eingesetzt und so battelt man sich komplett über den Output. Hier offeriert man einfach viel Verstand und die gekonnte Ummünzung vieler Argumente im musikalischen Becken des Metalcore und Modern Metal wurde sehr gut unter Dach und Fach gebracht. Für mich besonders schön anzuhören sind die steten Wechsel zwischen Ultrahart und schier lieblich. Auch das gewisse Quantum an hymnischen-epischen Arrangements, welche man an und ab immer wieder im Hintergrund hervordonnern lässt, passt wie die Faust aufs Auge. Eine Symbiose wurde hier geschaffen welche einfach langanhaltend beeindruckt.

Fazit: Einfach superb was man hier für den Genrefreund zurecht gemacht hat. Symbiose und Vermischung gehen einher, dennoch wirkt man niemals Orientierungslos. Gut verpackt macht das einfach Spaß und hat viel Wiederkennungswert. Einzig vielleicht beim Drumsound hätte ich mir einen bessern Wums gewünscht.

Tracklist:

01. Dead Famous
02. The World In Your Way (feat. Matty Mullins)
03. Weekend Of Filth
04. No Light For You (feat. Austin Thornton)
05. Common Ground
06. Down & Out
07. How To Bury A Millionaire
08. You Don’t Know Me
09. She Is The Devil
10. To Make Amends

Besetzung:

Ryan Nixon (voc)
Mark Weeks (voc & guit)
Nath Euington (bass)
Jonny Tweed (guit)
Scott Ross (drums)

Internet:

Mireau @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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