Band: MYSTIC PROPHECY
Titel: Fireangel
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Power Metal 
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Mit dem bereits 6. Studioalbum melden sich am 22.05.09 die Herrschaften von Mystic Prophecy zurück. Wer vielleicht glauben könnte die Jungs aus Bad Grönenbach hätten sich vielleicht seit 2007 die Sonne auf den Bauch scheinen lassen der hat weitgefehlt. Mit runderneuertem Line Up und stärker den je ist man mit „Fireangel“ in den Startlöchern und Roberto Dimitri Liapakis (voc), Markus Pohl (guit), Constantine (guit), Connie Andreszka (bass) und Stefan Dittrich (drums) haben eine gute Portion Dark Heavy/Power Metal im Sack um selbigen auf die Fangemeinde los zu lassen.

Mit dem düsteren „Across The Gates Of Hell“ hat man gleich zu Beginn eine wahre Hymne vor den Herrn gepackt. Saubere Solis geben sich hier immer wieder mit düsteren Gitarren und Rhythmuslinien die Hand, was einem eine Gänsehaut beschert. Vom hymnischen Refraingewässer startet der Trupp immer wieder galoppierende Angriffe, die im Anschluss zu einem bretternden Ausklang finden, bevor es wieder mit satten Chorrefrains los geht. Mit rockigen Riffs wird nun „Demons Blood“ gestartet. Der Track versprüht viel Düsternis, welche nur durch klare Soli und Breaks unterbrochen werden. Die Chöre klingen wie ein Skalvenchor der ordentlich durchgepeitscht wird. Von besonnenen Ecken macht sich die Formation immer wieder auf und stößt in groovige Midtempogefilde vor. Mit einer Priestlastigen Gitarrenfraktion zeigt man sich bei „We Kill!! You Die!!“. Genau in einem schretternend Speedtempo geht es hier auch zu und dennoch streckenweise wagt man sogar Ausflüge in den Death Metal lastigen Gitarrenbereich. Vorsicht ist hier geboten, denn durch das flotte Tempo ist eine Nackenschmerzengarantie vorprogrammiert. Etliche Solis werden geboten wo man schon denkt, nun verknoten sich die Finger der Seitenhexer. Der Fronter macht auch hier einmal mehr seinen Namen alle ehre und stößt sogar des Öfteren in Rob Halford Gefilde vor. Recht kantig geht es nun mit „Father Save Me“. Deutlich rotzender und groovender ballert man hier daher. Der Düstergrad wird vor allem durch die Rhythmusfraktion deutlich nach oben gedrückt und nur der Frontmann behält das Ganze im klaren Bereich. Gute Mixtur aus rotzender Düsternis und klaren Strukturen. Von der modernen Seite zeigt man sich beim folgenden „To The Devil I Pray“ weiter. Das stampfende Midtempostück mit etlichen rockenden Elementen hat einen guten Farbanstrich und weis mit seinem modernen Charme zu überzeugen. Vor allem die tiefer getrimmten Gitarren sägen ordentlich und behalten es sich vor das Ganze an und ab in den groovenden Bereich zu ziehen. Bei „Fireangel“ geht es erst einmal beschaulich zu. Doch lange geben die Herrschaften keine Ruhe und wie ein Donnerschlag tritt die Formation wieder gehörig das Gaspedal. Somit kann man nur hoffen dass sich die Hörerschaft kurz ausrasten konnte, denn nach der beschaulichen Einleitung wird man wieder ordentlich mit Speed Kraftfutter gejagt, welches zum Bangen einlädt bis die Schwarte kracht. Sehr rockig ist der Beginn von „Fight Back The Light“ ausgefallen und das eher im amerikanischen Stil. Klare Rhythmuselemente haben hier die Oberhand bekommen und behalten auch Oberwasser. Guter Rocker der zum Shaken einlädt und viel spritzigen Charme versprüht. Genug gerockt, denn mit „Death Under Control“ serviert man uns wieder eine vor Kraft strotzende Headbangernummer wie sie im Buche steht. Speedige Geschwindigkeit wird immer wieder durch öfters einsetzende Grooveparts komplettiert, bevor man wieder weiterhin ordentlich Stoff gibt. Mit einer düsteren Basssoloeinleitung wartet man zu Beginn von „Revolution Evil“ auf. Ab etwa einer Minute ist es aber auch schon wieder vorbei mit der klaren Beschaulichkeit und man ackert sich in den Midtempobereich vor, in dem man auch weites gehend bleibt und nur die Gitarrenfraktion öfters kleinere Wutausbrüche startet. „Gods Of War“ ist nun wieder mit viel Tempo ausgestattet worden, bei dem man seine Nackenmuskulatur ordentlich strapazieren kann. Die amtlichen, heroischen Chorrefrains sind hier die einzigen Unterbrechungen und die Mannschaft packt es immer wieder sehr Death Metal lastig an, was vor allem auch an den immer wieder einsetzenden Growleinlagen liegt. Der Rausschmeißer „Forever Betrayed“ startet sehr Hymnen haft und mündet auch immer wieder in den begonnen Start, doch wechselt man immer wieder in einen rotzfrechen Rockbereich und unterm Strich hat man dadurch eine farbebunte Mixtur geschaffen die das Eisen sehr gut abrundet.

Fazit: Wie heißt es im Beipackzettel: The King is dead, long live the King. Genau das drückt es aus. Power Metal Fans werden mit dem Album ihre helle Freude haben, doch auch etliche Fans moderner Stilrichtungen könnten durch vielerlei Elemente gefallen an dem Output bzw. der Band finden.

Tracklist

01. Across The Gates Of Hell 04:08
02. Demons Blood 04:30
03. We Kill!! You Die!! 03:39
04. Father Save Me 04:34
05. To The Devil I Pray 04:10
06. Fireangel 04:24
07. Fight Back The Light 04:37
08. Death Under Control 03:45
09. Revolution Evil 04:06
10. Gods Of War 03:27
11. Forever Betrayed 04:43

Besetzung:

Roberto Dimitri Liapakis (voc)
Markus Pohl (guit)
Constantine (guit)
Connie Andreszka (bass)
Stefan Dittrich (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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