Band: MOTHERBRAIN
Titel: Voodoo Nasty
Label: Setalight Records/Setalight
VÖ: 02.12.16
Genre: Stoner Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Motherbrain - voodoo nasty album artworkDreckig, brutal staubtrocken so wie in der Wüste Gobi dies erklärt eventuell einiges was die Berliner Stoner Rocker Motherbrain ausmacht. Unmissverständlich ist klar, dass nunmehr dritte Album „Voodo Nasty“ der 2010 gegründeten Kombi ist nichts für schwache Nerven.

Die vorherrschenden klassischen Stoner-Rock-Einflüssen wurden gelungen mit einer Vielzahl von homogenen, teils druckvollen Basslinie eingespielt. Dabei rücken die Berliner bis in die tiefste Magengegend vor und sorgen genau hier für ein ordentliches Brodeln. Ein schlichter Soundfaktor, wenngleich dieser im dominanten Klang für ein enormes Aufsehen sorgt.

Es mag in diesem Bereich sicher keinen neuen Höhenrekord geben, wohl können im Gegensatz dazu die Berliner amtlich mitmischen. Die Tracks unter der Regie von Coogans Bluff’s Charlie Paschen aufgenommenen Tracks haben es in sich und der Knöpfchendreher hat die Jungs definitiv gut beraten. Zwischendurch werden klare Momente freigespielt, bevor der Fronter neuerlich mit einem markerschütternden Urschrei sich und seine Mannschaft in die dreckige Ecke drängt.

Kraftstrotzenden Stoner Rock bekommt man immer wieder, der besondere Charme dieser Formation ist einfach unglaublich und bohrt sich bis tief in die letzte Nische des Körpers vor. Keine großartigen digitalen Korrekturen, sondern unbeschwerter, authentischer Sound. Dieser schafft es angenehm Stimmung zu zaubern und dabei geizen die Jungs nicht mit einem facettenreichen Charme. Selbstredend ist der 70er Faktor nicht von der Hand zu weißen. Während viele Kollegen ihn in letzter Zeit zusehends ausgeweidet haben, schaffen die Berliner Rocker hier einen völlig eigenständigen Mischklang. Sicherlich noch genügend Spirit, im Kontrast dazu allerdings mit viel Innovation und einer breiten, eigenständigen Schippe.

Fetter, treibender Stoner Rock eben und von diesem darf man sich herrlich animierend mit treiben lassen. Die amtlich aufgezogenen Basswände werden beharrlich von vorn niedergerissen und von neuem aufgebaut. Dieses stete Wechselspiel macht Laune und unterstreicht das fachmännische Können dieser Combo. Obwohl man ungehobelt und trocken sich ins Gehör spielt, weist man anmutig eine qualitativ hochwertige Kost auf, die ihresgleichen sucht. Relativ schnörkellos erspielt man sich in kürzester Zeit die Gunst des Stoner Rockfans, soviel ist gewiss. Die Band hat anmutig einen eigenen Charme, welchen man kaum erklären kann. Dies macht es oftmals bei solchen Genrebands aus. Man hat einen bewahrten Spirit drauf, welchen auch andere Kollegen durchwegs gut drauf haben. Diese vorliegenden Berliner haben aber den Faktor, dass man etwas besitzt, das gar nicht lange braucht, sowie vom Fleck weg ansteckt. Dies resultiert dazu, dass man niemals nach vorne skippt, sondern das Album erneut und abermals abspielt.

Nahezu perfekt abgestimmtes Stoner Rock Flair, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Intensive Kompositionen im Gepäck und mit einem Sound, welcher die Grundfesten zum Beben bringt. Genial kann man da nur sagen.

Fazit: Durch die Bank frisches Stoner Rock Gelage, welches hierbei mit viel Eigenständigkeit und vielen pfeffrigen Ingredienzien aufgewertet wurde.

Tracklist:

01. Voodoo Nasty
02. Atomic Rodeo
03. Ghoul of Kolkata
04. Side by Side with the Wolves
05. Dismanting God
06. Sons of Kong
07. Baptism of Fire
08. Box of empty Promises
09. Half Past Human

Besetzung:

Martin (voc & guit)
Daniel (guit)
Lucky (bass)
Yiannis (drums)

Internet:

MOTHERBRAIN Website

MOTHERBRAIN @ Facebook

MOTHERBRAIN @ YouTube

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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