Band: Monster Magnet
Titel: Milking the Stars: A Re-Imagining of Last Patrol
Label: Napalm Records
VÖ: 2014
Genre: Psychedelic Rock
Bewertung: 1/5
Written by: Lex

MONSTER MAGNET, auch schon lang im Rennen der Name. Ich kann mich an diesen einen guten Song von der „Dopes To Infinity“ erinnern, die daheim verstaubt. Ich glaube es war der Opener, der da recht nett gefetzt hat. Und da war damals auch noch eine Szene in diesem Neunzigerjahre Dracula Film, in dem der Obervampir durch New York läuft und irgendein Musikvideo von Monster Magnet als cool bezeichnet. Das war Dracula 2000, Dracula in New York oder irgend so ein Zeug. Gar kein schlechter Film, aber wahrscheinlich hab ich ihn besser in Erinnerung als er ist, so ähnlich wie bei den Beastmaster-Filmen… Ok, ich bin abgeschweift und wollte eigentlich nur klarmachen dass ich mit Monster Magnet und Psychedelic Rock im Allgemeinen überhaupt nichts zum Schaffen habe. Das hier wird also ein Barbaren-/Kulturlosen-/Naiv-Review von einem Kerl, der eigentlich gar keinen Zugang zu dem Material hier hat. Ich hab so wenig Ahnung von Psychedelic und Monster Magnet wie ein Filmkritiker, der glaubt dass Bruce Lee ein Wrestler war. „Ah, DAS ist Bruce Lee, hab ihn immer mit diesem Hulk Hogan verwechselt.“
In Ordnung, fangen wir damit an dass „Milking The Stars…“ ein Remake vom letzten Monster Magnet Album „The Last Patrol“ ist. Angeblich klingt das originale Last Patrol düsterer, während das Sternenmilch-Remake irgendwie fröhlicher klingt. Ich kenne Last Patrol nicht, also lassen wir das mal so stehen und kümmern uns nur um die vorliegende Weltraum-Euter-Version. Die fängt mit „Let The Circus Burn“ an, ein siebenminütiges Instrumental in dem absolut gar nichts passiert. Vielleicht ist das eine Art Test, bei dem der Hörer feststellen kann ob er schon im richtigen Geisteszustand für ein Monster Magnet Album ist. Bin ich nicht, aber muss trotzdem weiterhören. Dann kommt mit „Mindless Ones ´68“ ein hörbarer Track mit diesen Spukhaus-Keyboards im Hintergrund. Das wäre mein Anspieltipp, wenn danach nochmal etwas Gescheites kommen würde. Aber bis zu „Goliath Returns“ bleibt das Album für mich dann erstmal ein vager Drogennebel, der irgendwie rockt und dann doch wieder nicht. Ich fühl mich bald als hätt ich´s fünf Stunden lang nicht geschafft vom Sessel aufzustehen, im Fernsehen waren alte Folgen von „Bauer sucht Sau“ und die Dusche funktioniert nicht. Ich bin psychedelisiert, und ich mag´s kein bisschen. Dann wie gesagt kommt „Goliath Returns“, die Gitarren kommen mir vergleichsweise cool vor. Leider nur ein Instrumental. Scheiße, was soll ich mit Instrumentals? Ich will richtige Musik hören… Überhaupt sind irgendwie alle Tracks hier Instrumentals, Instrumentals mit Vocals gewissermaßen. Vier weitere Tracks mithilfe von Nutellabroten durchgestanden, kann ich stolz verkünden es echt versucht und irgendwie mein erstes Monster Magnet Album durchgestanden zu haben. „Mindless Ones“ bleibt in Form von Spukkeyboards irgendwie im Kopf, der Rest ist schon wieder vergessen. Sorry, das ist nichts für mich. Ich hätte das Album gern ohne Wertung gelassen, da es nur eine alternative Version eines bereits veröffentlichten Werks ist. Leider sollen die Stücke so stark umgearbeitet worden sein, dass es fast schon tatsächlich ein neues Album darstellt. Wär ein schönes Schlupfloch gewesen… Folglich muss ich das Album so bewerten, wie es mir gefallen hat. Nämlich gar nicht. Aber um einen ausgelutschten Frauenspruch zu paraphrasieren: Es liegt nicht an euch, Monster Magnet. Ich meine, ihr seid so psychedelisch und alles. Ihr seid sicher eine tolle Band. Eeeeehrlich. Es liegt an mir, ich bin einfach nicht der Hörer den ihr sucht.

Tracklist:

01. Let the Circus Burn
02. Mindless Ones ’68
03. No Paradise for Me
04. End of Time (B-3)
05. Milking the Stars
06. Hellelujah (Fuzz and Swamp)
07. I Live Behind the Clouds (Roughed Up and Slightly Spaced)
08. Goliath Returns
09. Stay Tuned (Even Sadder)
10.The Duke (Full On Drums ‚N Wah)
11. Last Patrol (live at the AB, 2014)
12.Three Kingfishers

Besetzung:

Dave Wyndorf (Guitar, keyboards, vocals)
Philip Caivano (Guitar)
Chris Kosnik (Bass)
Bob Pantella (Percussion, drums)
Garrett Sweeny (Guitar, sitar)

Internet:

Monster Magnet Website

Monster Magnet @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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