Band: Moros
Titel: Lakeside Terrorfrönt
Label: Selfreleased
VÖ: 2014
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Das Ländle, so bezeichnen ja die Vorarlberger liebevoll ihr Bundesland, ist klein und fein. Wie die Gallier kommen einem die Leute oftmals dort vor und auch die Bands zeugen immer von einem metallischen Wiederstand, welchen man so verbreitet im restlichen Österreich nicht allzu oft findet. Ihr ganz eigener Charme ist einfach ungelaublich wohltuend und da ist es egal um welches Genre es sich handelt und in der Vergangenheit von uns rezensiert wurde. Eine weitere Truppe, mit den Namen Moros ist bei uns vorstellig geworden, um uns ihr Debüt aufs Auge zu drücken. Obwohl seit 2004 aktiv, hat man hier eben, wie erwähnt erst das erste Lebenszeichen in der Hinterhand, dennoch braucht man sich vor niemanden zu verstecken. Die Jahre seit ihrer Gründung wurden eifrig genutzt und mit ihrer Varation im Speiseplan des Death/Thrash Metal offeriert man ein leicht Old School angehauchtes Mahl. Prost Mahlzeit kann man hier nur sagen, denn die Jungs zeigen sich von einer sehr Innovativen Breitseite. Denn obwohl man hier mehr den traditionellen Sektor bedient, klingt man nicht ausgelutscht, sondern bietet eben eigene Qualitäten. Einflüsse bei alten Kapellen in allen Ehren, sind sicherlich zu hören, dennoch klingt man nicht wie der x-te Act, welcher einfach seine eigene Hommage ziehen will. Frisch, energisch und mit viel Herzblut beübt man den geneigten Fan des Style und bietet hier durchgreifende Argumente sich vollends zu den Klängen auszutoben. Die leichteren Melodievariationen und leicht Heavy angehauchten Stopps (vor allem bei „Drunken To The Bone“) sind einfach eine Mixtur, welche einfach super ins Gehör geht. Freilich ist vor allem bei den clear Passagen der Sänger noch ausbaufähig, dafür ist er, was den harschen Bereich betrifft ein Typ mit einer sagenhaften Kraft bei den Stimmbändern. Gute vermischt und mit einer tollen Soundproduktion wird die Maschinerie in der Melange zwischen Death – Thrash und typischen Heavy Metal vollends auf hochtouren gebracht. Ob nun die sehr schmetternde Breitseite, oder einfach die deutlich verschönernden Parts, alle greifen gut in und übereinander. Somit ein gelungenes up and down, welches animierlich auf die Trommelfelle hämmert. Viel Staub wird dabei aufgewirbelt und man ackert und zockt auf Teufel komm raus. Es mag sicherlich in diesem Bereich, vor allem bei den etwas traditionelleren Bands sehr viel abgegrast worden sein, dennoch beweisen, wie im Falle der Vorarlberger, immer wieder Acts, dass hier noch keine Wüste ist, sondern man mit einer eifrigen Arbeit noch viel raus holen kann.

Fazit: Sehr schöner, vermehrt im Old School Bereich angesiedelter Death/Thrash Metal, welcher zwar viele Duftmarken hat, aber eben nicht wie eine Kopie großer Acts klingt. Innovation ist das A&O bei Moros und das unterstreicht ihren ganz persönlichen Härtecharme der einfach wohltuend auf die Rübe donnert.

Tracklist:

01. Souleater
02. Drunken to the Bone
03. Breed of the Earth
04. 7:06 P.M.
05. Satanic Oath
06. Lakeside Terrorfrönt
07. Awesome Corporation About Beer
08. 420
09. Skeleton King

Besetzung:

Mighty Mons (voc)
Sebi (guit)
Phippo (drums)
Staempfe (bass)
Buruc (guit)

Internet:

Moros Website

Moros @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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