Band: Mother Road
Titel: Drive
Label: AOR Heaven
VÖ: 2014
Genre: Blues Rock, Hard Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Thorsten

Herrjeh…da habe ich mir aber echt viel Zeit genommen, um das Debütalbum „Drive“ der deutsch-amerikanischen Band MOTHER ROAD aufs Korn zu nehmen…

Aber es fiel mir wirklich nicht leicht, denn in meinem tiefsten Unterbewusstsein habe ich mir wohl ein Album gewünscht, bzw. erwartet, was in eine ähnliche Kerbe haut, wie das großartige SOUL DOCTOR Debüt! Warum?

Weil mit Chris Lyne, Frank Binke & Zacky nun mal die Musiker der Scheibe vertreten sind.

Komplettiert wird die Band mit Keith Slack (Steelhouse Lane, Mudpie,…) am Mikro und Allround-Melodicrockalleskönner Alessandro Del Vecchio!

Eine bluesgetränkte Stimme, welche sehr nach dem frühen Coverdale klingt, reißt mich aber aus Träumen und Wünschen und erklärt mir, dass hier keine Melodic-Hardrockperle rotiert, sondern modern gespielter und doch klassisch gehaltener Bluesrock zelebriert wird. Ähnlich wie Bonamassa, aber doch eher in Richtung frühe Whitesnake, Deep Purple, Bad Company, und so weiter tendiert, um einen ungefähren Rahmen nennen zu können.

Ich sage bewusst tendiert, weil hier nicht geklaut sondern geklotzt wurde denn den exzellenten Musikern gelang es, ein nach sich selbst anhörendes Werk zu schaffen, welches den Stempel aller Beteiligten trägt und damit einen echten Wiedererkennungswert besitzt.

Knappe 51 Minuten lang, geht das Album recht kurzweilig ins Ohr, macht Spaß beim Grillen, gefällt beim Autofahren, steigert die Laune beim Putzen und dudelt sich einfach nicht tot!

Das aber wollte ich wissen und wirklich ausgiebig testen, um nicht als Fanboy geoutet zu werden…
Was mir nicht so gefällt ist der Sound! Das kann aber auch an den verdammten MP3´s liegen…
Grundsätzlich klingt alles schon sehr souverän und professionell, aber auch irgendwie sehr dumpf!
Absicht?

Letztendlich sorgt es wiederum positiv dafür, dass die Hammond noch stärker nach 70er klingt! Auch die Rhythmusfraktion funktioniert und harmoniert bestens miteinander und zum herausragenden Gitarrenspiel von Chris Lyne sowie zu der dominanten, aber doch warmweichen rauchigbluesigen Stimme von Mr. Slack muss ich nicht viele Worte erwähnen, denn beide sind seit Jahren in dem Genre bekannte Größen!

Ich habe mich auch fix damit abgefunden, dass nicht alles Soul Doctor ist, wo Soul Doctor drin ist, und ich finde das auch gut so!

MOTHER ROAD gestalten kein neues Genre, aber wirbeln im bekannten Genre mächtig Staub auf!
Gibt derzeit nicht viele Alben, die ich von Anfang bis Ende ununterbrochen immer wieder und gern hören kann.

Aber nun mal Butter bei die Fische:

Wo ist der Hit auf dem Album?

Wo ist der Song, den man nicht mehr aus den Kopf bekommt, auch wenn das Album längst durchgelaufen ist?

Es gibt keine schlechten Songs, das musikalische Niveau ist verdammt hoch aber mir fehlt der Hit!
Wenn ich mir ein „Tape“ fürs Auto basteln würde, wüsste ich immer noch nicht, welche/n Song/s ich dafür verwenden sollte…Na gut, so läuft halt jedes Mal das komplette Album, hat ja auch was…

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