Band: Moloken
Titel: All Is Left to See
Label: Temple Of Torturous
VÖ: 19.10.15
Genre: Sludge Metal/Post-Hardcore
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Atmospheric Sludge Metal/Post-Hardcore steht schon seit etlichen Jahren auf dem Banner der 2007 gegründeten, schwedischen Combo Moloken. Bis dato bei mir doch ein eher unbeschriebenes Blatt, guckt man dann doch etwas skeptischer, aufgrund der stilistischen Einordnung. Das wird sicherlich wieder so zäh wie ein alter Kaugummi oder? Nein eigentlich nicht und das ist schon mal ein guter Pluspunkt für die Schweden. Sie sind sicherlich keine leichte Runde, aber zelebrieren auch nicht ein zu komplexes Soundbild. Man versteht es einfach wie man diese Soundfragmente zusammenstanzt und dann immer wieder Breaks einhält, wo man düster beschaulich einen Noisesound kreiert der unter die Haut geht.

Sicherlich jetzt nicht die Alltagsmusik die man locker aufnehmen kann, aber es ist einfach so für richtig beschissene Momente. Was ein weiteres durchaus nicht von der Hand weisendes Detail ist, sind eben sehr viel Sludgeattitüden, welche mit pushend-pochend Tribes wie auch wieder sehr befremdlich unangenehmen Soundvermischungen verwoben wurden. Die Melange ist bitter und teilweise sehr staubtrocken. Aber im Gegensatz zu anderen Kollegen wagt man den Schritt nicht zu komplex zu klingen, aber auch nicht auf das gewisse Maß an Progressivität zu verzichten. Das stete Zerr und Wechselbild wurde somit gut unter Dach und Fach gebracht. Teilweise hat man erstklassige Songs dabei, leider schleichen sich auch einige Tracks ein, welche weniger erbaulich sind. Die Waage wird dabei aber gehalten, sodass man wirklich von einem durchaus guten Album sprechen kann.

Auf das Terrain, dass sich die Jungs wagen ist sehr schwierig, haben es aber im Grunde genommen gekonnt unter Dach und Fach gebracht.

Fazit: Kein leichter Tobak, welchen uns die Schweden hier unter die Nase reiben. Hier und da wären einige Soundfragmente deutlich sachter wesentlich besser gewesen. Im Großen und Ganzen serviert man uns aber einen düsteren Happen aus dem eingangs genannten Genrebereich, welchen sicherlich längerfristig genießen kann.

Tracklist:

01. Subliminal Hymns 03:06
02. All Is Left to See 04:30
03. I Can’t Hear You 01:26
04. Burst 01:14
05. Seventh Circle 07:01
06. Wreckage 00:53
07. I Dig Deeper 06:49
08. Beginning of the End 04:13

Besetzung:

Jakob Burstedt (drums)
Kristoffer Bäckström (guit & voc)
Nicklas Bäckström (bass & voc)
Patrik Ylmefors (guit & voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.